Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie

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Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V.
(BPI)
Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie Logo.svg
Zweck: Politische Interessensvertretung der Arzneimittelindustrie
Vorsitz: Martin Zentgraf
Gründungsdatum: 1951
Mitgliederzahl: rund 240[1]
Sitz: DeutschlandDeutschland Berlin
Website: www.bpi.de

Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI) ist die Interessenvertretung von rund 240 Pharma- und Biotechfirmen mit ca. 70.000 Mitarbeitern aus der Pharmaindustrie: Start-ups, Mittelstand und multinationalen Unternehmen. Die BPI-Mitgliedsfirmen sind in verschiedenen Bereichen aktiv: Die Produkte kommen aus den Bereichen chemisch definierter Wirkstoffe, biotechnologischer Arzneimittel, pflanzlicher Arzneimittel, homöopathischer Arzneimittel und anthroposophischer Arzneimittel. Weiterhin sind Pharma-Dienstleister in den BPI mit einbezogen.

Geschichte[Bearbeiten]

Der BPI wurde 1951 gegründet und ist u.a. in verschiedenen wissenschaftlichen Gremien, z. B. den Sachverständigenausschüssen für Verschreibungspflicht, Apothekenpflicht und Betäubungsmittel sowie der Kommission für Arzneimittel für Kinder und Jugendliche (KAKJ) beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte und den Arzneibuch-Kommissionen tätig. Außerdem ist der BPI Mitglied im Kuratorium des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) sowie im Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI) und dem Verband der Chemischen Industrie (VCI).

Schwerpunkte des Verbandes sind Politikberatung und Öffentlichkeitsarbeit auf nationaler Ebene und in der Europäischen Union (EU). Hier stehen Fragen der Arzneimittelforschung und -entwicklung, Arzneimittelzulassung, Arzneimittelherstellung, Arzneimittelsicherheit und Arzneimittelvermarktung im Vordergrund.

Im Jahr 2007 initiierte der BPI die Gründung der Schiedsstelle Arzneimittel und Kooperation im Gesundheitswesen e.V. (AKG) als Einrichtung der Selbstkontrolle der pharmazeutischen Industrie.

Der BPI hat seinen Sitz in Berlin und unterhält ein Büro in Brüssel.

Werke[Bearbeiten]

Das in Deutschland auflagenstärkste Arzneimittelverzeichnis, die Rote Liste, wird seit 1933 jährlich vom BPI, seit 1995 in Zusammenarbeit mit dem Verband forschender Arzneimittelhersteller über die gemeinsame Tochter Rote Liste Service GmbH, neu herausgegeben. Sie enthält mindestens die bis Redaktionsschluss gemeldeten Präparate und wird den Fachkreisen kostenlos zur Verfügung gestellt, auch online (aufgrund von Werbeeinschränkungen des Heilmittelwerbegesetzes nur mit Zugangsberechtigung).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. BPI Mitgliedschaft. Abgerufen am 7. November 2013.