Céline Scheen

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Céline Scheen (* 1976 in Verviers) ist eine belgische Sopranistin.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Die in Plombières aufgewachsene Céline Scheen nahm bereits im Alter von fünf Jahren mit ihren Eltern an den Proben des örtlichen Kirchenchors teil, den ihr Vater leitete. Als Jugendliche besuchte sie das Konservatorium in Verviers, wo sie die Fächer Flöte und Gesang belegte. Ihr Jugendtraum war, eine französische Chansonsängerin zu werden. In Verviers begann sie mit dem Gesangsunterricht unter Annie Frantz. Ab 1996 besuchte sie das königliche Konservatorium Mons und erhielt dort erste Preise in den Fächern Konzert- und Operngesang in der Klasse von Marcel Vanaud. Anschließend setzte sie ihre Studien am Brüsseler Konservatorium fort.

Céline Scheen war in den Jahren 1994 bis 1996 Mitglied im Weltjugendchor und bereiste mit ihm Lateinamerika, Kanada, Estland, Litauen, Finnland und Schweden.

1998 erhielt sie die "Nany Philippart" Börse und konnte an der Brüsseler "Chapelle musicale Reine Elisabeth" ihre Studien fortsetzen. Anschließend besuchte sie während zwei Jahren die Guildhall School of Music in London bei Vera Rosza, die sie überzeugte sich der Alten Musik zu widmen. Außerdem besuchte sie Meisterkurse bei Jean-Paul Fouchécourt, Monique Zanetti und Helmut Deutsch.

Bekanntheit erlangte sie 1999, als sie mit Musica Antiqua Köln unter Reinhard Goebel für die Deutsche Grammophon an einer viel beachteten Aufnahme zu Gérard Corbiaus Film Le Roi Danse mitwirkte.

Seither hat sie in vielen Opernproduktionen mitgewirkt, so in den Rollen der Lucy in The Telephone, oder L'Amour à trois von Gian Carlo Menotti, Thérèse in Les mamelles de Tirésias von Francis Poulenc, als Frasquita in Carmen von Georges Bizet, in Mozarts Zauberflöte, als Grilletta in Lo Speziale von Joseph Haydn, als Zerlina in Mozarts Don Giovanni. Unter der Leitung von René Jacobs hörte man sie im Brüsseler Monnaie Theater in Glucks Alceste, Cavallis Eliogabalo und Mozarts Die Zauberflöte.

Als Konzertsängerin trat sie in Carl Orffs Carmina Burana, dem Requiem von Gabriel Fauré, der Krönungsmesse von Mozart, und in Bachs Johannespassion auf. Zu den Ensembles, mit denen sie zusammenarbeitete, gehören „Musica Antiqua Köln“, „Il Fondamento“, der „Ricercar Consort“ unter Philippe Pierlot, dem von Stéphanie de Failly gegründeten „Ensemble Clematis“ unter Leonardo García-Alarcón, ebenso mit dessen „Capella Mediterranea“, dem Ensemble „La Fénice“, dem La Cetra Barockorchester Basel unter Andrea Marcon oder dem Le Concert des Nations unter Jordi Savall. Seit 2010 arbeitet sie mit Christophe Rousset und seinem Ensemble „Les Talens Lyriques“ an Konzert- und Opernproduktionen [1][2] [3] [4].

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lebenslauf auf Bachcantatas.com
  2. Interview des belgischen Rundfunks RTBF (abgerufen am 20. April 2013)
  3. Kurzlebenslauf auf Styriarte.com (abgerufen am 2. Juni 2013)
  4. Lebenslauf auf Bachwoche.de (abgerufen am 2. Juni 2013)