Bundesverband Digitale Wirtschaft

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Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V., ehemals Deutscher Multimedia Verband (dmmv) e.V.[1], wurde am 17. August 1995 gegründet. Der Verband versteht sich als Interessenverband für Unternehmen im Bereich interaktives Marketing, digitale Inhalte und interaktive Wertschöpfung. Er hat rund 600 Mitglieder aus den Branchensegmenten Internetagenturen, E-Commerce, Online-Mediaplanung, Mobile-Marketing und Mobile-Produktentwicklung, Online-Vermarktung, Performance Marketing und Social Media im Verband organisiert. Sitz des BVDW ist Düsseldorf.

Präsidium und Geschäftsführung[Bearbeiten]

Das BVDW-Präsidium[2][3] besteht neben Präsident Arndt Groth aus den fünf gleichberechtigten Vizepräsidenten Christoph N. von Dellingshausen, Matthias Ehrlich, Harald R. Fortmann, Ulrich Kramer und Burkhard Leimbrock.[4] Arndt Groth trat nach zehnjähriger Tätigkeit als Präsident im Juni 2013 nicht mehr zur Wahl an. Sein Nachfolger ist Matthias Ehrlich, der vorher einen Vorstandsposten bei United Internet innehatte. Er bleibt bei United Internet als Aufsichtsrat und Advisor of the Board.[5] Geschäftsführerin ist Tanja Feller.

Fachgruppen[Bearbeiten]

Die thematische Arbeit organisiert die Interessensvertretung in Fachgruppen[6]:

  • Die Fachgruppe Agenturen ist das Sprachrohr der Multimedia- und Internetagenturen. Mitglieder sind Full-Service Agenturen, deren Schwerpunkte in der Konzeption, Kreation, Webdesign, Kommunikation, Marketing, Media und der Produktion liegen.[7]
  • Die Fachgruppe Audio Digital möchte die Gattung Audio Digital im Online-Werbemarkt etablieren und an der Schaffung von Standards und Media-Währungen mitarbeiten.[8]
  • Die Fachgruppe E-Commerce möchte das Potenzial des Themas in der Öffentlichkeit darstellen. Hauptanliegen ist die Etablierung eines eigenständigen Wirtschaftszweiges E-Commerce.[9]
  • Die Fachgruppe Online-Mediaagenturen (FOMA) versteht sich als Interessenvertretung der deutschen Online-Mediaagenturen. Ein Schwerpunkt der FOMA-Tätigkeit liegt in der Entsendung von Agentur-Vertretern in alle relevanten Branchengremien wie Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse, Arbeitsgemeinschaft Online Forschung oder Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern.[10]
  • Die Fachgruppe Mobile bildet den Zusammenschluss aller Firmen und Institutionen in Deutschland, die mobile Endgeräte als interaktive Informations-, Unterhaltungs-, Vertriebs- und Marketing-Medien forcieren. Gemeinsames Hauptanliegen ist es, die Etablierung mobiler Kanäle zu beschleunigen und nachhaltig zu stärken.[11]
  • Der Online-Vermarkterkreis (OVK) bildet das zentrale Gremium der 19 größten deutschen Online-Vermarkter und möchte der Online-Werbung und dem Online-Marketing kontinuierlich mehr Gewicht verleihen.[12]
  • Die Fachgruppe Performance Marketing, bestehend aus den führenden Marktteilnehmern der Gattungen Suchmaschinenmarketing und -optimierung, Affiliate Marketing, Ad Networks, E-Mail-Marketing und Online-Kontrolle, engagiert sich in der Marktentwicklung durch Know-how-Transfer von Spezialisten in Agenturen hin zu den werbetreibenden Unternehmen.[13]
  • Die Fachgruppe Social Media möchte als Interessensvertretung für den Bereich Social Media mit Werbungtreibenden, Vermarktern, Agenturen, Social Media-Plattformen und Social Networks Markttransparenz und Rechtssicherheit schaffen sowie Standards für die Branche entwickeln.[14]

Foren[Bearbeiten]

Die übergreifende Arbeit organisiert die Interessensvertretung in Foren[15]:

  • Ad Operations & Ad Technology: Erarbeitung von Orientierungshilfen für den gesamten Markt sowie Entwicklung von technischen Standards und Lösungen als Richtlinien für die digitale Wirtschaft[16]
  • Bildung & Personalentwicklung: Förderung von Personal- und Kompetenzentwicklung in der digitalen Wirtschaft, zum Beispiel durch Maßnahmen zur Berufsorientierung sowie durch grundlegende Erarbeitung von Berufsdefinitionen[17]
  • Marktforschung: Bündelung relevanter Marktforschungsthemen rund um die digitale Wirtschaft in Kooperation mit den Fachgruppen oder in eigenen Projekten[18]
  • Medien & Netzpolitik: Auseinandersetzung mit relevanten medien- und netzpolitischen Arbeitsfeldern der Bereiche interaktives Marketing, digitale Inhalte und interaktive Wertschöpfung[19]
  • Recht: Rechtsberatung und Unterstützung bei der Anwendung des geltenden Rechts als Expertengremium für Mitglieder und die Branche[20]

Veranstaltungen und Awards[Bearbeiten]

Zu den wichtigsten Veranstaltungen des Vereins gehört seit 2009 die Kongressmesse dmexco in Köln, die aus der Online Marketing Düsseldorf[21] entstand, sowie der ehemalige Deutsche Multimediakongress (DMMK) in Stuttgart, der bis 2010 veranstaltet wurde. Der Verband ist einer der Veranstalter des Wettbewerbs DMMA OnlineStar (2010 hervorgegangen aus dem Deutschen Multimedia Award und dem OnlineStar[22]). Bis 2010 veranstaltete der BVDW den OVK AWARD.[23]

Marktzahlen und Publikationen[Bearbeiten]

Halbjährlich veröffentlicht der Verein die Marktzahlen und eine Prognose zum deutschen Online-Werbemarkt im OVK Online-Report.[24] So ist Online-Werbung in Deutschland 2008 um 25 Prozent auf 3,65 Milliarden Euro[25] sowie 2009 um 12 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro[26] gewachsen. 2010 wuchs der Online-Werbemarkt auf 5,4 Milliarden Euro.[27] Für 2011 erreichte der Online-Werbemarkt insgesamt 5,7 Milliarden Euro. Dieses geringe Wachstum ist zurückzuführen auf neue Marktzahlen anhand einer um unverhältnismäßige Meldungen bereinigte, neue Messemethode, die von Nielsen und durch den OVK gemeinsam entwickelt wurde.[28] Für das Jahr 2012 prognostizierte der Verband ein Marktwachstum von rund 12 Prozent auf insgesamt 6,44 Milliarden Euro.[29]

Jährlich veröffentlicht der Verein zudem das Internetagentur Ranking (vormals New Media Service Ranking[30]) der umsatzstärksten Internetagenturen in Deutschland.[31] Weiterhin gibt der Verband regelmäßig Leitfäden, unter anderem im Bereich Social Media heraus.[32] Des Weiteren veröffentlicht der BVDW verschiedene Erhebungen, Umfragen und Studien rund um die Themen der digitalen Wirtschaft.

Netzwerk[Bearbeiten]

Der Verein arbeitet mit verschiedenen öffentlichen Institutionen, Verbänden und Organisationen in Deutschland und auf internationaler Ebene zusammen. Die Schwerpunkte bilden wirtschaftlichen Themen des BVDW und die medienpolitische Interessenvertretung.[33]

International

National

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Heise Online: „dmmv heißt jetzt Bundesverband Digitale Wirtschaft“, 29. Juni 2004
  2. Werben & Verkaufen Online: „Arndt Groth als BVDW-Präsident bestätigt“, 10. Juni 2009
  3. BVDW-Pressemeldung 8. Juni 2011
  4. Internet World Business: "BVDW wählt Präsidium - Ulrich Kramer ersetzt Dirk Kedrowitsch"
  5. [1] Internetworld.de abgerufen am 13. Juni 2013.
  6. Verbands-Website / Fachgruppen, abgerufen 29. August 2010
  7. Verbandswebsite / Agenturen, abgerufen am 28. August 2010
  8. [2], abgerufen am 13. Oktober 2012
  9. Kress Online: „Himmelreich führt Fachgruppe E-Commerce im BVDW“, 31. März 2009
  10. Kress Online: „FOMA bringt sich in den BVDW ein“, 23. September 2009
  11. Verbandswebsite / Fachgruppe Mobile, abgerufen am 28. August 2010
  12. Verbandswebsite / Online-Vermarkterkreis (OVK), abgerufen am 28. August 2010
  13. Verbandswebsite / Fachgruppe Performance Marketing, abgerufen am 28. August 2010
  14. HORIZONT Online: „BVDW gründet Fachgruppe Social Media“, 22. September 2009
  15. Verbands-Website / Foren, abgerufen 29. August 2010
  16. Internet World Business: "BVDW gründet Forum Ad Operation & Ad Technology: Neue Plattform für die digitale Wirtschaft", 25. April 2012
  17. HORIZONTJobs Online: „BVDW gründet Forum für Bildung und Personalentwicklung“, 23. April 2010
  18. Verbandswebsite / Forum Marktforschung, abgerufen am 28. August 2010
  19. Internet World Business Online: „Den Politikern das Internetgeschäft erklären: BVDW gründet Forum Medien- und Netzpolitik“, 16. April 2010
  20. Verbandswebsite /Forum Recht
  21. Werben & Verkaufen: "Countdown für die Dmexco", 16. September 2009
  22. ONEtoONE Online: „Digital-Award: DMMA verbündet sich mit dem Onlinestar“, 6. Mai 2010
  23. http://www.ovk-award.de/ovk_award_2010.html
  24. OVK Online-Reports auf Verbandswebsite
  25. Handelsblatt Online: „Online-Werbung trotzt der Krise“, 3. März 2009
  26. Spiegel Online: „Internet-Boom: Firmen werben erstmals mehr online als in Zeitschriften“,18. Februar 2010
  27. Golem: "Mehr als 5 Milliarden Euro für Onlinewerbung in Deutschland"
  28. Werben & Verkaufen: OVK-Report: Online strotzt vor Kraft 27. Februar 2011
  29. [3], abgerufen am 13. Oktober 2012
  30. Werben & Verkaufen Online: „Internetagentur-Ranking 2010 geht an den Start“, 19. Februar 2010
  31. iBusiness Online: „Internetagentur-Ranking 2010: Deutliche Änderungen in der Agenturlandschaft“, 22. April 2010
  32. Bloggen oder arbeiten – Social Media Guidelines regeln Umgang der Mitarbeiter mit dem Mitmachweb von Frank Puscher in: C’t 15/10, online, abgerufen am 28. August 2010
  33. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatBVDW: Netzwerk. 19. September 2010, abgerufen am 19. September 2010 (deutsch).