Cölestiner

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Die Cölestiner bildeten einen Orden innerhalb der römisch-katholischen Kirche, den Ordo Sancti Benedicti Coelestinensis, Ordenskürzel: OSBCoel, auch: Congregatio Coelestinensis.

Ruine Oybin, Gemälde von Caspar David Friedrich

Entstanden ist der Orden 1244 als eine Unterabteilung des Benediktinerordens, aus dem auch der Begründer des Ordens, Pietro del Morrone, der spätere Papst Coelestin V., stammt. Dieser beschloss, ein Leben als Einsiedler in den Abruzzen auf dem Berg Morrone (daher sein Name Pietro del Morrone) bei Sulmona zu führen. Einige Gleichgesinnte folgten ihm und bildeten dort eine geistliche Gemeinschaft, die 1263 durch Papst Urban IV. anerkannt und den Benediktinern inkorporiert wurde. Durch die große Popularität des späteren Papstes erhielt der Orden anfangs größeren Zulauf und Klöster entstanden vorwiegend im Königreich Sizilien. Ab 1300 förderte Philipp der Schöne in seiner Auseinandersetzung mit Bonifaz VIII. die Cölestiner in Frankreich. Von dort aus wurden Niederlassungen des Ordens in den Niederlanden und in Böhmen, z. B. auf dem Berg Oybin im Jahre 1366, gegründet. 500 Jahre später, im Jahr 1785, schloss das letzte Cölestinerkloster seine Pforten.

Ein bedeutender Inquisitor aus den Reihen der Cölestiner war Petrus Zwicker († 1403).

Literatur[Bearbeiten]

  • Joachim Göbbels: Cölestiner. I.C. (Damianisten). In: Lexikon des Mittelalters (LexMA). Band 3, Artemis & Winkler, München/Zürich 1986, ISBN 3-7608-8903-4, Sp. 9–11.
  • Karl Borchardt: Die Cölestiner. Eine Mönchsgemeinschaft des späten Mittelalters. Matthiesen Verlag, Husum 2006 (Historische Studien 488), ISBN 978-3-7868-1488-7

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Celestine order – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien