Bundesverband Neuer Energieanbieter

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Der Bundesverband Neuer Energieanbieter e. V. (bne) ist ein in Berlin ansässiger Verband, der innerhalb der deutschen Energiewirtschaftsbranche in den Bereichen Strom und Gas aktiv ist.

Der Verband vertritt die Interessen von Energiehändlern und -lieferanten, die bei ihrer Geschäftstätigkeit auf die Netzinfrastruktur Dritter angewiesen sind. Außerdem setzt er sich für die Interessen von Energieproduzenten ein, die in Deutschland Energieerzeugungsanlagen bauen oder planen. Nach anfänglich neun Mitgliedern zum Zeitpunkt der Verbandsgründung ist deren Zahl inzwischen auf 30 angewachsen[1].

Am 25. September 2002 entstand der bne aus den beiden Vorgängerorganisationen Freie Energiedienstleister Verband (FEDV) und der Initiative Pro Wettbewerb (IPW) – ein einheitlicher Bundesverband war gebildet.

Auslöser für diesen Schritt waren damals die Energierechtsanpassungen für die Jahre 2002 und 2003 durch die Verbändevereinbarungen „II Plus“ für den Strom- sowie „Gas II“ für den Gasmarkt. Beide unter Beteiligung des Bundesverband der Deutschen Industrie e. V. – BDI – (als Vertreter lediglich der Industriekunden) sowie der damals bestimmenden Energiewirtschaftsverbände ausgehandelten Verbändevereinbarungen, wurden aus Sicht der Gründungsmitglieder des bne nicht der 1998 vom Gesetzgeber beabsichtigten Liberalisierung des deutschen Strom- und Gasmarktes gerecht. (Mit der zweiten Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes wurde 2005 der bis dahin verhandelte Netzzugang (Verbändevereinbarungen als Selbstkontrolle der Branche) durch den staatlich regulierten Netzzugang (Regulierung durch die Bundesnetzagentur) ersetzt.) Die Gründungsmitglieder führten dies hauptsächlich auf den unzureichenden Willen der Verhandlungspartner zurück, sich für einen diskriminierungsfreien Strom- und Gasmarkt einzusetzen. Die Mitglieder des Verbandes rekrutieren sich daher aus Neueinsteigern in den deutschen Energiemarkt und aus Töchtern etablierter Unternehmen.

Hauptanliegen des Verbandes ist es, einen stets marktwirtschaftlich, diskriminierungsfrei und transparent organisierten Energiemarkt zu schaffen[2]. Dies bedingt nach Meinung des bne auch die Kontrolle des Ordnungsrahmens für den Wettbewerb der Marktteilnehmer durch die Bundesnetzagentur als unabhängige Instanz. Die Erhaltung und Förderung dieses Ordnungsrahmens erachtet der Verband als sehr wichtig.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stand Sommer 2009, abgerufen am 27. Juni 2009
  2. Ziele und Forderungen des bne