Bundesverband der Deutschen Binnenschiffahrt

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Der Bundesverband der Deutschen Binnenschiffahrt e.V. (BDB) mit Sitz in Duisburg und politischer Repräsentanz in Berlin vertritt als Branchenverband die Gesamtheit der Unternehmen im deutschen Binnenschifffahrtsgewerbe, und zwar sowohl in der Güterschifffahrt als auch in der Personenschifffahrt. Im BDB sind die Binnenschifffahrtsreedereien und -speditionen inklusive der dort angeschlossenen Partikuliere, die Binnenschifffahrtsgenossenschaften und die nicht organisierten Partikuliere vereint. Die Mitgliedschaft erfolgt auf freiwilliger Basis. Auch dem Binnenschifffahrtsgewerbe nahestehende Unternehmen wie Hafenbetriebe, Versicherungen, Motorenhersteller und Kreditfinanzierer zählen zu BDB-Mitgliedern.

Aufgaben[Bearbeiten]

Satzungsgemäß verfolgt der BDB die Aufgabe, die Unternehmer in der Güter- und Fahrgastschifffahrt in allen das Gewerbe berührenden Fragen zu beraten, die Interessen gegenüber der Politik und Verwaltung zu vertreten und zu sämtlichen verkehrs- und gewerbepolitisch relevanten Entwicklungen Stellung zu nehmen. Der BDB setzt sich dabei etwa für einen aus seiner Sicht ökonomisch notwendigen, bedarfsgerechten Ausbau der Wasserstraßen-Infrastruktur ein, der zugleich den ökologischen Belangen Rechnung trägt. Er sorgt dafür, das Leistungspotenzial des Verkehrsträgers Binnenschifffahrt im Bewusstsein der politischen Entscheidungsträger einerseits und bei den Spediteuren und der verladenden Wirtschaft andererseits zu verankern und die Binnenschifffahrt noch stärker als bisher in die logistischen Ketten einzubinden.

Darüber hinaus bringt sich der BDB in die Gestaltung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Binnenschifffahrtsgewerbes ein, sei es in Fragen der Nautik-Technik, in Fragen der Sicherheits- und Terrorismusanforderungen, in Fragen des Umweltschutzes oder in Fragen der Angleichung der Wettbewerbsbedingungen gegenüber der ausländischen Konkurrenz und gegenüber den konkurrierenden Verkehrsträgern.

In der Erkenntnis, dass Weichenstellungen in der Verkehrspolitik – etwa im Rahmen des „NAIADES Aktionsplans für die Binnenschifffahrt“ – zunehmend auf europäischer Ebene erfolgen, hat der BDB bereits im Jahr 2001 mit zahlreichen weiteren internationalen Binnenschifffahrtsverbänden die Europäische Binnenschiffahrts Union (EBU) gegründet. Auch in verschiedenen Sachverständigengremien bei der Zentralkommission für die Rheinschifffahrt in Straßburg und der Europäischen Union bringt der Verband sein Fachwissen ein. Der BDB ist außerdem Mitglied in verschiedenen anderen internationalen Organisationen, z.B. in der IVR oder dem VBW.

Eine ausführliche Übersicht über Aktivitäten des Verbandes kann dem Geschäftsbericht entnommen werden, der jedes Jahr zur Mitgliederversammlung vorgelegt wird. Das jährlich erscheinende Faltblatt „Daten und Fakten“ fasst Binnenschifffahrtsstatistiken zusammen. In der kostenlos vertriebenen Zeitschrift „Binnenschiffahrts Report“ wird über die Aktivitäten des Verbandes informiert und über verkehrs- und gewerbepolitische Themen berichtet. Über die Website können neben den genannten Publikationen auch tagesaktuelle Informationen, z.B. Pressemitteilungen, abgerufen werden. Eine dort angegliederte Datenbank, in der nach Ladungsgut und Relation selektiert werden kann, soll den Verladern die Suche nach geeigneten Geschäftspartnern in der Binnenschifffahrt erleichtern.

Sonstiges[Bearbeiten]

Der Bundesverband der Deutschen Binnenschiffahrt ist Mitglied im ShortSeaShipping Inland Waterway Promotion Center.

Weblinks[Bearbeiten]