Burkard Hillebrands

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Burkard Hillebrands, 2010

Burkard Hillebrands (* 1957) ist Experimentalphysiker und Professor für Physik an der Technischen Universität Kaiserslautern und Leiter der dortigen AG Magnetismus[1].

Akademische Karriere[Bearbeiten]

Burkard Hillebrands studierte von 1977 bis 1982 Physik an der Universität zu Köln und promovierte dort 1986. Nach einem Postdoc Aufenthalt am Optical Sciences Center an der University of Arizona (USA), arbeitete Hillebrands von 1988 bis 1994 am 2. Physikalischen Institut der RWTH Aachen. Dort habilitierte er 1993 mit seiner Arbeit "Brillouin light scattering in artificially layered magnetic structures". 1994 folgte er dem Ruf an das Physikalische Institut der Universität Karlsruhe, wechselte 1995 als Professor an die Universität Kaiserslautern. Von September 2006 bis August 2014 war er dort zudem Vizepräsident für Forschung, Technologie und Innovation. Im Jahr 2005 wurde er mit einem IEEE Magnetics Society Distinguished Lecturer Award [2] ausgezeichnet. Hillebrands ist Fellow des Institute of Physics (Großbritannien), der American Physical Society [3] und des Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE)[4]. Seit 2010 ist er Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur zu Mainz [5].

Forschung[Bearbeiten]

Das Forschungsgebiet von Burkard Hillebrands ist die Magnetoelektronik. Im Speziellen arbeitet er zur Spindynamik und zu Materialeigenschaften ultradünner magnetischer Filme und Vielschichtsysteme. Auf dem Gebiet der Spindynamik forscht er vor allem an dynamischen magnetischen Anregungen in definierten magnetischen Strukturen, an der Ausbreitung linearer und nichtlinearer Spinwellen, an Magnonengasen, Magnonenkristallen und magnetischen Schaltern. Spezielles methodisches Interesse hat Hillebrands an der Raum-, Zeit und Phasen-aufgelösten Brillouin Lichtstreuungs-Spektroskopie und an Zeit-aufgelösten Kerr Effekten.

Publikationen[Bearbeiten]

Hillebrands hat neben Patenten[6][7] und Buchbeiträgen mehr als 380 Publikationen in referierten internationalen Zeitschriften veröffentlicht.[8] Zudem ist er Mitherausgeber der Springer TAP Buchreihe "Spin Dynamics in Confined Magnetic Structures"[9][10].

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Magnetism Group of University Kaiserslautern
  2. Magnetics Society Distinguished Lecturers for 2005 Dynamics in magnetic micro- and nanostructures
  3. Hillebrands officially nominated as APS Fellow
  4. Isabel Sattler: Prof. Dr. Burkard Hillebrands zum IEEE-Fellow ernannt, in: Uni Spectrum (TU Kaiserslautern Hrsg.), Februar 2010, S. 48
  5. Prof. Dr. Burkard Hillebrands ist neues Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur zu Mainz, in: Informationsdienst Wissenschaft vom 28. Juni 2010, abgerufen am 29. Juni 2010
  6. US 2004/0023064 A1 Wheatstone bridge containing bridge elements, consisting of a spin-valve system and a method for producing the same
  7. US 2004/6674662 B1 Magnetoresistive random access memory and method for reading writing digital information to such a memory
  8. Hillebrands Publikationen bei Researcher ID
  9. mit Andre Thiaville: Spin Dynamics in Confined Magnetic Structures I, Springer, Berlin, ISBN 3-540-20108-4
  10. mit Kamel Ounadjela: Spin Dynamics in Confined Magnetic Structures II, Springer, Berlin, 2002, ISBN 3-540-44084-4