Bykiwnja

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Bykiwnja (ukrainisch Биківня, russisch Быковня, polnisch Bykownia) ist ein Wald im Stadtrajon Darnyzja im Osten der ukrainischen Hauptstadt Kiew. Hier befinden sich die Überreste von etwa 130.000 ermordeten Menschen aus der Zeit des Stalinismus.[1]

Die Gräber wurden Ende Juli 2006 vom polnischen Archäologen Andrzej Kola gefunden, in ihnen entdeckte er mehr als 5000 Uniformteile die er polnischen Armeeeinheiten zuordnen konnte. Ein namentliche Identifizierung gelang nur in 9 Fällen. Neben diesen Massengräbern fand man weitere Leichenüberreste von circa 300 italienischen Soldaten, die hier erschossen wurden, des Weiteren die Gräber von tausenden Sowjetsoldaten, die 1941 desertiert waren und deshalb vom sowjetischen NKWD erschossen wurden. Am 21. September 2012 wurde im Beisein des ukrainischen und polnischen Präsidenten eine neue, den Opfern des kommunistischen Terrors gewidmete, Gedenkstätte eröffnet.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Neue Zürcher Zeitung (online)
  2. http://www.welt.de/kultur/history/article109315797/Stalins-Golgatha-das-groesste-Massengrab-bei-Kiew.html

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bykiwnja – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

50.46666666666730.7Koordinaten: 50° 28′ 0″ N, 30° 42′ 0″ O