Burkhard Schröder

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Burkhard Schröder (* 10. August 1952 in Holzwickede) ist ein Berliner Journalist und Schriftsteller. Er war von 2005 bis 2007 Chefredakteur des Medienmagazins Berliner Journalisten.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Schröder schreibt unter anderem für das Online-Magazin Telepolis und beschäftigte sich mit den Themen Netzkultur, Internet und Rechtsradikalismus. Eines seiner bekanntesten Bücher trägt den Titel Nazis sind Pop und ist im Espresso-Verlag erschienen. Zudem betreibt Schröder auf seiner Webseite das umfangreiche „Informationsportal Rassismus und Antisemitismus“ mit zahlreichen Links zu sowohl antifaschistischen und antirassistischen als auch zu rechtsradikalen und antisemitischen Webseiten. Er vertritt eine zensurfeindliche Position und befürwortet auch Links zu Websites, mit dessen Inhalt der Verlinkende politisch oder moralisch nicht einverstanden ist.

Schröders Buch Tron – Tod eines Hackers über den unter dem Pseudonym „Tron“ bekannt gewordenen Hacker Boris Floricic sorgte in der Hacker-Szene für Kontroversen. Während der damalige Sprecher des Chaos Computer Clubs Andy Müller-Maguhn und die Angehörigen des Toten die These vertraten, Floricic sei ermordet worden, legen Schröders Rechercheergebnisse wie die polizeilichen Ermittlungsergebnisse die Schlussfolgerung nahe, dass Floricic Selbstmord beging. Schröder warf Müller-Maguhn in diesem Zusammenhang vor, „abstruse Verschwörungstheorien“ zu verbreiten.[1]

Am 12. November 2008 durchsuchte die Berliner Polizei Schröders Wohnung und beschlagnahmte seinen Computer. Der Durchsuchungsbeschluss stützte sich auf den Verdacht eines Vergehens nach § 40 und § 52 Waffengesetz. Ihm wurde vorgeworfen, Anleitungen zum Bombenbau veröffentlicht zu haben.[2] Am 30. Juni 2009 sprach ihn das Amtsgericht Berlin-Tiergarten frei. Die Staatsanwaltschaft legte Berufung ein, nahm diese aber später zurück. Der Freispruch wurde im Oktober 2010 rechtskräftig. [3] [4]

Schröder ist Mitgründer des gemeinnützigen Vereins German Privacy Foundation (GPF). Die GPF informiert laut Satzung über sichere Kommunikation im Internet und will erreichen, dass die Themen Verschlüsselung und Anonymität im Netz besser und sachgerechter in den Medien dargestellt werden.

Burkhard Schröder ist Mitglied der Piratenpartei Deutschland.

[Bearbeiten] Werke

[Bearbeiten] Bücher

[Bearbeiten] Science Fiction

  • Das Einstein-Bose-Kondensat - erschienen im Juni 1997 im Isaac-Asimov-Magazin Nr. 49 unter dem Titel Cypherguerilla, Heyne Verlag
  • Brother - erschienen in der c't 3/2000
  • Eidolon - erschienen in der c't 17/2002
  • Salvaje - erschienen in ThunderYEAR2002

[Bearbeiten] Gemeinsam mit anderen Autoren

  • Klaus Farin, Henning Flad, Frauke Stuhl, Rainer Erb, Burkhard Schröder: Reaktionäre Rebellen: Rechtsextreme Musik in Deutschland. Tilsner Verlag, Bad Tölz 2001, ISBN 3-936068-04-6
  • Eine deutsche Karriere. In: Günter Grass, Daniela Dahn, Johano Strasser (Hrsg.): In einem reichen Land – Zeugnisse alltäglichen Leidens an der Gesellschaft. Steidl Verlag, Göttingen 2002, ISBN 3-88243-841-X

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Burkhard Schröder: Offener Brief an den Vorstand des Chaos Computer Club. 28. Dezember 1999.
  2. Harald Neuber: Berliner Justiz lässt Bombe platzen. In: Telepolis, 12. November 2008.
  3. Verstoß gegen das Waffengesetz: Berufung, blog Eintrag vom 11. August 2009
  4. Freispruch rechtskräftig, blog Eintrag vom 19. Oktober 2010
Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge