Burg (Herborn)
50.6966258.3047472222222226Koordinaten: 50° 41′ 48″ N, 8° 18′ 17″ O
| Burg
Stadt Herborn
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|---|---|
| Höhe: | 225–298 m |
| Einwohner: | 2073 (1. Jan. 2008) |
| Eingemeindung: | 1. Januar 1977 |
| Eingemeindet nach: | Herborn |
| Postleitzahl: | 35745 |
| Vorwahl: | 02772 |
Burg ist ein Stadtteil von Herborn im Lahn-Dill-Kreis in Hessen.
Inhaltsverzeichnis |
Lage [Bearbeiten]
Burg liegt unmittelbar nördlich der Kernstadt. Westlich führt die Bundesautobahn 45 und östlich die Bundesstraße 255 sowie die Bundesstraße 277 am Ort vorbei. In Burg münden die Aar und der Amdorfbach (Ambach) in die Dill.
Geschichte [Bearbeiten]
Der Ort war schon früh besiedelt; darauf lässt der Fund eines Grabes aus der Zeit der Merowinger schließen. Burg wurde erstmals im Jahre 1263 erwähnt, und zwar im Zusammenhang mit dem damaligen Ortsadel gleichen Namens. Das Geschlecht ist von 1206 bis zum Ende des 14. Jahrhunderts beurkundet. Es führte im Wappen zwei gekreuzte Stäbe, die vielleicht Streitkolben darstellen sollten.
Der Ortsname wird von einer großen Burg hergeleitet, die im frühen Mittelalter auf dem "Breiten Berg" erbaut wurde und wohl zur weiteren Sicherung der nahegelegenen alten Dernbacher Stammburg diente. Möglicherweise befand sich an dieser Stelle über der Dill die alte Gerichtsstätte der Herborner Mark, und die Burg sollte die Herrschaft der Herren von Dernbach in der Mark sichern. Die Burg wurde wohl beim Beginn der Dernbacher Fehde zerstört und nicht wieder aufgebaut. Heute sind nur noch Reste erhalten. Im alten Ortskern lagen ein nassauisches Hofgut und eine Mühle. Um 1818 setzte mit der Gründung eines Hütten- und Hammerwerkes die Industrialisierung ein. Die Burger Eisenwerke spezialisierten sich auf den Ofen- und Herdbau (Markenname: Juno). Die Firma lag nördlich Richtung Dillenburg. Das Firmengelände dient heute allerdings nur noch kleinen Firmen. Nach Juno hatte Electrolux seine Produktion in den Burger Eisenwerken (Burger Hütte).
Die Kapelle auf dem Breiten Berg ist das Wahrzeichen von Burg.
Im Rahmen der Gebietsreform in Hessen wurden am 1. Dezember 1970 die bis dahin selbstständigen Gemeinden Amdorf und Uckersdorf auf freiwilliger Basis in die Gemeinde Burg eingegliedert, die ihrerseits am 1. Januar 1977 durch ein Landesgesetz mit der Stadt Herborn und weiteren bis dahin selbstständige Gemeinden zur neuen Stadt Herborn zusammengeschlossen wurde.[1][2]
siehe auch Burgstall Burg (Burg bei Burg)
Sonstiges [Bearbeiten]
- Die Stadtbuslinie 503 stellt den öffentlichen Personennahverkehr sicher.
- Die Evangelische Kirche von Burg ist denkmalgeschützt.
- Der Stadtteil besaß einmal drei Bahnstationen, von denen heute aber nur noch der Haltepunkt Burg (Dillkr) Nord betrieben wird, siehe dazu Herborn#Verkehr.
- Im Ort gibt es die Kindertagesstätte Burg der Lebenshilfe e.V. Dillenburg sowie die Ambachtalschule, eine Grundschule.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Gesetz zur Neugliederung des Dillkreises, der Landkreise Gießen und Wetzlar und der Stadt Gießen vom 13. Mai 1974. In: GVBl. I S. 237
- ↑ Gerstenmeier, K.-H. (1977): Hessen. Gemeinden und Landkreise nach der Gebietsreform. Eine Dokumentation. Melsungen. S. 296
Weblinks [Bearbeiten]
- Stadt Herborn: Stadtteile: Burg
- Literatur über Burg (Herborn) in der Hessischen Bibliographie
- Burg. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde (HLGL), Stand: 23. Juli 2012, abgerufen am 20. September 2012.
- Informationen zu Herborn Burg im BAM-Portal
- Heimatvereins Dietzhölztal: Dernbacher Fehde
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