Buriram (Provinz)

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Buriram
จังหวัดบุรีรัมย์
Siegel der Provinz Buriram
Statistik
Hauptstadt: Buriram
Tel.vorwahl: 044
Fläche: 10.393,9 [1] km²
17.
Einwohner: 1.546.784 [1] (2009)
6.
Bev.dichte: 149 E/km²
28.
Gouverneur: Aphinan Chanthrangsi
Karte
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Über dieses Bild
Wasser-Reservoir bei Mueang Pho, Amphoe Huai Rat in der Provinz Buriram

Buriram (Thai: จังหวัดบุรีรัมย์) ist eine Provinz (Changwat) in der Nordostregion von Thailand, dem so genannten Isaan. Gouverneur der Provinz ist Herr Aphinan Chanthrangsi (Thai: นายอภินันท์ จันทรังษี)[2]. Senator für die Provinz Buriram ist Herr Thaweesak Khidbanjong. [3]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Die Provinz liegt im südlichen Teil des Khorat-Plateaus an der Grenze zu Kambodscha. Hier befinden sich zahlreiche erloschene Vulkane. Im Süden erheben sich die Phanom Malai-Berge, die eine natürliche Grenze zu Kambodscha bilden.

Etwa 60 % der Fläche der Provinz wird landwirtschaftlich genutzt, 5 % ist Waldgebiet.

Benachbarte Provinzen und Gebiete:
Norden Khon Kaen und Maha Sarakham
Osten Surin
Süden Sakaeo und Landesgrenze zu Kambodscha
Westen Nakhon Ratchasima

[Bearbeiten] Wichtige Städte

Städte
Prakhon Chai Nang Rong Lahan Sai
Ban Kruat Pakham Phutthaisong
Non Din Daeng Khu Mueang Satuek

[Bearbeiten] Wichtige Flüsse

[Bearbeiten] Klima

Das Klima ist tropisch-monsunal, mit sommerlichen Temperaturen um 37 °C und winterlichen Nachttemperaturen von 8 °C.

[Bearbeiten] Geschichte

Die Gegend von Buriram war während der Herrschaft der Khmer offenbar eine wichtige Provinz, die zahlreichen sehr schönen Tempelanlagen legen davon noch heute Zeugnis ab. Zwischen dem frühen 9. und dem 13. Jahrhundert regierte hier die Dynastie von Madharapura[4]. Im Zuge der Verdrängung der Khmer aus dem heutigen Staatsgebiet von Thailand im 13. und 14. Jahrhundert fiel Buriram an das Königreich Ayutthaya.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Bedeutung

Gross Provincial Product der Provinz Buriram 1995 bis 2010

Die Provinz Buriram hat insgesamt 951 Feuchtgebiete mit einer Fläche von 564,3 km², die mehr oder weniger intensiv für die Landwirtschaft genutzt werden[5]. Die wesentliche Einnahmequelle ist der Reisanbau. Daneben werden Rinder und Wasserbüffel gezüchtet sowie Jute, Seide und Tapioka hergestellt bzw. angebaut.

Im Zuge der Asienkrise 1997 wurde auch die Wirtschaft der Provinz Buriram betroffen, allerdings nicht alle Sektoren gleichmäßig. Die Auswirkungen waren jedoch erst im Jahr 1999 und 2000 zu bemerken, das Gross Provincial Product (GPP) fiel in diesen Jahren unter den Stand von 1995 zurück. Danach erholt sich das GPP langsam wieder. Siehe auch nebenstehende Grafik.[6]

Im Jahr 2010 betrug das Gross Provincial Product 60.090 Millionen Baht, dass GPP pro Kopf lag 2010 bei 36.384 Baht.[6]

[Bearbeiten] Gross Provincial Product zwischen 1995 und 2000

Das Gross Provincial Product vor, während und nach der Asienkriese 1997 (zu aktuellen Marktpreisen).

1995 1996 1997 1998 1999 2000
23.067 Mio. Baht 25.518 Mio. Baht 25.965 Mio. Baht 27.145 Mio. Baht 28.569 Mio. Baht 25.111 Mio. Baht

Daten vom Office of the National Economic and Social Development Board:[6]

[Bearbeiten] Daten

Die unten stehende Tabelle zeigt den Anteil der Wirtschaftszweige am Gross Provincial Product in Prozent.

Wirtschaftszweig 2006 2007 2008
Landwirtschaft 22,0 23,2 21,9
Industrie 12,6 12,2 13,4
Andere 65,4 64,6 64,7

Alle Angaben in % [7]

[Bearbeiten] Beschäftigung

In der Provinz Buriram leben und arbeiten die Menschen noch hauptsächlich im landwirtschaftlichen Umfeld, so arbeiteten im Jahr 1990 88,6 % aller über 15 jährigen im landwirtschaftlichen Bereich und auch 10 Jahre später im Jahr 2000 waren es mit 84 % gerade mal knapp 5 % weniger.[8]

Die Stellung im Erwerbsleben in % sah im Jahr 2000 wie folgt aus: 0,4 % waren Arbeitgeber, 33,5 % waren Eigenständig, 17,4 % waren Angestellte und ganze 48,7 % waren unbezahlte mithelfende Familienangehörige.[8]

[Bearbeiten] Staudämme

  • Lam Nang Rong – Staudamm südwestlich der Provinzhauptstadt Buriram bei dem Dorf Ban Non Din Daeng, Amphoe Non Din Daeng: der 23 m hohe und 1.500 Meter lange Damm dient der Bewässerung der Felder in der Umgebung.[9]

[Bearbeiten] Verkehr

[Bearbeiten] Flugverkehr

  • Flughafen Buriram (Thai: ท่าอากาศยานบุรีรัมย์; ICAO-Code: VTUO)

Der Flughafen liegt etwa 30 Kilometer nordöstlich vom Stadtzentrum von Buriram entfernt und ist per Taxi oder Tuk Tuk zu erreichen.

[Bearbeiten] Bahnverkehr

Die Provinz Buriram hat mehrere Bahnhöfe, diese werden durch die Nordostlinie Bangkok - Ubon Ratchathani der SRT verbunden:

Bahnhöfe
Lam Plai Mat Thamen Chai Ban Salaeng Phan
Ban Nong Tat Buriram Ban Tako
Huai Rat Krasang Nong Teng

Des Weiteren verbindet die Nordostlinie Buriram mit Nakhon Ratchasima im Westen und Surin im Osten

[Bearbeiten] Busverkehr

Es gibt mehrere Fernbusbahnhöfe in der Provinz Buriram

  • Buriram Bus Terminal
  • Nangrong Bus Terminal

[Bearbeiten] Bildung

Die Provinz Buriram verfügte 2006 über 874 Schulen mit 13.064 Lehrern und 297.637 Schülern.[10] Laut NSO besuchten 1990 nur 42,4 % und 2000 nur 58,9 % der 6-24 Jährigen die Schule.[8]

[Bearbeiten] Bildungseinrichtungen

[Bearbeiten] Universitäten

  • Buriram Rajabhat Universität (Thai: มหาวิทยาลัยราชภัฎบุรีรัมย์) [11]
  • Ramkhamhaeng Universität - Regional Campus (Thai: มหาวิทยาลัยรามคำแหง)[12]

[Bearbeiten] College

  • Buriram Polytechnic College
  • Buriram Agriculture and Technology College
  • Buriram Technical College
  • Buriram Agriculture College
  • Satuek Industrial and Community Education College
  • Nangrong Industrial and Community Education College
Buriram Krankenhaus

[Bearbeiten] Gesundheit

In der Provinz gibt es 26 Krankenhäuser mit 163 Ärzten, 1137 Krankenpfleger, 1.745 Krankenhausbetten, dazu kommen 42 Zahnärzte. (Stand 2006)[10]

[Bearbeiten] Gesundheitseinrichtungen

  • Buriram Krankenhaus
  • Akkachon Buriram Krankenhaus
  • Nangrong Krankenhaus
  • Nai Phaet Surachet Krankenhaus
  • Satuek Krankenhaus

[Bearbeiten] Bevölkerung

[Bearbeiten] Demografie

Im Jahr 1990 zählte die Provinz Buriram 1.357.100 Mio. Einwohner, zehn Jahre später waren es 1.493.400 Mio. Einwohner, mit einem durchschnittlichen Alter von 27,3 Jahren. Die 1.4 Mio. Einwohner teilten sich 2000 in 351.500 Haushalte mit einer Haushaltsgröße von Durchschnittlich 4,2 Personen, 5,3 % der Haushalte waren Single-Haushalte.[8] 2000 lebten etwa 14 % der Menschen in Stadtgebieten, der größte Anteil lebte in Buriram, Nangrong und Lam Plai Mat.[8]

Etwa 94 % der Haushalte von Buriram besaßen 2000 ihr eigenes Heim, 89,7 % hatten einen eigene Fernseher jedoch nur 38,7 % kochten mit gas oder elektrischen Herde. Die Sanitäre Anbindung und (Trink-) Wasseranschluß waren bei rund 93 & der Haushalte vorhanden.[8]

Die Bevölkerungsaufteilung nach Altersklassen ist in der Klassen von 0 bis 35 Jahren mit einem Anteil je weiter unterteilten Altersklasse von 8,5 & bis 9,1 % weitgehend homogen, anders sieht dies in den höheren Altersklassen aus, der Anteil der 50-54 jährigen beträgt nur noch 4,8 % und der der 70-74 jährigen nur noch 1,6 % der Gesamtbevölkerung der Provinz Buriram.[8]. Die Altersklassen sind jeweils in 5 Jahreszyklen aufgeteilt. Auch die Aufteilung nach Geschlechtern ist weitgehend homogen, in der Provinz lebten im Jahr 2000 744.910 Personen männlichen Geschlechts und 748.449 Personen weiblichen Geschlechts. Dies kann sowohl auf die Städte als auch auf die ländlichen Gebiete reflektiert werden. Auch in Bezug auf die verschiedenen Landkreise gibt es keine ausschlagenden Abweichungen.[8]

[Bearbeiten] Ethnien und Dialekte

Die Provinz Buriram beherbergt eine Reihe verschiedener Volksgruppen: Thai Khmer, Laoten, Thai Korat und Suay. Dementsprechend gibt es unterschiedliche Dialekte: Thai Isaan (Lao), Thai Khmer (Khmer), Thai Korat (Korat Akzent), Thai Suay (Suay). [10] Etwa 28 % der Bevölkerung in Buriram sprechen Thai Khmer und nur ca. 0,1 % sprechen Isaan[8]

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Phanom Rung
Phanom Rung
Prasat Hin Mueang Tam
  • Prasat Hin Khao Phanom Rung (ปราสาทหินพนมรุ้ง) – gewaltiger und sehr schöner Felstempel aus dem 12. Jahrhundert auf einem 400 m hohen erloschenen Vulkankegel mit einem herrlichen Blick auf die flache Landschaft bis nach Kambodscha; die Anlage wird als „Angkor Wats kleiner Bruder“ bezeichnet. Ein Tempelfest findet jeden April statt.
  • Prasat Hin Mueang Tam (ปราสาทเมืองต่ำ) – unweit von Phanom Rung gelegen, stammt aus dem 11. Jahrhundert und hat im Khmer-Stil gemeißelte Türstürze sowie eine Laterit-Mauer.
  • Khao Kradong (วนอุทยานเขากระโดง) – große Buddhafigur auf einem Berg, ca. 15 km außerhalb der Provinzhauptstadt.
  • Tao Sawai/Tao Nai Chian – Brennöfen aus dem 9. bis 12. Jahrhundert in einer alten Khmersiedlung (in Amphoe Ban Kruat)
  • Prang Ku Suan Daeng (ปรางค์กู่สวนแตง) – in Amphoe Phutthaisong, 3 Khmer-Prangs aus Ziegel und Mörtel mit kunstvoll geschnitzten Türen, die Episoden aus dem Ramakien darstellen
  • Pet Thong Grotte im Landkreis Pakham
  • Phra Mahathat Srithamenchai im Landkreis Lam Plai Mat, eine Replica des Prathat Phanom
  • Waldpark Phu Khao Fi Kradong
  • Wildschutzgebiet Dong Yai
  • Nationalparks:

[Bearbeiten] Wappen

Das Wappen der Provinz zeigt den berühmten Sandsteintempel Phanom Rung, der einen Hinduschrein der Shiva-Anhänger aus dem 9. bis 12.Jahrhundert trägt. Der Schrein war nach der Unterwerfung der Khmer durch das Königreich Ayutthaya nicht mehr in Gebrauch und wurde später als Geschichtspark eröffnet.

Die lokale Blume ist der Yellow Cotton Tree (Cochlospermum regium) im thailändischen Fai Kham oder Supanika aus der Gattung der Schneckensamenbäume und der lokale Baum ist die Rosenkassie (Cassia grandis).[13]

Der Wahlspruch der Provinz Buriram lautet:

„Die Stadt mit uralten Schlössern,
Wunderschöne Thai-Seide wird von den Leuten gewebt,
Auf dem Land finden sich Vulkane,
Reich an unterschiedlichen Kulturen rundherum.“

[Bearbeiten] Verwaltungseinheiten

Übersichtskarte der Amphoe von Buriram

Die Provinz Buriram ist in 23 Landkreise (Amphoe) gegliedert. Die Landkreise sind weiter unterteilt in 188 Gemeinden (Tambon) und 2.546 Dörfer (Muban).[14] Die administrative Organisation der Provinz Buriram hat die Buriram Provincial Administration Organization, deren Präsidentin ist Karuna Chitchop. [15]

Nr. Amphoe Thai   Nr. Amphoe Thai   Nr. Amphoe Thai
1. Mueang Buriram (อำเภอเมืองบุรีรัมย์) 9. Phutthaisong (อำเภอพุทไธสง) 17. Non Suwan (อำเภอโนนสุวรรณ)
2. Khu Mueang (อำเภอคูเมือง) 10. Lam Plai Mat (อำเภอลำปลายมาศ) 18. Chamni (อำเภอชำนิ)
3. Krasang (อำเภอกระสัง) 11. Satuek (อำเภอสตึก) 19. Ban Mai Chaiyaphot (อำเภอบ้านใหม่ไชยพจน์)
4. Nang Rong (อำเภอนางรอง) 12. Pakham (อำเภอปะคำ) 20. Non Din Daeng (อำเภอโนนดินแดง)
5. Nong Ki (อำเภอหนองกี่) 13. Na Pho (อำเภอนาโพธิ์) 21. Ban Dan (กิ่งอำเภอบ้านด่าน)
6. Lahan Sai (อำเภอละหานทราย) 14. Nong Hong (อำเภอหนองหงส์) 22. Khaen Dong (กิ่งอำเภอแคนดง)
7. Prakhon Chai อำเภอประโคนชัย 15. Phlapphla Chai (อำเภอพลับพลาชัย) 23. Chaloem Phra Kiat (อำเภอเฉลิมพระเกียรติ)
8. Ban Kruat (อำเภอบ้านกรวด) 16. Huai Rat (อำเภอห้วยราช)

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. a b Official Paper Buriram Province (Thai; MS Word; 1,9 MB)
  2. Official Page Buriram (Thai)
  3. Senatoren (PDF; 763 kB)
  4. Higham (2004), S. 263.
  5. Edmund J. V. Oh, Blake D. Ratner, Simon Bush, Komathi Kolandai und Terence Y. Too (Hrgg.): Wetlands Governance in the Mekong Region : country reports on the legal-institutional framework and economic valuation of aquatic resources. 2005. (PDF; 4,7 MB)
  6. a b c Office of the National Economic and Social Development Board: Gross Regional and Provincial Product 2009, Gross Regional and Provincial Product 2009: Komplette Daten als zip., Provincial Product 2010: Komplette Daten als zip
  7. Thailand in Figures (2011), S. 323
  8. a b c d e f g h i NSO: Key indicators of the population and housholds (englisch)
  9. Informationen über den Staudamm des Royal Irrigation Department
  10. a b c Chatpramon Pootichan (2009): Poverty and income inequality amond agricultural households in Buriram Provinces (Dissertation, englisch)
  11. Offizielle Website der Universität
  12. Offizielle Website der Universität (Regional Campus)
  13. Official Page Buriram (Thai)
  14. Official Paper Buriram Province (Thai; MS Word; 1,9 MB)
  15. Website der BPAO Präsidentin der BPAO

[Bearbeiten] Literatur

  • Charles Higham: Encyclopedia of Ancient Asian Civilizations. New York: Facts on Files 2004.
  • Thailand in Figures. 13. A. Nonthaburi: Alpha Research 2011. ISBN 9786167526034.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Buriram – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

14.994166666667103.10222222222Koordinaten: 15° N, 103° O