Bundesstraße 6

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Dieser Artikel beschreibt die Bundesstraße 6 in Deutschland. Zur gleichnamigen Straße in Österreich siehe Laaer Straße.
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Bundesstraße 6 in Deutschland
Bundesstraße 6
Karte
Verlauf der B 6
Basisdaten
Betreiber: Bundesrepublik Deutschland
Straßenbeginn: Bremerhaven
(53° 29′ N, 8° 36′ O53.4873218.603003)
Straßenende: Schöpstal
(51° 12′ N, 14° 58′ O51.19750314.963786)
Gesamtlänge: 503 km

Bundesland:

Bundesstraße 6 am Ende der Bautzner Straßeund Beginn der Bautzner Landstraße in Dresden
Bundesstraße 6 am Ende der Bautzner Straße
und Beginn der Bautzner Landstraße in Dresden

Die Bundesstraße 6 (Abkürzung: B 6) ist eine deutsche Bundesstraße und führt von Bremerhaven an der Nordseeküste in südöstlicher Richtung durch die Länder Niedersachsen, Bremen, Sachsen-Anhalt und Sachsen bis Görlitz an der polnischen Grenze.

Geschichte[Bearbeiten]

Die ehemalige Reichsstraße 6 (R 6) führte von Görlitz aus weiter über Hirschberg und Schweidnitz nach Breslau und von dort aus über Oels bis zur damaligen polnischen Grenze bei Groß Wartenberg.

Zwischen Leipzig und Görlitz folgt die Bundesstraße 6 weitgehend (mit Ausnahme des Bogens über Meißen, Dresden und Bischofswerda) dem historischen Verlauf der Via Regia.

1937 wurde der Straßenverlauf von Wesermünde über Langen nach Cuxhaven zur Reichsstraße 6 erklärt.

Zu DDR-Zeiten hieß der auf DDR-Gebiet liegende Abschnitt Fernverkehrsstraße 6 (F 6). An dieser Straße lag innerhalb des Dresdner Stadtgebiets das Betriebsgebäude des VEB Tabakkontor Dresden, das heute wieder als Yenidze bezeichnet wird. Daraus ist die allerdings unrichtige Legende entstanden, dass die Straße zugleich Namensgeber für die Zigarettenmarke „f6“ gewesen sein soll.

Durch die Eröffnung der A 27 Mitte bis Ende der 1970er Jahre zwischen Cuxhaven und Bremen-Nord (ehemals Bremen-Burglesum) wurde die B 6 durch die A 27 als Bundesfernstraße ersetzt. Bis dahin verknüpfte die B 6 die beiden Städte Bremen und Bremerhaven des Bundeslandes Bremen und stellte die Verbindung nach Cuxhaven her.

Der ehemalige Verlauf in Cuxhaven vom Beginn (Kreuzung Poststraße/Deichstraße) mit Ausnahme der Rohdestraße bis zum Abzweig des Autobahnzubringers der Anschlussstelle Altenwalde wurde nach dem Bau der A 27 in B 73 umgewidmet. Der weitere Verlauf bis Bremen wurde mit Ausnahme eines kurzen Stücks in Bremerhaven zur Landesstraße 135.

Der Verlauf in Bremerhaven wurde 2013 bis auf das ca. 300 Meter messende Teilstück zwischen der Einmündung der B 71 n/Frederikshavner Straße in die Weserstraße und der Stadtgrenze zur Gemeindestraße abgestuft.[1]

Verlauf[Bearbeiten]

Bremerhaven[Bearbeiten]

Die B 6 beginnt im Stadtgebiet von Bremerhaven an der Einmündung der Frederikshavner Straße (Beginn der B 71). Sie führt zweispurig in südlicher Richtung, passiert nach ca. 300 Metern die Landesgrenze zu Niedersachsen und endet zunächst an der Anschlussstelle Bremerhaven-Süd der A 27.

Bremen – Nienburg – Hannover[Bearbeiten]

Die B 6 an der Anschlussstelle Bremen-Freihäfen/-Überseestadt der A 27
Die B 6 an der Anschlussstelle Bremen/Brinkum der A 1

Nachdem der Abschnitt zwischen Bremerhaven und Bremen durch die A 27 ersetzt wurde, geht die B 6 erst an der AS Bremen-Überseestadt (ehemals Bremen-Freihäfen) weiter über den Autobahnzubringer Bremen-Freihäfen/-Überseestadt, Flyover Utbremer Kreisel, Utbremer Tunnel und Nordwestknoten Bremen Richtung Bremen-Mitte (ehemals als A 282 gedacht). Im Verlauf der Stephanibrücke (Weserquerung Bremen) ist die B 6 nach dem Mittleren Ring B 2 R in München die meist befahrene Bundesstraße Deutschlands, zirka 100.000 Fahrzeuge pro Tag (Straßenverkehrszählung von 2005). Im weiteren Verlauf zwischen dem Anschluss B 75 und Bremen-Kattenturm ist sie vierspurig ausgebaut. Da sie hier extrem stauanfällig ist, wird sie derzeit durch einen Neubau der A 281 (Ring Bremen) ersetzt.

Ab der Ausfahrt Bremen-Kattenturm teilt sie sich in die Bundesstraße 6 und die B 6n, die als autobahnähnlicher Ableger vierspurig und kreuzungsfrei bis zur A 1 (AS Bremen-Arsten) führt. Die B 6 führt zum südlichen Ortsrand von Bremen, wo sie jetzt als Umgehungsstraße um den Vorort Stuhr-Brinkum, der bis dahin von langen Staus geprägt war, herumführt. Im weiteren Verlauf führt sie über Syke, wo ebenfalls eine Umgehungsstraße angedacht, ein Bau jedoch zurzeit nicht in Sicht ist.

Über Asendorf und Wietzen führt die B 6 dann nach Nienburg/Weser, wo sie die Weser zum zweiten Mal quert. Von Nienburg bis nach Hannover ist die B 6 seit Juni 2009 vierspurig ausgebaut. In Hannover verläuft die B 6 zunächst über den Westschnellweg (mit Kaisergabel), dann über den Südschnellweg, und schließlich über den Messeschnellweg, bevor sie die Stadt in Laatzen am Wiederbeginn der A 37 Richtung Süden nach Hildesheim verlässt.

Hannover – Goslar[Bearbeiten]

Südlich von Hannover ist die B 6 weiterhin vierspurig ausgebaut und führt parallel zur A 7 über Sarstedt und Giesen nach Hildesheim – im Bereich der Ortsdurchfahrt Hasede wurde sie allerdings auf zwei Fahrstreifen zurückgebaut.

Hinter Hildesheim führt sie zweispurig weiter über Salzgitter nach Goslar, lediglich auf dem kurzen Verbindungsstück zwischen der A 7 (AS Derneburg/Salzgitter) und der A 39 (AS Baddeckenstedt) und bei Salzgitter ist die B 6 hier vierspurig ausgebaut.

Neubaustraße der B 6 (früher B 6n) an der Ausfahrt Abbenrode.

Goslar – Aschersleben[Bearbeiten]

Zwischen Goslar und Aschersleben/West wurde die B 6 unter der damaligen Projektbezeichnung Bundesstraße 6‎n als autobahnähnliche Straße neu errichtet: Diese war ursprünglich als Nordharzautobahn (A 36) geplant, folgt nun aber einer hierzu geänderten Trassierung. Die Bundesstraße 6 wurde in diesem Abschnitt mit zwei Fahrstreifen pro Fahrbahn ausgestattet, um das prognostizierte Verkehrsaufkommen von 36.000 Fahrzeugen täglich zu bewältigen.[2] Die alte Trasse wurde herabgestuft.

Aschersleben – Kreuz Bernburg BAB 14[Bearbeiten]

Analog dem Abschnitt Goslar – Aschersleben verläuft die B 6 bis zum Kreuz Bernburg, wo sie in die Bundesstraße 185 übergeht. Von Aschersleben/West bis zum Kreuz ist sie als B 6 und B 185 ausgeschildert, aber nach den Stationszeichen nur als B 6 gewidmet.

Aschersleben – Halle[Bearbeiten]

Hier wurde die Bundesstraße zur Landesstraße 50 und 85 abgestuft.

Halle – Leipzig[Bearbeiten]

Derzeit führt die B 6 noch ab Halle weiter nach Leipzig. Hier ist sie zwischen der AS Großkugel der A 9 und Leipzig-Wahren (mit Neutrassierung – nördlich der Bahnstrecke – in Schkeuditz) sowie zwischen Leipzig-Paunsdorf und der AS Leipzig-Ost der A 14 vierspurig ausgebaut. Eine zweispurige Verlegung aus den Ortschaften ist bis Gerichshain fertiggestellt und bis Wurzen in Planung.

Leipzig – Dresden – Görlitz[Bearbeiten]

Restaurierter Kilometerstein an der (alten) B 6 am östlichen Ortsausgang von Borsdorf (91 km bis Dresden).

Von Leipzig kommend verläuft die Bundesstraße östlich über Wurzen und Oschatz, dann südlich von Riesa und schwenkt nördlich von Meißen bei der Ortschaft Zehren in das Elbtal ein. Von da an verläuft die B 6 immer parallel zur Elbe im Tal. In Meißen unterquert die Bundesstraße alle drei Elbebrücken und verlässt das Stadtgebiet in südöstlicher Richtung. Im Anschluss daran führt die Straße durch die Ortsteile der Gemeinde Klipphausen und stößt dann an die nordwestlichen Ortsteile von Dresden.

Von da an ist der Verlauf städtisch geprägt und durch eine Vielzahl von Ampeln gekennzeichnet. Ab der Autobahn-Anschlussstelle Dresden-Altstadt der A 4 wird der Verlauf vierspurig, quert mit der Hamburger Straße den Knoten Flügelwegbrücke und wird nach der Einmündung in die Bremer Straße wieder zweispurig. Die Bundesstraße führt nun am Dresdner Hafen und der Yenidze vorbei, unterquert erst die B 173 an der Marienbrücke und biegt dann auf die B 173 ein. Mit dieser verläuft sie auf der Marienbrücke über die Elbe, mündet in die Antonstraße, überquert nördlich den Albertplatz und verlässt dann als Bautzner Straße und später ab dem Weißen Hirsch als Bautzner Landstraße in nordöstlicher Richtung das Stadtgebiet von Dresden in Richtung Bischofswerda.

Im weiteren Verlauf führte sie parallel zur A 4 über Göda nach Bautzen. Seit dem 16. Dezember 2013 wurde sie in diesem Bereich zur S 111 herabgestuft. Ab Dreistern ist diese für den Lkw-Durchgangsverkehr von Bautzen gesperrt. Nach der Bautzner Innenstadt führt sie ab der Kreuzung mit der B 156 dem Ortsteil Auritz weiter nach Löbau. Von der nördlichen Umfahrung von Reichenbach/O.L. wurde im September 2005 das westliche Teilstück, zehn Jahre vorher das östliche freigegeben. In Görlitz endete sie bis in die 1990er Jahre im Stadtzentrum, inzwischen an der letzten Anschlussstelle der A 4 in Deutschland.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bundesstraße 6 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Verfügung vom 28. August 2013. Senatskanzlei Bremen, abgerufen am 31. August 2013.
  2. Heiko Wigrim: Dreispurig ab der Nordspange. mz-web.de, 6. August 2010, abgerufen am 5. Mai 2011.
Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google oder Bing