Burgwallbach

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Burgwallbach ist ein Ortsteil der Gemeinde Schönau an der Brend und liegt im Herzen des Salzforstes, einem Waldgebiet im Naturpark Bayerische Rhön, 336 m über NN.

Burgwallbach
Kirche (Heinrich von Bibra)

Geschichte[Bearbeiten]

Die noch vorhandenen Ruinen sind Reste der kleinen Wasserburg Burg Wallbach. Um die Burg befand sich ehemals ein kleiner See (Flurname: Alter See)

Anfang des 14. Jahrhunderts sind die Ritter Brüder Heinrich und Margold Marschalk die ersten bekannten Besitzer von Burg und Gut Wallpach. Sie entstammen dem Geschlecht der Marschalk von Ostheim. Ihre Lehnsherren sind die Grafen von Henneberg, die wiederum den Fürstbischöfen von Würzburg untertan sind.

Im Jahr 1335 wird die Burg von Wallpach zum ersten Mal erwähnt.

Der Fürstbischof Albert II. von Hohenlohe (1345–1371) belagert im Jahr 1357 die Burg und zerstört sie, weil die Marschalks seinen Feinden Unterschlupf gewährten. Im gleichen Jahr schließt er mit den Marschalks einen Sicherungsvertrag, verleiht ihnen die Burg von neuem und erlaubt, sie wieder aufzubauen.

Die Marschalks von Wallpach nehmen im Jahr 1489 an den Kreuzzügen teil und machen sich anschließend in Tirol ansässig. In diesem Jahr verkauft Bernhard, Marschalk von Wallpach, die Burg samt allem zugehörigen Besitz an seinen Schwager, den Freiherren Anton von Bibra, für 1172 Gulden.

Kaiser Friedrich III. verleiht im anschließenden Jahr Blutbann, Halsgericht, Stock und Galgen in Ober- und Niederwalbach an Wilhelm von Bibra und dessen Bruder Anton. Wilhelm ist zu dieser Zeit Gesandter beim Papst in Rom. Innozenz VIII. verleiht ihm 1498 einen Indulgenzbrief für die neu erbaute Kirche. Papst Alexander VI. erneuert diesen Indulgenzbrief und übersendet Reliquien der Hl. Märtyrer Eugenius, Felix und Urban I. für die Kirche von Niederwallbach.

Mit sämtlichen anderen Gütern des Hans von Bibra werden auch die Burg und der Ortsteil Niederwallbach (an der S-Kurve) mit der Kirche im Jahr 1525 während des Bauernkrieges zerstört.

Heinrich von Bibra, der letzte der Burgwallbacher Linie, erbaut die jetzige Kirche in den Jahren 1571 und 1572.

Nach dem Tode Heinrichs von Bibra verlangt der Fürstbischof Julius im Jahr 1602 das Lehen zurück, weil die erbberechtigte Linie der Freiherren von Bibra zu Irmelshausen evangelisch ist. Bernhard von Bibra führt deswegen einen langwierigen Prozess gegen die Bischöfe zu Würzburg. (Dreißigjähriger Krieg) Endlich ergeht im Jahr 1681 das Urteil. In einem Vergleich wird den Fürstbischöfen Burgwallbach überlassen. Als Entschädigung bekommen die Bibras das Gut Brennhausen im Grabfeld.

Im Jahr 1790 wird die Burg endgültig zerstört, zum Abbruch freigegeben und als Steinbruch benutzt.

Am 1. Januar 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Burgwallbach in die Nachbargemeinde Schönau an der Brend eingegliedert.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 741.

Weblinks[Bearbeiten]

50.35805555555610.109722222222Koordinaten: 50° 21′ 29″ N, 10° 6′ 35″ O