Butterfassturm

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Der Adolfsturm in Friedberg in Butterfass-Bauweise
Der Adolfsturm in Friedberg in Butterfass-Bauweise
Höchster Butterfassturm-Bergfried, Burg Rheinfels, 1607
Höchster Butterfassturm-Bergfried, Burg Rheinfels, 1607

Ein Butterfassturm ist ein zylindrischer, mit Wehrplattform und/oder Helm versehener Turmaufsatz, der die Turmobergeschosse beinhaltet und einen geringeren Durchmesser als der untere Turmbau hat. Wegen seiner Ähnlichkeit zu einem Butterfass wurde er danach benannt.

Butterfasstürme kamen im 14. Jahrhundert auf und sind meist Bergfriede von Burgen und städtischen Wehranlagen oder auch Warttürme. Sein Kampf- bzw. Verteidigungswert lag nur wenig höher als bei Türmen ohne Butterfassaufsatz, aber zumindest brachte er einen verbesserten und weiteren Ausblick. Der Hauptgrund für die Errichtung solcher Butterfasstürme war deshalb weniger strategischer als vielmehr symbolischer Natur.

Im Spätmittelalter entstanden im Gebiet Mittelrhein-Südhessen-Taunus auffällig viele Butterfasstürme. Beispiele für Butterfasstürme finden sich z. B. in Friedberg (Hessen) (Adolfsturm), Idstein (Hexenturm, Bergfried von Burg Idstein), Oberwesel (Ochsenturm) sowie auf der Marksburg oberhalb Braubach am Rhein, deren quadratischer Bergfried ein kleines Butterfasstürmchen als Aufsatz besitzt (1705 nach Brand entfernt, um 1905 erneuert). Einer der größten Türme mit einer Variante eines Butterfassturmaufsatzes ist der Runde Turm von 1453, Wahrzeichen der Stadt Andernach. Er besitzt einen achteckigen Turmaufsatz mit Steinhelm. Der höchste Bergfried einer Höhenburg mit Butterfassaufsatz war der 1797 zerstörte Bergfried von Burg Rheinfels über St. Goar am Rhein mit einer Höhe von 54 m[1].

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Quellen

  1. Burg Rheinfels nach W. Dilich
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