Burg Wolkenstein (Südtirol)

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Burg Wolkenstein
Burgruine Wolkenstein - Die Talwand

Burgruine Wolkenstein - Die Talwand

Entstehungszeit: vor 1240
Burgentyp: Variante einer Höhlenburg
Erhaltungszustand: Ruine
Ort: Wolkenstein in Gröden
Geographische Lage 46° 33′ 51″ N, 11° 46′ 11,9″ O46.56415711.769984Koordinaten: 46° 33′ 51″ N, 11° 46′ 11,9″ O
Burg Wolkenstein (Südtirol)
Burg Wolkenstein

Die Burg Wolkenstein ist eine mittelalterliche Burgruine in Wolkenstein in Gröden, in Südtirol, Italien.

Inhaltsverzeichnis

Lage [Bearbeiten]

Die Ruine liegt am Eingang vom Grödner Tal ins Langental (Vallunga) über 1600 Meter hoch in der Felswand der Stevia. Die kleine Burg hatte mit der Bewachung des Übergangs über das Grödner Joch ins Gadertal eine wichtige strategische Funktion.

Geschichte [Bearbeiten]

Lithografie nach einer Zeichnung des Gottfried Seelos (ca. 1850)

Die Burg ist die Stammburg der Tiroler Adelsfamilie Wolkenstein-Trostburg – einer Seitenlinie der Herren von Villanders –, in deren Besitz sich die Ruine bis heute befindet. Die Burg stammt aus dem 13. Jahrhundert und war um 1240 im Besitz von Heinrich von Kastelruth. 1293 wurde sie zusammen mit dem Gericht Wolkenstein von Randolt von Villanders, einem Vorfahren des späteren Geschlechts der Wolkensteiner erworben. Bei einer Erbteilung 1407 fiel sie an Michael von Wolkenstein (†1443), den älteren Bruder des spätmittelalterlichen Dichterkomponisten Oswald von Wolkenstein. Die Burg wurde Ende des 15. Jahrhunderts von den Venezianern erstürmt, 1525 zunächst wiederaufgebaut, diente dann als Gerichtssitz und verfiel schließlich. Erhalten sind nur noch die nach Süden gerichtete Talwand und der Vorhof.

Anlage [Bearbeiten]

Die Burg war ursprünglich als Variante einer Höhlenburg direkt an die Felswand gebaut und hatte offenkundig einen dreieckigen Grundriss. Sie ist unter einem Felsüberhang gelegen, der zugleich als Dach der Burg diente.

Galerie [Bearbeiten]

Siehe auch [Bearbeiten]

Literatur [Bearbeiten]

  • Franz Huter (Hrsg.): Handbuch der historischen Stätten. Österreich. Band 2: Alpenländer mit Südtirol. Kröner, Stuttgart 1966, S. 577
  • M. Perlunger: Ruine Wolkenstein. In: Der Schlern, 1, 1920, S. 388–389
  • Anton Schwob: Oswald von Wolkenstein. Eine Biographie. Athesia, Bozen 1977, S. 15 f., ISBN 88-7014-073-3
  • Otto Stolz: Politisch-historische Landesbeschreibung von Südtirol. Schlern-Schriften Bd. 40. Innsbruck 1937–1939, S. 381–384
  • Nicolò Rasmo: Wolkenstein. In: Oswald Trapp: Tiroler Burgenbuch. Band IV: Eisacktal. 2. Auflage. Athesia, Bozen 1984, ISBN 88-7014-366-X, S. 223–234.

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Burg Wolkenstein (Südtirol) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Eintrag auf der Website des Südtiroler Landesdenkmalamts
  • Wolkenstein In: Heinrich Noë (Text), B. Johannes (Bilder): Die Burgen von Tirol in Wort und Bild. Partenkirchen, ca. 1890, Nr. 20
  • Rekonstruktionszeichnung von Wolfgang Braun