Bundestagswahlkreis Ludwigshafen/Frankenthal

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Wahlkreis 208: Ludwigshafen/Frankenthal
BWahlkreis 208.svg
Staat Deutschland
Bundesland Rheinland-Pfalz
Wahlkreisnummer 208
Wahlberechtigte 217.129
Wahlbeteiligung 71,4 %
Wahldatum 22. September 2013
Wahlkreisabgeordneter
Name
Maria Böhmer

Maria Böhmer
Partei CDU
Stimmanteil 43,3 %

Der Bundestagswahlkreis Ludwigshafen/Frankenthal (Wahlkreis 208) ist ein Wahlkreis in Rheinland-Pfalz. Er umfasst die kreisfreien Städte Ludwigshafen am Rhein und Frankenthal (Pfalz) sowie aus dem Rhein-Pfalz-Kreis die verbandsfreien Gemeinden Bobenheim-Roxheim, Böhl-Iggelheim, Limburgerhof und Mutterstadt und die Verbandsgemeinden Dannstadt-Schauernheim, Lambsheim-Heßheim und Maxdorf sowie Altrip und Neuhofen aus der Verbandsgemeinde Waldsee.[1] Bei der Bundestagswahl 2005 waren 216.306 Einwohner wahlberechtigt.

In der aktuellen Abgrenzung existiert der Wahlkreis seit der Wahlkreisreform von 2002. Er ging aus dem Vorgängerwahlkreis Ludwigshafen hervor, dem 2002 die Gemeinden Frankenthal (Pfalz), Bobenheim-Roxheim und Lambsheim sowie die Verbandsgemeinden Heßheim und Maxdorf aus dem aufgelösten Wahlkreis Frankenthal hinzugefügt wurden. Frankenthal (Pfalz) hatte zusammen mit seiner näheren Umgebung bereits von 1949 bis 1965 zum Wahlkreis Ludwigshafen am Rhein gehört.

Im Wahlkreis Ludwigshafen kam es zwischen 1976 und 1998 zu überregional mit besonderem Interesse verfolgten Zweikämpfen um das Direktmandat zwischen dem CDU-Kandidaten Helmut Kohl und den jeweiligen Gegenkandidaten der SPD.

Bundestagswahlen[Bearbeiten]

Bundestagswahl 2013[Bearbeiten]

Die Bundestagswahl 2013 fand am Sonntag, dem 22. September 2013, statt.[2]

Es traten 14 Parteien in Rheinland-Pfalz landesweit gegeneinander an. Dies entschied der Landeswahlausschuss in einer öffentlichen Sitzung am 26. Juli 2013 in Mainz.[3] Damit erhielten alle Parteien eine Zulassung, die fristgerecht bis zum 15. Juli ihre Landeslisten und weitere Unterlagen eingereicht hatten.[4]

Die Reihenfolge der zugelassenen Landeslisten auf dem Stimmzettel richtet sich zunächst nach der Zahl der Zweitstimmen, die die jeweilige Partei bei der letzten Bundestagswahl im Land erreicht hat (Listenplätze 1 – 10): CDU, SPD, FDP, GRÜNE, Die Linke, PIRATEN, NPD, REP, ÖDP und MLPD. Neu kandidierende Listen schließen sich in alphabetischer Reihenfolge ihres Namens an (Listenplätze 11 – 14): Alternative für Deutschland (AfD), Bürgerbewegung pro Deutschland (pro Deutschland), Freie Wähler und die Partei der Vernunft.

Direktkandidat[5] Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in %
Maria Böhmer CDU 43,3 39,0
Doris Barnett SPD 35,6 29,5
Thomas Schell FDP 2,5 5,2
Romeo Franz Bündnis 90/Die Grünen 4,8 7,2
Gerald Unger Die Linke 4,9 5,6
Roman Schmitt Piratenpartei 2,8 2,5
Heinz Neumann NPD 1,8 1,4
Marco Steigert Die Republikaner 1,6 1,2
ÖDP 0,2
Madeleine Stockert MLPD 0,2 0,1
AfD 6,0
Bürgerbewegung pro Deutschland 0,2
Hans Arndt Freie Wähler 2,6 1,4
Partei der Vernunft 0,3

Doris Barnett von der SPD konnte über die Landesliste in den Bundestag einziehen.[6]

Bundestagswahl 2009[Bearbeiten]

Die Bundestagswahl 2009 hatte folgendes Ergebnis:

Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in % Bundestagswahl 2005
Zweitstimmen in %
Maria Böhmer CDU 38,4 32,4 33,7
Doris Barnett SPD 32,4 26,8 37,4
Ralf Marohn FDP 8,6 14,9 10,4
Bernhard Braun Bündnis 90/Die Grünen 6,2 8,6 7,0
Kathrin Senger-Schäfer Die Linke. 8,6 10,3 5,8
Ronald Neumann NPD 1,2 1,2 1,5
Marco Steigert REP 2,4 2,4 2,8
FAMILIE 1,0 1,1
PBC 0,2 0,3
Madeleine Stockert MLPD 0,1 0,1 0,2
DVU 0,1
ödp 0,2
Philipp Scherer PIRATEN 2,1 2,0 -

Doris Barnett (SPD) und Kathrin Senger-Schäfer (Die Linke.) sind über die jeweiligen Landeslisten in den Bundestag eingezogen.

Bisherige Wahlkreissieger[Bearbeiten]

Wahl Name Partei Erststimmen
2009 Maria Böhmer CDU 38,4 %
2005 Doris Barnett SPD 43,4 %
2002 Doris Barnett SPD 47,3 %
1998 Doris Barnett SPD 47,9 %
1994 Helmut Kohl CDU 46,0 %
1990 Helmut Kohl CDU 44,7 %
1987 Manfred Reimann SPD 46,0 %
1983 Manfred Reimann SPD 47,7 %
1980 Hans Bardens SPD 54,1 %
1976 Hans Bardens SPD 53,1 %
1972 Hans Bardens SPD 58,9 %
1969 Hans Bardens SPD 54,9 %
1965 Hans Bardens SPD 51,1 %
1961 Friedrich Wilhelm Wagner SPD 47,0 %
1957 Friedrich Wilhelm Wagner SPD 45,2 %
1953 Friedrich Wilhelm Wagner SPD 43,3 %
1949 Friedrich Wilhelm Wagner SPD 43,1 %

Wahlkreisgeschichte[Bearbeiten]

Wahl Wahlkreisname Gebiet
1949 11 Ludwigshafen am Rhein Ludwigshafen am Rhein, Frankenthal (Pfalz), Landkreis Ludwigshafen, Landkreis Frankenthal (Pfalz) ohne den Amtsgerichtsbezirk Grünstadt
1953–1961 158 Ludwigshafen am Rhein
1965–1969 159 Ludwigshafen Ludwigshafen am Rhein, Landkreis Ludwigshafen
1972–1976 159 Ludwigshafen Ludwigshafen am Rhein, vom Landkreis Ludwigshafen die Gemeinden Altrip, Böhl-Iggelheim, Limburgerhof, Mutterstadt und Neuhofen sowie die Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim
1980–1998 157 Ludwigshafen
2002 210 Ludwigshafen/Frankenthal Ludwigshafen am Rhein, Frankenthal (Pfalz), vom Rhein-Pfalz-Kreis die Gemeinden Altrip, Bobenheim-Roxheim, Böhl-Iggelheim, Lambsheim, Limburgerhof, Mutterstadt und Neuhofen sowie die Verbandsgemeinden Dannstadt-Schauernheim, Heßheim und Maxdorf
2005 209 Ludwigshafen/Frankenthal
seit 2009 208 Ludwigshafen/Frankenthal

Im Jahre 1969 wurde der Ostteil des ehemaligen Landkreises Frankenthal (Pfalz) in den Landkreis Ludwigshafen eingegliedert. Der Landkreis Ludwigshafen wurde 2004 in Rhein-Pfalz-Kreis umbenannt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wahlkreiseinteilung Ludwigshafen/Frankenthal
  2. Vorläufiges Ergebnis vom 22. September 2013 auf wahlen.rlp.de
  3. 14 Parteien treten zur Wahl des 18. Deutschen Bundestages an Pressemitteilung des Landeswahlleiters vom 26. Juli 2013
  4. 14 Parteien treten in Rheinland-Pfalz bei Bundestagswahl an auf allgemeine-zeitung.de vom 26. Juli 2013
  5. Bekanntmachung der Wahlkreisleiterin als PDF-Datei vom 26. Juli 2013
  6. Bundestagswahl 2013: Gewählte Bewerberinnen und Bewerber auf wahlen.rlp.de vom 23. September 2013

Weblinks[Bearbeiten]