Burst Angel

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Seriendaten
Deutscher Titel Burst Angel
Originaltitel 爆裂天使
Bakuretsu Tenshi
Produktionsland JapanJapan Japan
Originalsprache Japanisch
Jahr 2004
Länge 24 Minuten
Episoden 24
Genre Action, Comedy, Science-Fiction
Produktion Naomi Nishiguchi, Takashi Imamoto, Toshi Hatanaka
Musik Masara Nishida
Erstausstrahlung 6. April 2004 auf Animax, Bandai Channel, TV Asahi
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
5. Juni 2007 - 27. Oktober 2007 auf Animax
Synchronisation

Burst Angel (jap. 爆裂天使, Bakuretsu Tenshi, dt. „Explosionsengel“) ist eine mit 24 Folgen abgeschlossene Anime-Fernsehserie die vom Studio Gonzo animiert wurde. Die Serie lief vom 6. April 2004 bis zum 21. September 2004 im japanischen Fernsehen und wurde auch als Manga adaptiert.

Handlung[Bearbeiten]

Das Tokio des Jahres 2050 ist zu einem Polizeistaat geworden, dennoch floriert die Kriminalität. In dieser Situation entsteht ein vierköpfiges Team, das im Auftrag des Syndikates agiert. Die familiär mit dem Syndikat verbundene Sei nimmt als Anführerin zuerst die überaus talentierte Hackerin Amy in ihr Team auf, die noch nicht über das Grundschulalter hinaus ist. Es folgen die beiden Mitarbeiterinnen fürs „Grobe“, Jo und Meg. Jo ist eine unerreichte Kämpferin, die im Falle eines Falles in ihren Mecha Django schlüpfen kann, um schwereren Gegnern zu begegnen. Meg ist mit ihr unzertrennlich verbunden, die beiden sind Freunde fürs Leben. Schließlich werben sie noch den jungen Kyōhei an, der bei ihnen als Koch arbeitet.

Die Gruppe um Sei sieht sich nun gehäuft mit außer Kontrolle geratenen Robotern konfrontiert. Zwischen den Vorfällen scheint es Verbindungen zu geben und alles deutet auf die Polizei, die sich RAPT nennt, als Drahtzieher hin, die ihren Einflussbereich auf ganz Japan auszubreiten versucht.

Charaktere[Bearbeiten]

Jo (Jo Carpenter, ihr Deckname als sie und Meg in das St. Luciana-Lyzeum eingeschleust werden ) (ジョウ, )

Die 17-jährige Jo wird auch Engel aus der Hölle genannt. Auf ihrem linken Arm erscheint bei Kämpfen oft ein lilafarbenes Zeichen, welches die Form von Flügeln hat. Jo ist ein eher in sich gekehrter Mensch, der sich nur für Horrorfilme zu begeistern scheint und im Kampf erst richtig aufgeht. Ihre beiden Desert Eagle beherrscht sie blind, und wenn es hart auf hart kommt, hat sie mit Django einen mächtigen Mecha auf ihrer Seite. Sie und Meg haben sich in New York kennengelernt, wo Jo und Meg nur überlebten, weil sie einander beigestanden haben. An die Zeit vor ihrem Treffen mit Meg kann sich Jo anfänglich überhaupt nicht erinnern, erst mit der Zeit wird unter anderem durch Rückblenden deutlich, wer Jo wirklich ist.

Meg (メグ, Megu)

Die 15 Jahre alte Meg ist die attraktive Partnerin von Jo. Sie ist gefräßig und immer fröhlich. Meistens benutzt Sie ebenfalls Feuerwaffen, nur in einer Episode werden Kung Fu kräfte in ihr geweckt, wodurch Sie das Team retten kann*. Sie ist mit Jo eng befreundet, als sie nach der Zerstörung ihres alten Hauses in ein neues ziehen freut sie sich wie ein Schneekönig, dass sie und Jo in einem Bett schlafen.

Amy (エイミー, Eimī)

Amy ist mit gerade einmal 11 Jahren das Nesthäkchen der Gruppe. Sie ist trotz ihres Alters eine begnadete Hackerin. Sonst ist sie frech und ziemlich aufgeweckt. In der Freakstadt Akihabara ist sie eine echte Berühmtheit.

Sei (セイ, Sei)

Sei ist 19 und Enkelin des Anführers der Triade des weißen Drachens. Sie fährt einen stark motorisierten Sportwagen mit Flügeltüren, hat hochwertiges technisches Equipment und ist so gut wie nie selbst im Einsatz. Sie besorgt Aufträge und versorgt Jo und Meg zusammen mit Amy mit wichtigen Informationen.

Kyohei (立場無 恭平, Kyōhei Tachibana)

Der 18-jährige Kyohei wird von Amy und Sei als Koch angeheuert. Doch gleich am ersten Tag wird er von Feinden entführt. Nachdem Meg ihn gerettet hat, hat er allerdings die Nase schon wieder voll von diesem Job. Sei kann ihn jedoch überreden und er bleibt, obwohl er immer wieder in aberwitzige und gefährliche Situationen gerät. Kyohei will mit seinem Job genug Geld verdienen, um in Frankreich eine Ausbildung als Konditor zu beginnen.

Nebencharaktere[Bearbeiten]

Leo (Leo Jinno)

Leo ist ein begnadeter Mechaniker, der Django gebaut hat und ihn repariert und wartet. Später zeigt sich, dass Leo ein sowohl was Mut als auch was Gefährlichkeit angeht nicht zu unterschätzender Kämpfer ist.


Ichimonji Hayao

Ichimonji tritt zwar nur sporadisch auf, doch ist er deshalb wichtig, weil er Informationen beisteuert, die aus der Handlung nicht direkt hervorgehen. So zum Beispiel, dass RAPT nicht nur mit übertriebener Härte gegen mutmaßliche Verbrecher vorgeht sondern durch RAPT Verhaftete häufig nicht vor Gericht gestellt werden, weil sie vorher ums Leben kommen.


Takane Katsu

Takane war früher Anführerin einer Frauen-Motorradgang. Mittlerweile ist sie jedoch Polizistin bei der Polizei von Osaka und Kobe. Sie ist kämpferisch, hat ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden und einen ausgeprägten Dickkopf. Wenn sie sich einmal etwas in den Kopf gesetzt hat, lässt sie sich davon kaum noch abbringen. Obwohl sie Polizistin ist, trägt sie weiterhin die Kluft ihrer Gang.


Marion

Marion ist genauso alt wie Jo, da sie ebenfalls ein Produkt des Geheimprojekts ist, dem Jo entflohen ist. Sie ist eine ebenbürtige Gegnerin. Obwohl Jo und Marion einen Kampf auf Leben und Tod führen, endet das Kräftemessen unentschieden, beide Kämpferinnen überleben den Kampf körperlich unversehrt.


Glenford

Glenford tritt erst am Ende der Serie auf, doch kommt ihm eine wichtige Rolle zu. Er verwandelt Tokyo in einen Polizeistaat; sein erklärtes Ziel ist ein Staat, in dem nur dumme Schafe leben, die man scheren kann. Vor allem solche, die keine Fragen stellen. Er ist die treibende Kraft, durch die die Handlung in Windeseile dem finalen Showdown entgegenstrebt.

Konzeption[Bearbeiten]

Die Serie vereint die actionlastigen Science-Fiction des Regisseurs Koichi Ohata, die seit der Serie M. D. Geist sein Markenzeichen ist, mit Einflüssen aus dem Western-Genre. So verhalten sich der Mecha wie auch Jo ähnlich den Helden der Western-Filme und nehmen häufig typische Cowboy-Posen ein. Die Handlung wird von den vier weiblichen Hauptcharakteren getragen, wobei auch Fanservice häufig vorkommt. [1]

Entstehung und Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Die Idee für die 24 Folgen umfassende Serie entstand im Animationsstudio Gonzo. Regisseur Koichi Ohata setzte das von Fumihiko Shimo geschriebene Drehbuch um. Die Charaktere wurde von Kanetoshi Kamimoto und Osamu Horiuchi entworfen, wobei Ugetsu Hakua die Konzept-Skizzen lieferte. Die künstlerische Leitung übernahmen Aki Makoto und Toshikazu Ishiwata.

In Japan wurde die Serie vom 6. April 2004 bis zum 21. September 2004 auf den Sendern Animax, Bandai Channel und TV Asahi übertragen und später auf DVD angeboten. Außerhalb Japans erschien die Serie in zahlreichen westlichen Ländern wie den Vereinigten Staaten, Frankreich oder Russland.

In Deutschland erschien der Anime vom 30. Mai bis 9. Dezember bei Panini Video auf sechs DVDs, sowie am 16. November 2007 als Boxset. Vom 5. Juni 2007 bis zum 27. Oktober 2007 wurde er vom Sender Animax ausgestrahlt. Eine Neuauflage als DVD- und Blu-ray-Boxset erfolgte am 4. Juli 2014 durch Nipponart.

Synchronisation[Bearbeiten]

Rolle Japanischer Sprecher (Seiyū) Deutscher Sprecher
Jo Akeno Watanabe Kordula Leiße
Meg Megumi Toyoguchi Britt Gülland
Amy Mikako Takahashi
Sei Rie Tanaka Ilya Welter
Kyohei Yūji Ueda Heiko Obermöller

Musik[Bearbeiten]

Die Musik der Serie wurde komponiert von Masara Nishida. Der Vorspanntitel ist Loosey von The Stripes und der Abspann wurde mit Under the Sky von cloudica unterlegt. Die Hintergrundmusik ist vom Soundtrack der Italo-Western beeinflusst.[1]

Adaptionen[Bearbeiten]

Manga[Bearbeiten]

Mit Originaltitel Bakuretsu Tenshi: Angel's Adolescence (爆裂天使Angel's Adolescence) erschien am 27. Juli 2004 ein Manga als Prequel zur Anime-Fernsehserie. Er wurde von Minoru Murao gezeichnet und erschien bei dem Verleger MediaWorks.

Nach einer Übersetzung ins Englische wurde der Manga im Herbst 2005 deutscher Fassung durch Planet Manga angeboten.

OVA[Bearbeiten]

Die OVA Burst Angel: Infinity (爆裂天使 -INFINITY-) erschien am 23. März 2007. An der Produktion waren im Wesentlichen die gleichen Personen beteiligt die an der Fernsehserie mitwirkten. Allerdings treten wesentlich weniger Charaktere auf. Sie besteht aus einer Folge die von einem Psychopath handelt, der sich daran befriedigt die Taten seines Cyborgs zu filmen. Nachdem er bereits Megs kleine Freundin Shierly ins Krankenhaus brachte, macht er in der Folge Jagd auf Meg.

Rezeption[Bearbeiten]

Laut der deutschen Fachzeitschrift Animania wird die Serie von den charakterlich sehr unterschiedlich angelegten weiblichen Hauptfiguren bestimmt. Dabei werde häufig auf Fanservice gesetzt, jedoch nicht so platt wie in anderen Produktionen. Insbesondere Jo und Django zeigten den Einfluss eines Western-Stils auf die Serie, der sich ebenso auf die Musik und die Umgebung auswirkte. Dabei unterstütze die Musik gut die Handlung und die Animationen seien teilweise auf hohem Niveau. Jedoch zeigten die Computergrafiken an manchen Stellen Schwächen, sodass die Serie nicht die Qualität erreicht, wie die vom Studio Gonzo zuvor produzierte Serie Last Exile. Die Handlung sei wenig hintergründig und auf Action ausgelegt, die Figur des Kyohei wirke deplatziert, er passe nicht in den Rest der Serie. Dennoch biete Burst Angel gute „Popcorn-Unterhaltung“.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Vier Engel in Tōkyō, Rezension in der AnimaniA 04/2005, S.10 ff.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Burst Angel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien