Burghaslach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Burghaslach
Burghaslach
Deutschlandkarte, Position des Marktes Burghaslach hervorgehoben
49.73333333333310.6296Koordinaten: 49° 44′ N, 10° 36′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim
Höhe: 296 m ü. NHN
Fläche: 44,02 km²
Einwohner: 2487 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 56 Einwohner je km²
Postleitzahl: 96152
Vorwahl: 09552
Kfz-Kennzeichen: NEA, SEF, UFF
Gemeindeschlüssel: 09 5 75 116
Marktgliederung: 16 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Kirchplatz 12
96152 Burghaslach
Webpräsenz: www.burghaslach.de
Bürgermeister: Hermann Wehr (Neue Bürgerliste)
Lage des Marktes Burghaslach im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim
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Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Burghaslach (im Ortsdialekt Hosla[2]) ist ein Markt im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim in Mittelfranken.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Burghaslach liegt zwischen Würzburg und Nürnberg und ist über die Ausfahrt 77 der Bundesautobahn 3 zu erreichen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die 16 Ortsteile von Burghaslach:[3]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (im Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Geiselwind, Schlüsselfeld, Vestenbergsgreuth, Markt Taschendorf, Scheinfeld, Oberscheinfeld.

Ortsname[Bearbeiten]

Der Ortsname Burghaslachs leitet sich von dem Fluss Haslach ab, der einst an der Burg Burghaslach vorbei floss. Das ist auch auf dem Wappen ersichtlich.

Geschichte[Bearbeiten]

Burghaslach ist als selbständiger Ort ab 1136 urkundlich nachweisbar, jedoch ist in einer Urkunde des Klosters Fulda aus dem 12. Jahrhundert eine Schenkung des Ortes um das Jahr 800 belegt. Auch der Ortsname lässt eine Gründung in der Karolingerzeit vermuten.

Im Jahr 1806 kommt Burghaslach zum Königreich Bayern.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurden die bisher selbständigen Gemeinden Breitenlohe, Fürstenforst, Kirchrimbach, Niederndorf und Oberrimbach sowie ein Teil der aufgelösten Gemeinde Freihaslach eingegliedert.[4] Am 1. Mai 1978 kam Gleißenberg aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt hinzu.[5]

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Hermann Wehr von der Neuen Bürgerliste.

Marktgemeinderat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahlen 2002 und 2008 führten zu folgenden Sitzverteilungen im Marktgemeinderat:

CSU / Freie Wählergemeinschaft SPD /
Freie Bürger
Wählergemeinschaft Gleißenberg Freie Gemeindeliste Gesamt
2002 5 3 1 5 14 Sitze
2008 6 3 1 4 14 Sitze

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Burghaslachs bisher einzige Partnerstadt ist die Stadt Przywidz in Polen.[6][7] Vom 23.-26. September 2010 besuchte eine Delegation aus Burghaslach, bestehend aus Bürgermeister Hermann Wehr, Gemeindearchitekt Frieder Müller-Maatsch und Robert Hofmann, zuständig für kulturelle Gemeindeaufgaben, die dortige Gemeindeverwaltung, um die Partnerschaft zu stärken. Die Partnerschaft ist besonders auf die Zusammenarbeit im Thema Jugend ausgerichtet.[7]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Das Fürstlich Castellsche Schloss in Burghaslach

Das Fürstlich Castellsche Schloss von Burghaslach hat eine Geschichte, die bis ins 14. Jahrhundert zurückreicht: Das CASTRUM HASELACH (die Burg Haselach) wurde vom Bischof Gottfried III. von Hohenlohe, Bischof von Würzburg von 1314 bis 1322, als Lehen an die Grafen von Castell verliehen.
Das heutige Schloss wurde nach vielen Besitzerwechseln und zahlreichen Umbauten in den Jahren 1822 bis 1826 im klassizistischen Stil neu erbaut.

Weitere Attraktionen sind das Schloss Fürstenforst sowie das Freibad, das 2008 im Rahmen eines umfangreichen Renovierungsprojektes modernisiert wurde.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Kirchweihen in der Gemeinde[Bearbeiten]

In der Marktgemeinde Burghaslach finden jedes Jahr die vier Kirchweihen für Burghaslach, Seitenbuch, Unter- und Oberrimbach statt. Traditionell werden Schlachtspezialitäten angeboten; auch ein Gottesdienst zählt zum Standardprogramm für jeden Ort. Die Termine sind:

  • Oberrimbach: zweites Juliwochenende
  • Seitenbuch: letztes Augustwochenende
  • Burghaslach: erstes Septemberwochenende
  • Unterrimbach: drittes Septemberwochenende

Hosler Kerwa[Bearbeiten]

Die Hosler Kerwa in Burghaslach zu Ehren der 1718 eingeweihten St.-Ägidius-Kirche[8][9] am ersten Septemberwochenende wird mit dem Kerwa-Tanz in der Burghaslacher Sporthalle begonnen. Am Samstag wird dann – jahreswechselweise von der Bamberger Straße und aus der Richtung Breitenlohe – die fertiggeschmückte Kerwa-Fichte feierlich zum Marktplatz gebracht. Dort erfolgt zum Aufstellen der Bieranstich durch den ersten Bürgermeister. Am Sonntag finden dann der große Umzug, bei dem Ereignisse des Jahres auf Traktoranhängern mit Puppen und Mundart-Sprüchen noch einmal aufgerollt werden, und das „Bürgerschießen“ im Schützenhaus statt. Am Sonntag und Montag findet jeweils ein Gottesdienst statt; am Montagabend wird der Abschluss der Kirchweih mit einem Feuerwerk gefeiert. Zur musikalischen Umrahmung werden lokale Bands fürs Bierzelt engagiert. Am Dienstag wird im Ortsteil Fürstenforst Kirchweih gefeiert.[10] Die Hauptorganisation der Kirchweih übernehmen die „Kerwa-Burschen und -Madli“, die jährlich wechseln.

Panorama des Marktplatzes an der Hosler Kerwa 2011

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Der Markt liegt nahe der Bundesautobahn 3 Würzburg - Nürnberg Abfahrt Schlüsselfeld (AS 77). Dort liegt auch der Autohof Burghaslach.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Im Ortsteil Gleißenberg ist ein Produktionsstandort der zur Simba-Dickie-Group gehörigen BIG-Spielwarenfabrik; dort werden insbesondere die Bobby-Cars produziert.

Ein bedeutender Arbeitgeber in der Marktgemeinde ist der Schokoladenproduzent momami.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Glamouretten.de: Hinreißend komische Musikshow. (Gemeinsame Erwähnung von „Hosla“ und „Burghaslach“; abgerufen am 6. September 2011)
  3. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?val=1447&attr=590&modus=automat&tempus=20110609/175435&hodie=20110609/175829
  4.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 565.
  5.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 723.
  6. Burghaslach.de: Links (abgerufen am 12. August 2011)
  7. a b Przywidz.pl: Besuch der Delegation aus Burghaslach – Partnergemeinde in Deutschland (Polnisch, abgerufen am 12. August 2011)
  8. Information über die St.-Ägidius-Kirche auf drei-franken-info.de (abgerufen am 5. September)
  9. Drei-Franken-Aktuell, Ausgabe 16/2011, S. 9 (Grußwort des ersten Bürgermeisters Hermann Wehr).
  10. Drei-Franken-Aktuell, Ausgabe 16/2011, S. 10.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Burghaslach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien