Burgruine Gurnitz

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Burgruine Gurnitz
Valvasors Kupferstich aus dem Jahre 1688

Valvasors Kupferstich aus dem Jahre 1688

Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: Ruine
Ort: Ebenthal in Kärnten
Geographische Lage 46° 36′ 7″ N, 14° 23′ 36″ O46.60194444444414.393333333333Koordinaten: 46° 36′ 7″ N, 14° 23′ 36″ O
Burgruine Gurnitz (Kärnten)
Burgruine Gurnitz

Die Burgruine Gurnitz liegt auf einem kleinen Berg über der Pfarrkirche Gurnitz in der Gemeinde Ebenthal in Kärnten.

Burg[Bearbeiten]

Da die Burg schon um 1714 verfallen war, sind heute nur noch einige Reste zu erkennen. Es ist eine einfache romanische Burg. Sie liegt auf einem teilweise künstlich abgesteilten Felsblock über der Propstei Gurnitz.

An der Talseite lässt sich ein Gebäude erkennen und daneben der Zugang zur Burg, zu dem man heute aber nur kletternd gelangt. Dahinter hat sich vermutlich ein Hof befunden.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahre 860 wurde das Gebiet, auf dem sich die Burgruine befindet, dem Erzbistum Salzburg geschenkt. Zunächst war es ein Königsgut und erst später, im 11. Jahrhundert, wurde daraus eine Burg. Ab diesem Zeitpunkt trugen die Besitzer den Namen von Gurnitz.

Erstbekundet war Bernhard von Gurnitz im Jahr 1156. Der nächste Besitzer war Heinrich von Gurnitz, der sich aber 1235 in Heinrich von Greifenfels umbenannte. Sein Sohn Dietmar von Greifenfels verzichtete im Jahr 1315 auf den Besitz und so ging die Burg an Konrad von Auffenstein. Als das Geschlecht Auffenstein im Jahre 1395/96 auf Grund eines niedergeschlagenen Aufstandes ausstarb, wechselten die Besitzer der Burg Gurnitz ständig und sie wurde in regelmäßigen Abständen verpfändet, so zum Beispiel 1437 an Konrad von Asbach, 1461 an Friedrich von Kastelwarkh, 1481 an Wolfgang von Graben, 1484 an Niklas von Wildenstein, bis sie schließlich im Jahre 1584 in die Hände von Erasmus von Gera überging. In dieser Familie blieb die Burg Gurnitz bis 1714. Zu dieser Zeit war sie schon sehr verfallen und konnte als Ruine bezeichnet werden. Der neue Besitzer dieser Burgruine war Johann Peter Graf von Goess. Seine Familie blieb von da an im Besitz der Burg. Ihr tatsächlicher Familiensitz war und ist jedoch das Schloss Ebenthal.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hugo Henkel: "Burgen und Schlösser in Kärnten", Verlag Johann Leon sen., Klagenfurt/Wien 1964.
  • Franz Xaver Kohla, Gustav Adolf von Metnitz, Gotbert Moro: "Kärntner Burgenkunde" Rudolf Habelt Verlag, Bonn, 1973.