Buttenwiesen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Buttenwiesen
Buttenwiesen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Buttenwiesen hervorgehoben
48.60452110.721463415Koordinaten: 48° 36′ N, 10° 43′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Dillingen an der Donau
Höhe: 415 m ü. NHN
Fläche: 60,23 km²
Einwohner: 5710 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 95 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86647
Vorwahl: 08274
Kfz-Kennzeichen: DLG, WER
Gemeindeschlüssel: 09 7 73 122
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 4
86647 Buttenwiesen
Webpräsenz: www.buttenwiesen.de
Bürgermeister: Norbert Beutmüller (FWU)
Lage der Gemeinde Buttenwiesen im Landkreis Dillingen an der Donau
Baden-Württemberg Landkreis Augsburg Landkreis Donau-Ries Landkreis Günzburg Aislingen Bachhagel Bächingen an der Brenz Binswangen Bissingen (Bayern) Blindheim Buttenwiesen Dillingen an der Donau Finningen Glött Gundelfingen an der Donau Haunsheim Höchstädt an der Donau Holzheim (bei Dillingen an der Donau) Laugna Lauingen (Donau) Lutzingen Medlingen Mödingen Schwenningen (Donau) Syrgenstein Villenbach Wertingen Wittislingen Ziertheim Zöschingen ZusamaltheimKarte
Über dieses Bild

Buttenwiesen ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau.

Marktplatz von Buttenwiesen

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Buttenwiesen gehört zur Region Augsburg. Die Gemeinde liegt im unteren Zusamtal.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde besteht neben dem Hauptort Buttenwiesen aus den Gemeindeteilen Almhof, Bartlstockschwaige, Beutmühle, Feldbach, Frauenstetten, Greggenhof, Hinterried, Illemad, Lauterbach, Ludwigsschwaige, Mayerhof, Neuweiler, Oberthürheim, Pfaffenhofen an der Zusam, Stehlesmühle, Unterthürheim, Vorderried und Wortelstetten.

Es existieren folgende Gemarkungen: Buttenwiesen, Frauenstetten, Lauterbach, Oberthürheim, Pfaffenhofen an der Zusam, Unterthürheim und Wortelstetten.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Burg Buttenwiesen war im 12. und 13. Jahrhundert im Besitz der Herren von Eberstall-Reisensburg und kam um 1270 an die Markgrafschaft Burgau, die bis in das frühe 19. Jahrhundert die Ortsherrschaft in Buttenwiesen innehatte. Der Ort Buttenwiesen war Sitz eines Oberen und Unteren Gerichts der zu Österreich gehörenden Markgrafschaft. Mit den Friedensverträgen von Brünn und Preßburg 1805 kam der Ort zu Bayern. Auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde wurden durch das Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinden Buttenwiesen, Frauenstetten, Lauterbach, Oberthürheim, Pfaffenhofen a.d.Zusam, Unterthürheim und Wortelstetten gebildet.

Ab Mitte der 1970er-Jahre wurden Überlegungen angestellt, im Ortsteil Pfaffenhofen an der Zusam ein Kernkraftwerk zu errichten. Der potentielle Standort wurde erst 1999 per Kabinettsbeschluss aufgegeben.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Frauenstetten, Lauterbach, Pfaffenhofen an der Zusam, Thürheim und Wortelstetten eingegliedert. Die Gemeinde Thürheim war erst zwei Jahre vorher, am 1. Januar 1976, durch den Zusammenschluss der ehemaligen Gemeinden Oberthürheim und Unterthürheim neu gebildet worden.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 4493 Einwohner[2]
  • 1970: 4490 Einwohner[2]
  • 1987: 4864 Einwohner
  • 2000: 5627 Einwohner
  • 2003: 5729 Einwohner
  • 2005: 5757 Einwohner
  • 2006: 5809 Einwohner
  • 2007: 5793 Einwohner
  • 2009: 5740 Einwohner
  • 2011: 5703 Einwohner
  • 2012: 5710 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Dieser Abschnitt bedarf einer Überarbeitung: Kommunalwahlen in Bayern 2014. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

Seit 2004 ist Norbert Beutmüller (Freie Wähler Buttenwiesen) Bürgermeister von Buttenwiesen. Er ist Nachfolger von Leo Schrell (als Bürgermeister auf Wahlvorschlag der CSU, jetzt FUW), der zum Landrat im Landkreis Dillingen an der Donau gewählt wurde. Im Juli 2010 wurde Beutmüller in einer Stichwahl mit 54,88 % der Wählerstimmen im Amt bestätigt.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Sitzverteilung im Buttenwiesener Gemeinderat (Gesamtsitze: 20)
Parteien u. Wählergruppen Sitze
2008
Freie Wählergruppe Lauterbach 4
Freie Wählergruppe Buttenwiesen 3
Freie Wählergemeinschaft Unterthürheim 3
Bürgervereinigung Pfaffenhofen 3
Freie Wählergruppe Wortelstetten-Neuweiler 2
Bürgerblock Frauenstetten-Hinterried 2
Wähler für Heimat, Landwirtschaft und Umwelt 1
Freie Wählergemeinschaft Oberthürheim 1
Bündnis 90/Die Grünen 1

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 5.812.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 3.704.000 €.

Wappen[Bearbeiten]

Ehemalige Synagoge
Teilansicht des Jüdischen Friedhofs

Wappenbeschreibung: „Durch eine eingeschweifte, fünfmal von Rot und Silber geteilte und mit einem goldenen Pfahl belegte Spitze gespalten, vorne in Silber ein durchgehendes schwarzes Tatzenkreuz, hinten in silbernem, schwarzgefugtem Mauerwerk eine schwarze spitzbogige Tür mit zwei linksangeschlagenen goldenen Volutenbändern.“

West-/Nordseite der Kirche Hl. Dreifaltigkeit
Ost-/Südseite der Kirche Hl. Dreifaltigkeit

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Katholische Pfarrkirche Heilige Dreifaltigkeit in Buttenwiesen
  • Synagoge und jüdischer Friedhof in Buttenwiesen
  • Filialkirche in Vorderried, mit Tonmadonna von Vorderried, um 1400 von einem unbekannten Meister geschaffen
  • Katholische Pfarrkirche St. Anna in Frauenstetten
  • Kapelle St. Stefan in Hinterrried
  • Katholische Pfarrkirche St. Stefan in Lauterbach, mit Pfarrhof, erbaut 1727/1728, einem alten Deutschherrensitz.
  • Katholische Pfarrkirche St. Nikolaus in Oberthürheim, erbaut 1596, mit barockem Kreuzweg aus dem abgebrochenen Kloster Fultenbach.
  • Katholische Pfarrkirche Maria Hilf in Unterthürheim
  • Thürlesberg, ehemalige Wohnburg des Minnesängers Ulrich von Thürheim und Stammburg dieses Adelsgeschlechtes
  • Pfarrkirche St. Martin in Pfaffenhofen an der Zusam, erbaut 1722 von Joseph Schmuzer aus Wessobrunn
  • Katholische Pfarrkirche St. Georg in Wortelstetten
  • Eisenbahnwaggon der Eisenbahnfreunde Buttenwiesen. Der Waggon steht am ehemaligen Bahnhof und ist jeden Donnerstag ab etwa 20 Uhr geöffnet

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab nach der amtlichen Statistik 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft zwölf, im Produzierenden Gewerbe 982 und im Bereich Handel und Verkehr 491 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 121 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1940. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe 18 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 141 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 4073 Hektar. Davon waren 3299 Ackerfläche und 771 Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten]

In Buttenwiesen gibt es die Ulrich-von-Thürheim-Volksschule Buttenwiesen und einen Teil der Hauptschule Wertingen, außerdem die Volkshochschule Zusamtal Wertingen-Buttenwiesen e. V. und fünf Kindergärten.

Verkehr[Bearbeiten]

Buttenwiesen liegt an der Staatsstraße 2027, die Wertingen mit Donauwörth verbindet.

Bis 1997 hatten Buttenwiesen und Frauenstetten einen Bahnhof an der Bahnstrecke Mertingen–Wertingen. Der Personenverkehr wurde allerdings schon 1981 eingestellt.

Im öffentlichen Nahverkehr wird Buttenwiesen durch folgende Linien des Augsburger Verkehrsverbunds bedient:

Buslinien nach Buttenwiesen
Verbund Linie Laufweg Bedienungshäufigkeit
AVV 404 Nordendorf (DB) - Ehingen - Buttenwiesen - Wertingen Montag bis Freitag 5 mal täglich, samstags und sonntags kein Verkehr
AVV 405 Mertingen (DB) - Buttenwiesen - FrauenstettenWertingen Montag bis Freitag 14 mal täglich. samstags und sonntags kein Verkehr

Außerdem ist zum Fahrplanwechsel im Dezember 2014 eine neue Buslinie mit folgendem Laufweg geplant:

Frauenstetten - Buttenwiesen - Höchstädt an der Donau (DB) - Dillingen an der Donau - Lauingen.[3]

Sonstiges[Bearbeiten]

Regenerative Energien[Bearbeiten]

Buttenwiesen ist eine Gemeinde mit Vorbildfunktion in Bezug auf erneuerbare Energien. So gibt es in der Gemeinde zwei Solarparks, vier Biogasanlagen, Bürgersolardächer auf allen geeigneten öffentlichen Gebäuden und drei Wasserkraftwerke. Außerdem gibt es ein preisgekröntes Konzept für eine Dreifachsporthalle, die eine Biomasseheizanlage hat.[4][5]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Buttenwiesen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 769 bis 771.
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatHertha Stauch: Neue Buslinie von Buttenwiesen direkt nach Höchstädt. Wertinger Zeitung, 26. November 2013, abgerufen am 25. Februar 2014.
  4. http://www.buttenwiesen.com/buttenwiesen/Buerger/Daten_Fakten.php?navid=21
  5. http://www.buttenwiesen.com/buttenwiesen/Buerger/Energie/Energie-Intro.php?navid=28