Burg Skály

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Burg Skály
Ort: Teplice nad Metují
Geographische Lage 50° 34′ 18,7″ N, 16° 8′ 30,1″ O50.57186111111116.141694444444Koordinaten: 50° 34′ 18,7″ N, 16° 8′ 30,1″ O
Burg Skály (Tschechien)
Burg Skály

Die Burg Skály (auch Bišofštejn oder Katzenštejn; Burg Katzenstein; auch Burg Bischofstein) befindet sich in Skály (Bischofstein), einem zur Stadt Teplice nad Metují (Weckelsdorf) gehörenden Ortsteil, nahe der Adersbach-Weckelsdorfer Felsenstadt im ostböhmischen Okres Náchod in Tschechien.

[Bearbeiten] Geschichte

Ruine der Burg Skály

Die Burg Skály wurde erstmals 1393 als Skála (Fels) erwähnt. Damals gehörte sie dem Matthäus Salava von Lipá (Matej Salava z Lipé), der von hier aus die Landesgrenze zu Schlesien verteidigen sollte. Nachdem der gleichnamige Sohn Matej Salava, ein Anhänger des Taboriten Jan Kolda von Žampach, von der Burg aus Beutezüge nach Schlesien unternommen hatte, wurde sie von den Schlesiern zerstört und bald wieder errichtet. 1466 gehörtem Burg und Herrschaft Skály dem Glatzer Landeshauptmann Hans von Warnsdorf, der sie 1488 an Hynko Spetle von Johnsdorf verkaufte. Ihm folgte Bartholomäus von Münsterberg, ein Enkel des böhmischen Königs Georg von Podiebrad. Nach Bartholomäus' Tode 1515 gelangte die Herrschaft 1528 an Hynko Spetle zurück. Dieser verkaufte den Besitz an Zdenko Lev von Rosental und Jan Kruschina von Lichtenburg. 1534 erwarb Johann von Pernstein (1487–1548), der im selben Jahr von seinem Bruder Vojtěch von Pernstein (1490–1534) die Herrschaft Nachod geerbt hatte, die Herrschaften Skaly, Adersbach und Rýzmburk und verband sie mit seiner Herrschaft Nachod. 1543 verkaufte er die Herrschaften Skalý und Rýzmburk und ein Jahr später die gesamte Herrschaft Nachod den Smiřický von Smiřice[1]. Nachfolgend war die Burg verlassen und die unterhalb liegende Festung zu einem Wirtschaftshof umgebaut. Nach der Schlacht am Weißen Berg wurden die Smiřický von Smiřice wegen ihrer Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enteignet.

1662 erwarb das neu gegründete Bistum Königgrätz die zerfallene Burg mit dem dazugehörigen Wirtschaftshof als Dotation für das Domkapitel. Ort und Burg wurden ab diesem Zeitpunkt in Bischofstein umbenannt.

Der erste Königgrätzer Bischof Matthäus Ferdinand Sobek von Bilenberg ließ im Vorhof der ehemaligen Burg ein kleines Schloss errichten, das vom Domkapitel als Sommerresidenz genutzt wurde. Schloss und Herrschaft Bischofstein blieben bis 1948 im Besitz des Bistums.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Lydia Bastecká, Ivana Ebelová (Hrsg.): Náchod. (Historie, kultura, lidé). Nakladatelství Lidové Noviny, Prag 2004, ISBN 80-7106674-5, S. 64–65.
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