C/O Berlin

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C/O Berlin im ehemaligen Postfuhramt

C/O Berlin, das Internationale Forum für Visuelle Dialoge, ist ein Ausstellungshaus für Fotografie im ehemaligen Postfuhramt in Berlin. Auf rund 2000 m² Fläche wurden hier wechselnde Ausstellungen bedeutender internationaler Fotografen gezeigt und durch Künstlergespräche, Vorträge und Führungen ergänzt. Seit 8. März 2013 sind die Ausstellungsräume im Postfuhramt geschlossen. C/O Berlin wird im Herbst 2013 im Amerika-Haus in Berlin-Charlottenburg wiedereröffnen.

Inhaltsverzeichnis

Hintergrund [Bearbeiten]

C/O Berlin ist seit dem 1. Januar 2013 eine gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts, die im Jahr 2000 als private Institution vom Fotografen Stephan Erfurt, dem Designer Marc Naroska und dem Architekten Ingo Pott gegründet wurde. In den ersten fünf Jahren befanden sich die Ausstellungsräume von C/O Berlin in einem ehemaligen Gießereigebäude an der Linienstraße 144, im Juni 2006 wurden sie in das Postfuhramt an der Oranienburger Straße verlagert. Nach dem Verkauf des Postfuhramts an die israelische Investorengruppe Elad, war für Herbst 2012 zunächst ein Umzug des C/O in die Atelierhäuser im Monbijoupark geplant.[1] Ein Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung zur Verpachtung des Geländes wurde jedoch zurückgezogen. Ende 2012 gab das C/O schließlich das Amerika-Haus in Charlottenburg als neuen Standort bekannt. Der Einzug ist für September 2013 vorgesehen.[2]

C/O als die postalische Abkürzung von „Care of“ ist Ausdruck der Internationalität und des privaten Engagements der Kulturinstitution.

Programm [Bearbeiten]

Ausstellungen [Bearbeiten]

C/O Berlin zeigt jährlich bis zu 15 Ausstellungen. In den letzten Jahren waren unter anderem die Werke international renommierter Fotografen wie Annie Leibovitz, Pierre et Gilles, Leonard Freed, Bettina Rheims, Sebastiao Salgado, Martin Parr, Thomas Hoepker, James Nachtwey, Anton Corbijn, Robert Mapplethorpe, Karl Lagerfeld, Weegee und Peter Lindbergh zu sehen. 2012 zeigte die Galerie Zeitlos schön-100 Jahre Modefotografie von Man Ray bis Mario Testino.

Bei insgesamt 78 Ausstellungen in den ersten elf Jahren waren 870.000 Besucher zu verzeichnen.[3]

Lectures [Bearbeiten]

Aktuelle Positionen und Fragestellungen aus den Bereichen Fotografie, Design und Architektur werden in bis zu vier moderierten Gesprächen pro Jahr vorgestellt und diskutiert. Hier haben in der Vergangenheit unter anderem Daniel Libeskind, René Burri, Isabelle Huppert, Jeff Wall, Karl Lagerfeld, Juergen Teller und Leonard Freed, Einblick in ihre Arbeit, persönliche Erfahrungen und Ansichten gegeben.

Nachwuchsförderung [Bearbeiten]

C/O Berlin organisiert unter dem Titel „Talents“ einen jährlich international ausgeschriebenen Wettbewerb für junge Gegenwartsfotografie und Kunstkritik. Jede der vier Einzelausstellungen pro Jahr wird von einem Ausstellungskatalog begleitet. Dank Kooperationen mit den Goethe-Instituten weltweit war „Talents" bisher auch in Stockholm, New York, Wellington und Santiago de Chile zu sehen. Zu den Gewinnern der vergangenen Jahre gehören unter anderen Tobias Zielony, Pepa Hristova und Stephen Waddel.

Unter dem Titel „Junior“ bietet C/O Berlin mehrmals im Jahr Workshops für Kinder an, die sich mit Themen aus den Bereichen Fotografie, Architektur und Design auseinandersetzen.

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Süddeutsche Zeitung vom 17. September 2011
  2. Galerie C/O Berlin zieht ins Amerika-Haus auf tagesspiegel.de, 17. Dezember 2012
  3. C/O Berlin in Zahlen (PDF; 37 kB) auf co-berlin.info. 11. Januar 2012

Weblinks [Bearbeiten]

52.52527777777813.392777777778Koordinaten: 52° 31′ 31″ N, 13° 23′ 34″ O