César Luis Menotti
| César Luis Menotti | ||
Menotti im Juli 1977 |
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| Spielerinformationen | ||
|---|---|---|
| Geburtstag | 5. November 1938 | |
| Geburtsort | Rosario, Argentinien | |
| Position | Stürmer | |
| Vereine als Aktiver | ||
| Jahre | Verein | Spiele (Tore)1 |
| 1960–1963 1964 1965–1966 1967–1968 1968 1969 |
Rosario Central Racing Club Avellaneda Boca Juniors New York Generals FC Santos CA Juventus |
? (?) ? (?) 18 (6) ? (?) ? (?) ? (?) |
| Stationen als Trainer | ||
| 1970 ?–1973 1974–1983 1983-1984 1985 1987 1987–1988 1988 1991–1992 1993–1994 1996–1997 1997 1997–1999 2002 2005 2006 2007–2008 |
Newell's Old Boys CA Huracán Argentinien FC Barcelona Peñarol Montevideo Boca Juniors Atlético Madrid River Plate Mexiko Boca Juniors Independiente Sampdoria Genua Independiente Rosario Central Independiente Puebla FC UAG Tecos |
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| 1 Angegeben sind nur Liga-Spiele. | ||
César Luis Menotti (* 5. November 1938 in Rosario) ist ein ehemaliger argentinischer Fußballspieler und -trainer.
Er führte die argentinische Nationalmannschaft bei der WM 1978 im eigenen Land zum Titel. In seiner Heimat wird er El Flaco („der Dürre“) genannt.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Spielerkarriere
Der Sohn eines Arztes aus Rosario wuchs im Stadtbezirk Fisherton auf und begann mit dem Fußballspielen beim örtlichen Klub Unión América. Ab 1960 spielte er für den Erstligisten Rosario Central; sein Debüt in der argentinischen Primera División gab er am 3. Juli 1960 beim 3:1-Sieg gegen Boca Juniors. Vier Spielzeiten lang war er für das Team aus seiner Heimatstadt tätig, ehe er für eine Saison zum Racing Club nach Avellaneda ging. 1965 wechselte er zu Boca Juniors. Mit dem Hauptstadtteam gewann der im Sturm oder im offensiven Mittelfeld einsetzbare Spieler in seiner ersten Saison die Meisterschaft. Nach 1967 spielte er in den USA und in Brasilien, ehe er 1970 Trainer wurde.
[Bearbeiten] Trainerkarriere
Nach Trainerstationen bei den Newell's Old Boys in Rosario und bei CA Huracán, 1973 argentinischer Meister, wurde Menotti 1974 Trainer der argentinischen Nationalmannschaft, die er 1978 zum WM-Titel sowie zur WM 1982 in Spanien führte, wo er als Titelverteidiger jedoch nach zwei Niederlagen schon in der Zwischenrunde ausschied. Von 1983 bis 1991 war er bei verschiedenen Vereinen in Südamerika und in Europa tätig. So gewann Menotti mit dem FC Barcelona die Copa del Rey (1983), den spanischen Ligapokal (1983) und den spanischen Superpokal (1984). Anschließend fungierte er anderthalb Jahre als Trainer der Mexikanischen Nationalmannschaft. Nach weiteren Vereinsstationen kehrte er 2002 als Trainer zu seinem Heimatverein Rosario Central zurück. Zwischen August 2006 und Januar 2008 war Menotti wieder in Mexiko tätig; beim Erstligisten UAG Tecos in Guadalajara trat er am 7. Januar 2008 zurück.[1]
[Bearbeiten] Persönlichkeit
Menotti propagiert eine Philosophie des linken Fußballs, der sich nicht nur am Sieg, sondern auch an Schönheit und Ästhetik orientiert. Menotti: „Beim Fußball der Linken spielen wir nicht einzig und allein, um zu gewinnen, sondern um besser zu werden, um Freude zu empfinden, um ein Fest zu erleben, um als Menschen zu wachsen.“[2]
1978 verweigerte Menotti dem damaligen Präsidenten der Militärregierung Argentiniens, General Jorge Rafael Videla, nach dem Titelgewinn demonstrativ den Handschlag. In seiner Distanzierung von der Militärjunta, die die WM propagandistisch ausgeschlachtet hatte, ging er sogar noch weiter, indem er in einem Fernsehinterview den Titelgewinn mit den Worten „Meine Spieler haben die Diktatur der Taktik und den Terror der Systeme besiegt“ beschrieb. Andererseits hatte die Junta wahrscheinlich den Weg ins Finale geebnet, indem in der Zwischenrunde das Team aus Peru bestochen wurde – ein Vorgang, für den u. a. der britische Journalist Simon Kuper Indizien zusammengetragen hat.[3]
2009 erhielt César Luis Menotti für sein Engagement und seine gesellschaftliche Verantwortung den Walther-Bensemann-Preis der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur.
[Bearbeiten] Veröffentlichungen
- Cómo ganamos la Copa del Mundo. Buenos Aires 1978.
- Fútbol, juego, deporte y profesión. Buenos Aires 1980.
- Fútbol sin Trampa. Barcelona 1986.
[Bearbeiten] Literatur
- Der Mythos vom "linken Fußball" - In: Dietrich Schulze-Marmeling (Hg.). Strategen des Spiels. Verlag Die Werkstatt. Göttingen 2005, Seiten 203-213.
- Cesar Luis Menotti. Ball und Gegner laufen lassen; Irnberger, Harald; Werner Eichbauer Verlag, Wien, 2000
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ kicker online: Menotti wirft das Handtuch, www.kicker.de (7. Januar 2008)
- ↑ Zitiert nach: Schulze-Marmeling. Strategen des Spiels, Seite 212.
- ↑ Grant Farred: Long Distance Love: A Passion for Football. Temple University Press 2008, ISBN 9781592133741, S. 61 (eingeschränkte Online-Kopie in der Google Buchsuche-USA)
[Bearbeiten] Weblinks
- Biografie (spanisch)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Menotti, César Luis |
| KURZBESCHREIBUNG | argentinischer Fußballspieler und -trainer |
| GEBURTSDATUM | 5. November 1938 |
| GEBURTSORT | Rosario, Argentinien |