Burg Klein-Arnsberg

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Burg Klein-Arnsberg
Burg vom Ort Obersteinbach aus gesehen (2004)

Burg vom Ort Obersteinbach aus gesehen (2004)

Alternativname(n): Petit Arnsberg
Petit Arnsbourg
Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: Ruine
Ort: Obersteinbach
Geographische Lage 49° 2′ 19″ N, 7° 41′ 25″ O49.0386111111117.6902777777778Koordinaten: 49° 2′ 19″ N, 7° 41′ 25″ O
Burg Klein-Arnsberg (Elsass)
Burg Klein-Arnsberg

Die Ruine der Burg Klein-Arnsberg (frz. Petit Arnsberg oder Petit Arnsbourg) befindet sich auf einem Berg nördlich der Gemeinde Obersteinbach im Kanton Wissembourg / Département Bas-Rhin, in Frankreich.

Außer Kammern, Gängen und Treppen im Felsen ist heute noch eine Mauerecke des Wohnturmes der Oberburg vorhanden. Erhalten ist ferner ein den Eingang zur Oberburg sichernder Torturm.

Bei dieser Felsenburg handelt es sich wohl um den kleinsten Adelssitz im Elsass.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Burg ist urkundlich erst seit dem 14. Jahrhundert nachweisbar, das vorhandene Mauerwerk (Buckelquader am Torturm siehe Bild unten) würde aber für eine Entstehung in spätstaufischer Zeit (mind. Mitte 13. Jh.) sprechen. Auf der Burg saßen die Herren von Wasigenstein, welche die Burg als Lehen der Abtei Weißenburg in Besitz hatten. 1335 wird die Burg als Versteck des Raubritters Friedrich von Wasigenstein belagert und erobert.

Von 1360 an im Besitz der Herren von Ochsenstein, wechseln in der Folge häufig die Besitzer. Um 1400 besitzen die Herren von Dahn (Than) die Burg als Lehen. Friedrich von Dahn verkauft 1420 eine Hälfte der Burg an Ludwig von Lichtenberg. Um 1483 besitzen die Herren von Adelsheim die Burg als Lehen. Nach 1485 kommt die Burg im Erbgang in das Eigentum der Grafen von Zweibrücken-Bitsch. Diese lassen die Burg ab 1494 umfassend renovieren. Nach deren Aussterben erben die Grafen von Hanau-Lichtenberg die Burg.

Über verschiedene Lehensleute, darunter Cornelius von Hanau kommt die Burg durch die Verträge von 1604 und 1606 an den Grafen Johann Reinhard I. von Hanau-Lichtenberg. Im Dreißigjährigen Krieg wird die Burg 1635 zerstört und ist seit dieser Zeit eine Ruine.

Literatur[Bearbeiten]

  • Felix Wolff: Elsässisches Burgen-Lexikon. Verzeichnis der Burgen und Schlösser im Elsass. Weidlich, Frankfurt/Main 1979, ISBN 3-8035-1008-2