Bundesstraße 85

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Dieser Artikel beschreibt die Bundesstraße 85 in Deutschland. Zur gleichnamigen Straße in Österreich siehe Rosental Straße.

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Bundesstraße 85 in Deutschland
Bundesstraße 85
European Road 53 number DE.svg
Karte
Verlauf der B 85
Basisdaten
Betreiber: Bundesrepublik Deutschland
Straßenbeginn: Berga
(51° 28′ N, 11° 1′ O51.46418311.024767)
Straßenende: Passau
(48° 35′ N, 13° 27′ O48.577113.455278)
Gesamtlänge: 493 km

Bundesland:

Ausbauzustand: zweistreifig[1]
Bundesstraße 85 bei Cham
Bundesstraße 85 bei Cham
Brücke der B 85 bei Viechtach

Die Bundesstraße 85 (Abkürzung: B 85) ist eine deutsche Bundesstraße mit einer Länge von 493 Kilometern. Sie beginnt bei Berga am Nordrand des Kyffhäuser, verläuft nach Südosten quer durch Thüringen und Bayern vorbei an Bayreuth, Amberg und Cham (Oberpfalz) und endet schließlich in der Dreiflüssestadt Passau.

Orte entlang der B 85: BergaBad Frankenhausen/KyffhäuserKölledaWeimarRudolstadtSaalfeld/SaaleLudwigsstadtKronachKulmbachBayreuthPegnitzAuerbach in der OberpfalzSulzbach-RosenbergAmbergSchwandorfBruck i.d.OPf. - RodingChamViechtachRegenSchönberg (Niederbayern)TittlingPassau

Vorgänger war die Reichsstraße 85 BergaBayreuthVilseckAmbergPassau. Zwischen Bad Frankenhausen/Kyffhäuser und Passau ist die B 85 Teil der touristischen Bier- und Burgenstraße, zwischen Cham und Passau Teil der alten Bayerischen Ostmarkstraße, die 1938 vollendet wurde.

Die B 85 ist stellenweise sehr gut ausgebaut (z. B. längere vierspurige Streckenabschnitte zwischen Amberg, Schwandorf, Roding und Cham).

Inhaltsverzeichnis

Ausbau[Bearbeiten]

Landkreis Mansfeld-Südharz[Bearbeiten]

Nach Eröffnung des neuen Teilstücks der Südharzautobahn A 38 zwischen Nordhausen und Roßla wurde die B 85 in Berga im Landkreis Mansfeld-Südharz von der Kreuzung mit der ehemaligen B 80 bis zur Autobahnauffahrt verlängert.

Landkreis Kronach[Bearbeiten]

Im Norden des Landkreises Kronach überwindet die Bundesstraße zwischen Förtschendorf und Steinbach am Wald auf einer Länge von drei Kilometern etwa 100 Meter Höhenunterschied. Bei winterlichen Straßenverhältnissen kam es auf dem Streckenabschnitt, der mehrere relativ enge Kurven mit Radien zwischen 80 und 130 Metern in Kombination mit steilen Anstiegen aufwies, oft zu Behinderungen durch liegengebliebene Lastkraftwagen. Deshalb soll die Straße bis Ende 2014 mit drei Fahrstreifen, flacheren Anstiegen und größeren Kurvenradien von 200 bis 300 Metern ausgebaut werden. Das erste, etwa 1,9 Kilometer lange Teilstück von Förtschendorf bis zur Einmündung der Kreisstraße KC 18 wurde nach zwei Jahren Bauzeit im Herbst 2012 offiziell freigegeben. Der rund 1,4 Kilometer lange zweite Abschnitt von der Einmündung der Kreisstraße bis Steinbach am Wald soll in den Jahren 2013/14 gebaut werden. Insgesamt sind für die Fertigstellung der kompletten Strecke Baukosten in Höhe von zwölf Millionen Euro veranschlagt. Eine Besonderheit des Projekts stellen die umfangreichen erforderlichen Hangsicherungsarbeiten dar: Aus Platzgründen weist die Böschung an der Bergseite der Straße einen deutlich steileren Winkel auf, als im Regelfall üblich. Um die Steinschlaggefahr zu minimieren, wurde der Hang des bereits fertiggestellten Teilstücks auf einer Fläche von 30.000 Quadratmetern mit Stahlnetzen, die mit 7000 Felsnägeln befestigt sind, abgesichert.[2][3][4]

Landkreis Kulmbach[Bearbeiten]

In zweijähriger Bauzeit wurde ein etwa 3,5 Kilometer langer Abschnitt im nördlichen Stadtgebiet von Kulmbach ausgebaut. Zuvor wurde die Bundesstraße über eine enge und kurvenreiche Strecke durch den Lösauer Wald geführt und war ein Unfallschwerpunkt. Die Bundesstraße wurde eingeebnet, die Kurvenradien vergrößert und die Fahrbahn verbreitert.

In Planung ist ein vierstreifiger Ausbau der Bundesstraße vom südlichen Stadtgebiet Kulmbach bis zur Anschlussstelle Kulmbach/Neudrossenfeld mit der Bundesautobahn 70. Heftige Bürgerproteste haben das Bauvorhaben vorerst gestoppt, nun will man das Vorhaben auf eine dreistreifige Trasse im 2-1-System reduzieren. Von öffentlicher Seite lautet die Begründung für den Ausbau, dass man Kulmbach besser an die Autobahn anbinden will, um mehr Industrie und Gewerbe in die Stadt zu holen. Gegner weisen darauf hin, dass eine Zeitersparnis von nicht einmal zwei Minuten auf sieben Kilometern dieses Großprojekt nicht rechtfertigen und es auch zu einer erhöhten Lärmbelästigung der Anwohner kommt, der man nicht genug entgegenwirken würde.

Landkreis Schwandorf[Bearbeiten]

Im Oktober 2009 wurde der vierspurige Ausbau der B 85 bei Wackersdorf im Landkreis Schwandorf nach zweijähriger Bauzeit fertiggestellt. Im Dezember 2009 wurde der vierspurige Ausbau der B85 zwischen Altenschwand und Bodenwöhr fertiggestellt.

Landkreis Cham[Bearbeiten]

Seit 2010 läuft für die mit 13,4 Millionen Euro veranschlagte und 4 km lange Ortsumgehung des Rodinger Stadtteils Neubäu das Planfeststellungsverfahren. Nach den öffentlich ausgelegten Unterlagen soll dieser Abschnitt mit 3 Fahrstreifen für den sogenannten 2+1-Betrieb gebaut werden.

Zwischen den Rodinger Stadtteilen Neubäu und Altenkreith ist die B 85 überbreit ausgebaut. Planungen für den 4-streifigen Ausbau gibt es für die Ortsumgehung von Altenkreith ab der Einmündung der B 16 und den anschließenden Abschnitt bei Roding[5].

Für den 4-streifigen Ausbau des Streckenabschnitts bei Wetterfeld (zwischen Piendling und Wulfing) besteht seit Februar 2011 Baurecht[6], allerdings konnten die Mittel zum Bau noch nicht bereitgestellt werden.

Am 5. Dezember 2007 wurde der autobahnähnliche Ausbau des 8,2 km langen Teilabschnitts der B 85 zwischen Cham-Wulfing und der Anschlussstelle Cham-Süd (Verbindung zur B 20) nach dreijähriger Bauzeit fertiggestellt. Er verfügt seither über jeweils zwei durch eine Schutzplanke getrennte Fahrstreifen pro Richtung. Da sich dieser Streckenabschnitt ausschließlich auf Chamer Stadtgebiet befindet und einzelne Stadtteile mit drei Anschlussstellen verbindet, wird er im Volksmund auch als „Chamer Stadtautobahn“ bezeichnet.

Einen durchgehend vierstreifigen Ausbau der B 85 von der Autobahnanschlussstelle 33 „Schwandorf-Mitte“ bis Cham-Süd (ca. 50 Kilometer Strecke) sieht der Bundesverkehrswegeplan 2003[7] erst im sogenannten "Weiteren Bedarf" vor[8], das heißt nach 2015.

Seit dem 7. August 2010 ist die Ortsumgehung Chameregg befahrbar. Dieser 1,9 km langer und vier Millionen Euro Neubau wurde von April 2009 bis August 2010 erstellt.

Laut Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sollen im Landkreis Cham weitere Straßenbauprojekte in Höhe von rund 200 Millionen Euro in Angriff genommen werden. Die B 85/B 20 soll demnach zu einer leistungsfähigen Verkehrsader zwischen Amberg und Furth im Wald ausgebaut werden und einen raschen Verkehrsfluss nach Tschechien gewährleisten.

Landkreis Regen[Bearbeiten]

Es ist geplant, im Gemeindegebiet Viechtach die Abzweigungen „Rehau“ und „Antonius“ zusammenzufassen. Varianten sehen hier eine planfreie Kreuzung bzw. einen Kreisverkehr vor.

Östlich von Viechtach wurde die Abzweigung in Fernsdorf und die Überquerung der B 85 mit einer separaten Abbiegespur ausgestattet. Diese Kreuzung sowie die Kreuzung Ayrhof wurde mit Querungshilfen ausgestattet.

Die Einmündung der B 11 in die B 85 im Bereich der Gemeinde Patersdorf soll ebenfalls ausgebaut werden. Hier sehen die Ausbauvarianten einen Kreisverkehr bzw. eine planfreie Kreuzung vor.

Landkreis Freyung-Grafenau[Bearbeiten]

Im Landkreis Freyung-Grafenau existieren noch zwei Ortsdurchfahrten in Eberhartsreuth und kurz darauf in Gumpenreit. Diese haben eine geplante Länge von 2,4 bzw. 1,6 km und voraussichtliche Kosten von 17,3 bzw. 2,5 Millionen Euro.

Daneben ist die anschließende Strecke bis Preying nicht ausgebaut. Sie weist enge Kurven, einen schmalen Straßenquerschnitt, sowie starke Steigungen auf. Hier ist mittelfristig ein kompletter Neubau geplant. Dieser Abschnitt soll eine Länge von 4,0 km haben und 12,3 Millionen Euro kosten. Hierbei soll auch ein Autobahnzubringer von Grafenau über Thurmannsbang nach Eging an die B 85 angeschlossen werden.

Alle drei Vorhaben sind im Bundesverkehrswegeplan als "weiterer Bedarf" eingeordnet.

Landkreis Passau[Bearbeiten]

Vom 8. August 2005 bis zum 21. Juli 2009 wurde an der Ortsumgehung von Neukirchen vorm Wald im Landkreis Passau gebaut. Die 5,2 km lange Strecke kostete 19,6 Millionen Euro. Der erste Teil dieser Umgehung bei Sittenberg ging im September 2007 vorläufig und Anfang August 2008 vollständig in Betrieb. Die Ortsumgehung Neukirchen ging ein Jahr später am 21. Juli 2009 in Betrieb. Damit ist der komplette Landkreis Passau ortsdurchfahrtsfrei.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bundesstraße 85 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Umfahrung Cham dreistreifig; Höflarn – Wackersdorf vierstreifig autobahnähnlich
  2. Peter Fiedler: Ab 2011 wird endlich gebaut. Neue Presse Coburg, 14. Oktober 2010, abgerufen am 25. März 2013.
  3. Christian Kreuzer: Ausbau beendet: Freie Fahrt bis Hirschfeld. Neue Presse Coburg, 28. September 2012, abgerufen am 25. März 2013.
  4. Bianca Hennings: Ausbau im Überschalltempo. Neue Presse Coburg, 30. Mai 2013, abgerufen am 1. Juni 2013.
  5.  Peter Nicklas, Bayerwald Echo (Hrsg.): CSU wünscht sich mehr Druck für B-16-Anschluss. 14. Oktober 2010 (Online (PDF; 180 kB), abgerufen am 11. November 2011).
  6. B 85 - Zweibahniger Ausbau bei Wetterfeld. Staatliches Bauamt Cham, abgerufen am 11. November 2011 (Projektseite).
  7. Bundesverkehrswegeplan. Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, abgerufen am 11. November 2011 (BMVBS-Publikationen).
  8.  Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (Hrsg.): Bundesverkehrswegeplan Anlage Bayern. Berlin 2003 (BMVBS-Publikationen, Online (PDF; 104 kB), abgerufen am 11. November 2011).
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