C-Peptid
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Das C-Peptid (engl. connecting peptide) ist Teil des Proinsulins und wird labordiagnostisch in erster Linie im Rahmen des Diabetes mellitus bestimmt.
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[Bearbeiten] Aufbau
Das C-Peptid besteht aus 31 Aminosäuren und verbindet die A-Kette mit der B-Kette des Proinsulins.[1] Bei der Umwandlung vom Proinsulin zum Insulin wird dieses enzymatisch abgespalten, um danach zusammen mit dem Insulin aus den β-Zellen des Pankreas ins Blut ausgeschüttet zu werden. Eine Wirkung im Organismus hat es nicht.
In medikamentös verabreichten Insulinen ist das C-Peptid nicht mehr vorhanden.
[Bearbeiten] Nachweis
Das C-Peptid kann labordiagnostisch im Serum oder Urin mittels eines enzymatischen Immunoassay nachgewiesen werden. Die Halbwertszeit des C-Peptid ist zehnmal länger als die des Insulins.
[Bearbeiten] Indikation
Das C-Peptid dient als Marker (Messwert) der Sekretion der β-Zellen des Pankreas. Im Rahmen eines Glukosebelastungstests kann die Reaktionsfähigkeit des Pankreas bestimmt werden.
[Bearbeiten] Interpretation
- Normalwerte in Abhängigkeit vom Labor
- 1,1 – 5,0 µg/l
- 30 – 60 Min nach Glukosebelastung: 4,0 – 8,0 µg/l
- erniedrigte Werte
- Diabetes mellitus Typ 1, z.B. auch LADA
- Diabetes mellitus Typ 2a
- Diabetes mellitus Typ 2b bei Sekundärversagen einer Sulfonylharnstoff
- erhöhte Werte
- Diabetes mellitus Typ 2b als Zeichen der Insulinresistenz
- Insulinom
- normale Werte bei klinisch nachgewiesenen Hypoglykämien
- Hypoglycaemia factitia im Rahmen eines Münchhausen-Syndroms (selten).
- Relation von C-Peptid zum Nüchtern-Blutzucker
Um die Insulinbedürftigkeit eines Diabetikers zu bestimmen, kann das Verhältnis von C-Peptid zum Nüchtern-Blutzucker (NBZ) bestimmt werden. Werte unter 11,7 sprechen für ein Sekundärversagen und die Notwendigkeit der Insulingabe.

- Glukosebelastungstest
Test zur Bestimmung der der Glukosestabilität. Hierfür wird nach intravenöser Bolusinjektion von Glukose (Traubenzucker) der Anstieg des C-Peptids gemessen. Bei einem fehlenden oder nur geringem Anstieg sind Schwankungen der Blutzuckerwerte trotz intensiver Therapie und guter Patientenmitarbeit (Compliance) wahrscheinlich.[2]
[Bearbeiten] Zusammenfassung
Der Insulinsekretionsmarker C-Peptid besitzt keine bekannte biologische Wirkung. Das Vorhandensein gibt jedoch Auskunft über den Stand einer Diabetes mellitus-Erkrankung. Die Menge ist direkt proportional zum ausgeschütteten Insulin. Bei einem Abfall unter den Normwert sollte eine Insulintherapie, wenn vielleicht auch nur niedrigdosiert, begonnen werden, da bei einer noch geringen Eigenausschüttung von Insulin Blutzuckerschwankungen weniger ausgeprägt sind. Insofern hat die Höhe des C-Peptid-Spiegels einen prognostischen Wert auf den Verlauf einer Diabetes mellitus-Erkrankung.
Beim Insulinom kann das C-Peptid als Tumormarker dienen.
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Quellen
[Bearbeiten] Literatur
- Roche Lexikon Medizin [Elektronische Ressource] 5. Auflage; Elsevier GmbH, Urban & Fischer Verlag; München/Jena 2003; ISBN 3-437-15072-3
- Gerd Herold: Innere Medizin. Köln 2007.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ P. E. Oyer u. a.: Studies on human proinsulin. Isolation and amino acid sequence of the human pancreatic C-peptide. In: J. Biol. Chem. Bd. 246, S. 1375–1386. PMID 5101771 (PDF; 2,3 MB)
- ↑ Analyseverzeichnis Labordiagnostik. Labor Krone, Bad Salzuflen - Medizinal-Untersuchungsstelle im Regierungsbezirk Detmold; Stichwort C-Peptid
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