Bussang

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Bussang
Wappen von Bussang
Bussang (Frankreich)
Bussang
Region Lothringen
Département Vosges
Arrondissement Épinal
Kanton Le Thillot
Gemeindeverband Ballons des Hautes Vosges et la Source de la Moselle.
Koordinaten 47° 53′ N, 6° 51′ O47.8858333333336.8536111111111600Koordinaten: 47° 53′ N, 6° 51′ O
Höhe 568–1.221 m
Fläche 27,63 km²
Einwohner 1.528 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 55 Einw./km²
Postleitzahl 88540
INSEE-Code
Website http://www.bussang.com

Lage von Bussang im Département Vosges

Bussang (deutsch Büssing(en)) ist eine französische Gemeinde mit 1528 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Vosges der französischen Region Lothringen.

Geografie[Bearbeiten]

Quelle der Mosel bei Bussang

Bussang liegt im äußersten Südosten der Region Lothringen an der Grenze zum Elsass im Osten und zur Franche-Comté im Süden. Die Quelle der Mosel liegt im Gebiet der Gemeinde, die sich entlang des obersten Flusstales erstreckt. Umgeben ist der Ort von bewaldeten Mittelgebirgsgipfeln, die bis über 1200 m Höhe erreichen.

Die Route nationale 66 (E 512), die die Ortschaft durchquert, führt im Osten über den Pass Col de Bussang südöstlich nach Mülhausen (48 km) und im Nordwesten nach Remiremont (38 km).

Nachbargemeinden von Bussang sind Ventron im Norden, Fellering im Nordosten, Urbès im Osten, Saint-Maurice-sur-Moselle im Süden, Fresse-sur-Moselle im Westen sowie Le Ménil im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten]

Das obere Moseltal wurde bereits in römischer Zeit für die Passage von Metz nach Basel genutzt.

Bis 1420 waren die Ortschaften Bussang und Saint-Maurice-sur-Moselle unter dem Namen Visentine vereint, der noch bis 1767 als Name des Pfarrbezirkes fortbestand. Im Februar 1856 kamen Schwestern vom Konvent Saint-Esprit de Rouceux wegen einer Choleraepidemie in den Ort und gründeten ein Hospiz für Greise und Waisen.

Wirtschaftlich stützte sich die Entwicklung der Gemeinde nacheinander auf die Ausbeutung der einigermaßen bescheidenen Blei-, Kupfer- und Silbervorkommen. In jüngerer Zeit kamen die Textilindustrie und die Gewinnung von Mineralwasser hinzu. Bussang ist ein Thermalbad, auch wenn einige ältere Quellen wegen bakterieller Verunreinigung geschlossen werden mussten. Seit 2006 gibt es im Ort ein Spielcasino.

Der Industrielle Benjamin Pottecher, der sich in Bussang auf die Herstellung von Briefumschlägen spezialisiert hatte und einige Zeit Bürgermeister des Ortes war, führte in seinem Betrieb als einem der Ersten Frankreichs den Acht-Stunden-Tag ein.

Blick auf Bussang
Eglise Sainte-Barbe (Kirche der Heiligen Barbara) aus dem 18. Jahrhundert

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 2191 2231 2058 1917 1809 1777 1631

Wappen[Bearbeiten]

Das viergeteilte Wappen wurde 1907 von Benjamin Pottecher geschaffen und zeigt in jedem der Felder etwas für die Umgebung der Gemeinde Typisches: Ein Haus mit rotem Dach auf grünem Grund, eine silberne Forelle auf blauem Grund, eine grüne Tanne auf gelb und zwei grüne Berge vor gelb, zwischen denen sich ein Gewässer schlängelt.

Tourismus[Bearbeiten]

Durch die Lage in den Vogesen bietet die Umgebung viele Möglichkeiten für Wanderer und Kletterer. Im Winter werden Wintersportarten angeboten (Skilanglauf und Abfahrtskifahren sowie Rodeln), im Sommer Aktivitäten wie Gleitschirmfliegen, Klettern am Klettersteig oder auch Bungeejumping. Bussang liegt im Regionalen Naturpark Ballons des Vosges.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bussang – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien