Burzenland
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Das Burzenland (rumänisch Ţara Bârsei, ungarisch Barcaság) ist ein historisches Gebiet im Südosten Siebenbürgens (heute in Rumänien), mit Braşov (dt. Kronstadt) als wichtigster Stadt. Nach dem Exodus der Siebenbürger Sachsen im 20. Jahrhundert hat es seine kulturelle Bedeutung weitgehend verloren.
Geographisch stellt das Burzenland eine Binnensenke innerhalb des Karpatenbogens dar und wird ungefähr von den Orten Feldioara (Marienburg) im Norden, Râşnov (Rosenau) im Südwesten und Prejmer (Tartlau) im Südosten begrenzt. Benannt ist es nach dem Bach Bârsa (dt. Burzen), der in den Olt mündet.
Im Jahr 1211 wurde das Burzenland vom ungarischen König Andreas II. als Siedlungsgebiet an den Deutschen Ritterorden gegeben, der dort mehrere Burgen errichtete. Nach nur 14 Jahren wurde der Orden jedoch wieder vertrieben, nachdem er geplant hatte, in dem Gebiet einen - von Ungarn unabhängigen - Ordensstaat aufzubauen.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Orte
- Bartholomae (Bartolomeu) (der nördliche Stadtteil von Braşov)
- Bienengärten (Stupini)
- Brenndorf (Bod)
- Heldsdorf (Hălchiu)
- Honigberg (Hărman)
- Kronstadt (Braşov)
- Marienburg (Feldioara)
- Neustadt (Cristian)
- Nußbach (Măieruş)
- Petersberg (Sânpetru)
- Rosenau (Râşnov) {frühere Schreibweise auch Rîşnov}
- Rothbach (Rotbav)
- Schirkanyen (Şercaia)
- Tartlau (Prejmer)
- Törzburg (Bran)
- Weidenbach (Ghimbav)
- Wolkendorf (Vulcan)
- Zeiden (Codlea)
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Literatur
- Martin Rill (Herausgeber): Das Burzenland. Städte, Dörfer, Kirchenburgen. Edition Wort und Welt, München 1999. ISBN 3-932413-03-2

