C. J. Chenier

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C. J. Chenier Ross Bandstand, Edinburgh 1997

C. J. (Clayton Joseph) Chenier (* 28. September 1957 in Port Arthur, Texas) ist ein US-amerikanischer Zydeco-Musiker. Er wurde als „Kronprinz des Zydeco“ bezeichnet, die Krone gehörte seinem Vater, der verstorbenen Zydecolegende Clifton Chenier. Nach dessen Tod übernahm er seine Band, die „Red Hot Louisiana Band“, und setzte mit ihr die Tradition seines Vaters fort, ging aber auch über die Tradition hinaus.[1]

Leben[Bearbeiten]

Seine Jugend verbrachte er in Port Arthur, weit weg von seinem Vater, und so dauerte es lange, bis er mit der Zydecomusik in Kontakt kam. Chenier begann mit dem Klavierspielen, wechselte aber zum Saxophon. Er erhielt ein Stipendium und studierte Musik an der Texas Southern University. Sein Hauptinteresse galt aber dem Rhythm and Blues und dem Modern Jazz.[1]

1978 lud ihn sein Vater ein, in der Red Hot Louisiana Band Saxophon zu spielen. Als sein Vater 1985 erkrankte, stieg er auf das Akkordeon um und übernahm eine größere Rolle in der Band. Nach dem Tod seines Vaters übernahm er dessen Band. Daneben engagierte er sich aber auch in anderen musikalischen Projekten. So spielte er auf dem Album The Rhythm of the Saints und auf der folgenden „Born At The Right Time“-Tournee.

1992 trat Chenier beim vom Sender PBS verbreiteten Programm Austin City Limits auf und 1996 beim New Orleans Jazz and Heritage Festival. 1995 wurde das Album Too Much Fun vom Magazin Living Blues als bestes Zydecoalbum des Jahres nominiert, und in den großen Zeitungen standen Artikel über C. J. Chenier, so zum Beispiel in der Los Angeles Times, der Chicago Tribune, Billboard und der Blues Revue.[2] Chenier gewann 1997 den Living Blues Award und einen AFIM Indie Award für The Big Squeeze als bestes Zydecoalbum. Zu Auftritten bei verschiedenen Festivals kam es ebenso, wie zum Beispiel beim Chicago Blues Festival vor 60.000 Zuhörern.[2] 2004 war er Gastmusiker auf James Cottons Baby, Don't You Tear My Clothes, und 2006 erschien das bisher letzte Album The Desperate Kingdom of Love.

Diskografie[Bearbeiten]

  • 1988 Let Me in Your Heart Arhoolie
  • 1990 Hot Rod Slash
  • 1992 I Ain't No Playboy Slash
  • 1995 Too Much Fun Alligator Records
  • 1996 The Big Squeeze Alligator Records
  • 2001 Step It Up Alligator Records
  • 2006 The Desperate Kingdom of Love World Village[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c All Music Biographie von Craig Harris
  2. a b http://www.cvsmusic.org/ Biographie