Burgstall Weihenstefen

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Burgstall Weihenstefen
Burgstall Weihenstefen

Burgstall Weihenstefen

Entstehungszeit: um 1150
Burgentyp: Höhenburg in Spornlage
Erhaltungszustand: Burgstall
Ständische Stellung: Ministeriale
Bauweise: Unbekannt
Ort: Deuerling-Hillohe
Geographische Lage 49° 1′ 24,2″ N, 11° 54′ 52,6″ O49.02339911.914603415Koordinaten: 49° 1′ 24,2″ N, 11° 54′ 52,6″ O
Höhe: 415 m ü. NN

Der Burgstall Weihenstefen bezeichnet eine abgegangene Höhenburg in der Gemeinde Deuerling im Landkreis Regensburg.

Geschichte[Bearbeiten]

Als ehemaliger Burgherr kommt der um 1150 belegte Gozbertus des Wihensteten in Frage, ein Ministeriale des hier begüterten Bischofs von Bamberg. Der Ministerialiensitz gehörte zu einer größeren Anzahl ähnlicher Sitze in dieser Gegend, die alle im 13. Jahrhundert aufgegeben wurden.

Der Name Weihenstefen (Wihensteten) leitet sich von einer bereits im 16. Jahrhundert verfallenen Kapelle her. Deren Standort vermutet man oberhalb des heutigen Willibaldhäusels. Noch im 19. Jahrhundert sollen ihre Grundmauern sichtbar gewesen sein. Vielleicht stand sie in der Nähe des Burgstalls und gehörte zu dem spätestens im 17. Jahrhundert aufgegebenen Hof Weihenstetten.

Nur der exakt in den Fels eingetiefte Graben weist heute noch darauf hin, dass auf der Ostspitze eines Plateaus über dem Tal der Schwarzen Laber, zwischen Eichhofen und Hillohe, nur wenige hundert Meter südlich der Egelsburg, eine Spornburg gestanden haben könnte. Gebäudespuren sind auf dem felsigen und nach drei Seiten durch Steilwände und Abhänge gesicherten Areal nicht mehr zu erkennen. Es ist fraglich, ob die Anlage der Burg überhaupt über die ersten, allerdings sehr aufwändigen Schanzarbeiten hinaus gedieh.

Der Burgstall Weihenstefen ist ein Bestandteil der Regensburger Burgensteige. Unmittelbar benachbart, nur wenige 100 Meter entfernt, liegt der Burgstall Egelsburg, ebenfalls im heutigen Gemeindegebiet Deuerling.

Literatur[Bearbeiten]

  • Wanderkarte Burgensteige Teil I, Wandern im Land der Burgen, Flüsse und Felsen. Durch das Tal der Schwarzen Laber und das Naabtal

Weblinks[Bearbeiten]