Burgergemeinde Bern

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Die geflammte Bernerfahne wird von der Burgergemeinde als offizielle Fahne verwendet.

Die Burgergemeinde Bern ist die Bürgergemeinde der Stadt Bern in der Schweiz.

Sie ist eine durch die Verfassung des Kantons Bern garantierte öffentlich-rechtliche Körperschaft und besteht als so genannte Personengemeinde aus ca. 17'300 Angehörigen der 13 Gesellschaften und Zünfte und den Burgerinnen und Burgern ohne Zunftangehörigkeit.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Der Grosse Rat von Bern 1735

Die historischen Wurzeln der Burgergemeinde Bern gehen bis ins Mittelalter und die anschliessende Herrschaft des Patriziats zurück. In ihrer heutigen Form existiert die Gemeinde seit der Neuordnung des Gemeindewesens im Jahre 1833 im Zuge der Reformen nach der Abschaffung der Aristokratie durch die liberale Staatsverfassung von 1831. Ihre heutige Form, die Aufgaben und der Besitz wurden ihr durch den Ausscheidungsvertrag von 1852 zugewiesen, in welchem die Stadt und Republik Bern in die drei Rechtsnachfolger Kanton, Stadt und Burgergemeinde Bern aufgeteilt wurde.

[Bearbeiten] Besitzungen und Gliederung

Innenhof des Burgerspitals

Die Burgergemeinde Bern verfügt über einen weitläufigen Grundbesitz, zu dem etwa die St. Petersinsel im Bielersee gehört. Sie unterhält in Bern zahlreiche wirtschaftliche, soziale und kulturelle Institutionen:

[Bearbeiten] Gesellschaften und Zünfte

Die burgerlichen Gesellschaften Berns sind – im Gegensatz zu allen anderen Zünften der Schweiz (vgl. besonders Basel und Zürich) – Körperschaften des öffentlichen Rechts geblieben. Organisatorisch sind sie den politischen Gemeinden des Kantons Bern gleichgestellt, und ihnen obliegt vor allem die soziale Fürsorge für ihre Mitglieder. Die Namen der 13 Gesellschaften lauten (offizielle Rangfolge):

Nebst den 13 öffentlich-rechtlichen Gesellschaften existieren noch fünf privatrechtliche burgerliche Gesellschaften und Vereine:

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Literatur

  • Die Burgergemeinde Bern : Gegenwart und Geschichte, Hrsg. von der Burgergemeinde Bern. 2. Auflage. Bern 1993, ISBN 3-7272-9081-1 (PDF-Datei; 60 MB)
  • Rundgang durch die Burgergemeinde, Hrsg. von der Burgergemeinde Bern. Bern 2009
  • Burgergemeinde Bern (Hrsg.): Wappenbuch der burgerlichen Geschlechter der Stadt Bern, (Wappen: Paul Boesch und Bernhard von Rodt, Text: Hans Bloesch), Bern 1932.
  • Verwaltungsbericht 2009
  • Quellenbericht 1930 - 1945
  • Katrin Rieder: Netzwerke des Konservatismus. Berner Burgergemeinde und Patriziat im 19. und 20. Jahrhundert. Chronos, Zürich 2008, ISBN 978-3-0340-0905-8.[1][2][3]

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Vgl. Hans-Ulrich Jost: Rezension zu: Rieder, Katrin: Netzwerke des Konservatismus. Berner Burgergemeinde und Patriziat im 19. und 20. Jahrhundert. In: Berner Zeitschrift für Geschichte und Heimatkunde 70 (2008), H. 4, S. 63–67
  2. Vgl. Kerstin Brunner: Rezension zu: Rieder, Katrin: Netzwerke des Konservatismus. Berner Burgergemeinde und Patriziat im 19. und 20. Jahrhundert. Zürich 2008. In: H-Soz-u-Kult, 16. März 2010; und Medienspiegel 14. August 2008. In: reitschule.ch, mit Beiträgen zur Diskussion um das Buch.
  3. Vgl. Christophe von Werdt: Der Ausscheidungsvertrag zwischen Burger- und Einwohnergemeinde Bern von 1852 – Quellenanalyse statt Verschwörungstheorie. In: Berner Zeitschrift für Geschichte 71(2009), H. 3, S. 57-97
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