Bundestagswahlkreis Hamburg-Altona

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wahlkreis 19: Hamburg-Altona
Bundestagswahlkreis 19-2013.svg
Staat Deutschland
Bundesland Hamburg
Wahlkreisnummer 19
Wahlberechtigte 182.776
Wahlbeteiligung 74,4 %
Wahldatum 22. September 2013
Wahlkreisabgeordneter
Name
Matthias Bartke

Matthias Bartke
Partei SPD
Stimmanteil 34,9 %

Der Bundestagswahlkreis Hamburg-Altona (Wahlkreis 19) ist ein Wahlkreis in Hamburg für die Wahlen zum Deutschen Bundestag. Er umfasst den Bezirk Altona. Bei den Bundestagswahl 2013 waren 182.776 Einwohner wahlberechtigt, fast 9000 mehr als vier Jahre zuvor. Dabei fiel, anders als noch bei der Einteilung 2009, der gesamte Stadtteil Sternschanze in das Gebiet des Wahlkreises Altona.[1]

Bundestagswahl 2013[Bearbeiten]

Zur Bundestagswahl 2013 am 22. September 2013 wurden 12 Direktkandidaten[2] und 13 Landeslisten zugelassen[3].

Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in %
Weinberg, MarcusMarcus Weinberg CDU 32,5 29,4
Bartke, MatthiasMatthias Bartke SPD 34,9 29,8
Anjes Tjarks GRÜNE 13,6 16,4
Flemming, LorenzLorenz Flemming FDP 2,0 5,5
Jan van Aken DIE LINKE 10,2 10,7
Gräntzdörffer, ThembiThembi Gräntzdörffer PIRATEN 2,2 2,7
Adler, PeterPeter Adler NPD 0,4 0,4
RENTNER 0,4
ÖDP 0,2
Bader, JürgenJürgen Bader MLPD 0,1 0,1
Kettnaker, RalfRalf Kettnaker AfD 2,3 3,2
Wiegand, Wolf AchimWolf Achim Wiegand FREIE WÄHLER 0,4 0,3
Winkler, BeatriceBeatrice Winkler Die PARTEI 1,0 0,8
Fiedler, JoachimJoachim Fiedler Einzelbewerber 0,4

Bundestagswahl 2009[Bearbeiten]

Die Bundestagswahl 2009 hatte folgendes Ergebnis:

Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in %
Olaf Scholz SPD 36,1 25,2
Marcus Weinberg CDU 30,3 26,3
Katharina Fegebank Bündnis 90/Die Grünen 13,7 18,8
Katja Suding FDP 8,2 13,2
Bernhard Müller Die Linke 9,7 12,1
Ursula Winkler NPD 0,6 0,6
Karl-Peter Grube ödp 0,5 0,4
PIRATEN 2,6
RENTNER 0,6
Jürgen Bader MLPD 0,1 0,1
Ronald Saß unabhängig 0,7 -

Olaf Scholz legte im März 2011 sein Mandat nieder, um Erster Bürgermeister von Hamburg werden zu können. Ingo Egloff rückte am 11. März 2011 für ihn über die Hamburger Landesliste der SPD in den Bundestag nach.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Wahlkreis war bei der Bundestagswahl 1949 die Nummer 7 der Hamburger Wahlkreise und danach die Nummer 16. Von 1965 bis 1998 hatte er die bundesweite Nummer 13. Von der Bundestagswahl 2002 bis nach der Bundestagswahl 2009 trug er die Wahlkreisnummer 20. Bei der Bundestagswahl 2013 wird er die Wahlkreisnummer 19 tragen. Der Wahlkreis hieß von 1949 bis 1965 Hamburg II und von 1965 bis 1980 Altona.

Das Wahlkreisgebiet umfasste ursprünglich den Bezirk Hamburg-Altona ohne den Stadtteil Altona-Altstadt und den Ortsteil Altona-Nord/Süd, die an den Wahlkreis Hamburg I gingen, und ohne den Rest des an den Wahlkreis Hamburg III abgetretenen Stadtteils Altona-Nord. Von 1965 bis 1980 bestand der Wahlkreis dann aus dem Gebiet des Bezirks Hamburg-Altona ohne den Stadtteil Altona-Nord und den Ortsteil Altona-Altstadt/Nord, die dem Wahlkreis Hamburg-Mitte zugeteilt worden waren. Seit der Bundestagswahl 1980 besteht der Wahlkreis unter dem Namen Hamburg-Altona in der eingangs beschriebenen Form.

Bisherige Abgeordnete[Bearbeiten]

Direkt gewählte Abgeordnete des Wahlkreises Hamburg II bzw. Altona bzw. Hamburg-Altona waren

Jahr Name Partei Anteil der Erststimmen
2013 Matthias Bartke SPD 34,9 %
2009 Olaf Scholz SPD 36,1 %
2005 Olaf Scholz SPD 45,9 %
2002 Olaf Scholz SPD 49,4 %
1998 Olaf Scholz SPD 48,1 %
1994 Marliese Dobberthien SPD 40,5 %
1990 Marliese Dobberthien SPD 41,8 %
1987 Jürgen Echternach CDU 42,0 %
1983 Horst Gobrecht SPD 47,4 %
1980 Horst Gobrecht SPD 50,4 %
1976 Horst Gobrecht SPD 50,1 %
1972 Karl-Wilhelm Berkhan SPD 57,3 %
1969 Karl-Wilhelm Berkhan SPD 55,3 %
1965 Karl-Wilhelm Berkhan SPD 46,7 %
1961 Karl-Wilhelm Berkhan SPD 43,5 %
1957 Karl-Wilhelm Berkhan SPD 42,9 %
1953 Hugo Scharnberg1) CDU 55,6 %
1949 Hugo Scharnberg2) CDU 41,3 %

1)Scharnberg war 1953 der gemeinsame Kandidat des Hamburg-Blocks, einem Bündnis von CDU, FDP, GB/BHE und DP. Die FDP, die DP und der GB/BHE nominierten keine eigene Direktkandidaten und riefen zur Wahl von Scharnberg auf.

2)Scharnberg war 1949 der gemeinsame Kandidat von CDU und FDP. Die FDP trat im Wahlkreis Hamburg II nicht zur Wahl an und rief zur Wahl von Scharnberg auf.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.bundeswahlleiter.de/de/bundestagswahlen/BTW_BUND_13/wahlkreiseinteilung/wahlkreiseinteilung.pdf
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatAmtlicher Anzeiger Nr. 61/2013 vom 2. August 2013 (PDF). Behörde für Justiz und Gleichstellung, 2. August 2013, abgerufen am 7. August 2013 (PDF; 246 kB).
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatBundestagswahl 2013 in Hamburg - 13 Landeslisten kommen auf den Stimmzettel. Behörde für Inneres und Sport, 26. Juli 2013, abgerufen am 7. August 2013.