CDU in Niedersachsen

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CDU in Niedersachsen
Vorsitzender Logo
McAllister David 6154.jpgDavid McAllister  CDU logo.svg
Basisdaten
Gründungsdatum: 1968
Vorsitzender: David McAllister
Ehrenvorsitzende: Richard Langeheine
Wilfried Hasselmann
Stellvertreter: Elisabeth Heister-Neumann
Maria Flachsbarth
Hermann Kues
Schatzmeister: Martin Biermann
Generalsekretär: Ulf Thiele
Landesgeschäftsführer: Christian Meyer
Mitglieder: 65.605 (Stand: 2012)[1]
Website: www.cdu-niedersachsen.de

Die CDU in Niedersachsen ist der Dachverband der CDU-Landesverbände Braunschweig, Hannover und Oldenburg. Er wurde 1968 gegründet und hat derzeit etwa 67.700 Mitglieder.

Die ehemaligen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht (1976–1990), Christian Wulff (2003–2010) und David McAllister (2010–2013) kamen aus den Reihen der CDU in Niedersachsen.

Innere Struktur[Bearbeiten]

Gliederung[Bearbeiten]

Der Dachverband CDU in Niedersachsen gliedert sich in die drei Landesverbände Braunschweig, Hannover und Oldenburg.

Der Landesverband Hannover ist in die Bezirksverbände Elbe-Weser, Hannover, Hildesheim, Nordostniedersachsen, Ostfriesland und Osnabrück-Emsland gegliedert. Dem Bezirksverband Hannover gehört auch die CDU auf dem Gebiet des ehemaligen Landes Schaumburg-Lippe an. Die Landesverbände Braunschweig und Oldenburg sind faktisch den Bezirksverbänden des Landesverbandes Hannover weitgehend gleichgestellt. Sie bestanden aber aus Traditionsgründen darauf, sich weiter Landesverband nennen zu dürfen.

Landesverband Bezirksverband Vorsitzende(r)
Braunschweig Frank Oesterhelweg
Hannover Elbe-Weser Enak Ferlemann
Hannover Maria Flachsbarth
Hildesheim Eckart von Klaeden
Nordostniedersachsen Michael Grosse-Brömer
Osnabrück-Emsland Mathias Middelberg
Ostfriesland Reinhard Hegewald
Oldenburg Franz-Josef Holzenkamp

Organe[Bearbeiten]

Als oberstes Gremium des Dachverbandes CDU in Niedersachsen agiert der Landesparteitag, der die Mitglieder des Landesvorstandes sowie die Mitglieder des Landesparteigerichts wählt.

Der Landesvorstand entscheidet über die laufende Politik der CDU in Niedersachsen unter Beachtung der Beschlüsse des Landesparteitages.

Das Landesparteigericht entscheidet über satzungsrechtliche Fragen, Wahlanfechtungen, Parteiausschlussverfahren u. a.

Weiterhin bestehen Landesfachausschüsse und Arbeitskreise als Organe des Vorstandes.

Mitglieder[Bearbeiten]

Die CDU in Niedersachsen hat 67.731 Mitglieder (Stand: 2011). Damit ist sie die mitgliederstärkste Partei des Bundeslandes.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gründung des Landesverbandes Oldenburg erfolgte am 11. März 1946 in Oldenburg. Vorangegangen waren eine Reihe von lokalen Neugründungen. Der erste Kreisverband der Union war am 19. November 1945 noch unter dem Namen „Christlich-Demokratische Partei“ im Landkreis Vechta gegründet worden. Während der Parteiaufbau in Südoldenburg schnell erfolgte und die Partei auch bald nennenswerte Mitgliederzahlen erreichte, war die Situation im evangelischen Nordoldenburg schwerer. Hier hatte sich die „Demokratische Union“ als bürgerliche Sammlungspartei gebildet. Mit der Konsolidierung der Parteienlandschaft löste sich diese Partei Anfang 1946 auf. Die meisten Mitglieder schlossen sich der Union an, manche gingen zur FDP.

In Braunschweig wurde der Kreisverband für den Stadt- und Landkreis Goslar als erster Kreisverband am 25. Oktober 1945 gegründet. Im evangelischen Braunschweig waren die Voraussetzungen für die Union nicht so günstig, wie in den katholischen Ländern. Der am 7. Dezember 1945 gegründete Landesverband Braunschweig erreichte bei den ersten Wahlen knapp 30 % der Stimmen.

In der Provinz Hannover erfolgte die Gründung eines Landesverbandes am 18. November 1945. Bernhard Pfad wurde Landesvorsitzender. Der Landesverband Hannover schloss das ehemals eigenständige Schaumburg-Lippe ein.

1950 wurde eine lose Zusammenarbeit der drei Landesverbände zur „CDU in Niedersachsen“ vereinbart. Vorsitzende dieses Zusammenschlusses waren Adolf Cillien (1950–1960) und Otto Fricke (1960–1968). Ein Zusammenschluss zu einem einheitlichen Landesverband scheiterte vor allem am Widerstand des Landesverbandes Oldenburg. Dessen Landesvorsitzende Hermann Ehlers (1952–1954) und August Wegmann (1955–1965) bestanden auf der Selbstständigkeit ihrer „CDU Herzogtum Oldenburg“. Im Jahr 1968 erfolgte ein wirksamer Zusammenschluss zu einem Dachverband. Die Landesverbände traten weitgehende Rechte an den neuen Dachverband CDU in Niedersachsen ab, so dass sie faktisch mit den Bezirksverbänden der CDU Hannover gleichgestellt sind. Sie bestanden aber aus Traditionsgründen weiter darauf, sich Landesverband nennen zu dürfen.

Vorsitzende der CDU in Niedersachsen[Bearbeiten]

Jahren Vorsitzender
1968–1990 Wilfried Hasselmann
1990–1994 Josef Stock
1994–2008 Christian Wulff
2008– David McAllister

Ehrenvorsitzende[Bearbeiten]

Jahren Ehrenvorsitzender
1968–1972 Otto Fricke
1974–1995 Richard Langeheine
1990–2003 Wilfried Hasselmann

Fraktionsvorsitzende[Bearbeiten]

Jahren Vorsitzender
1959–1965 Alois Scherf
1965–1970 Bruno Brandes
1970–1976 Wilfried Hasselmann
1976–1982 Bruno Brandes
1982–1986 Werner Remmers
1986–1988 Josef Stock
1988–1994 Jürgen Gansäuer
1994–2003 Christian Wulff
2003–2010 David McAllister
2010– Björn Thümler

Landtagswahlergebnisse[Bearbeiten]

Landtagswahlergebnisse[2]
Jahr Stimmen Sitze
1947 19,9 % 30
1951 23,7 % 35
1955 26,6 % 43
1959 30,8 % 51
1963 37,7 % 62
1967 41,7 % 63
1970 45,7 % 74
1974 48,8 % 95
1978 48,7 % 83
1982 50,7 % 87
1986 44,3 % 69
1990 42,0 % 67
1994 36,4 % 67
1998 35,9 % 62
2003 48,3 % 91
2008 42,5 % 68
2013 36,0 % 54

Literatur[Bearbeiten]

  • Arnold Fratzscher: Die CDU in Niedersachsen: Demokratie der ersten Stunde; Niedersächsische Landeszentrale für politische Bildung, 1971.
  • Henning Krüger: 60 Jahre CDU-Fraktion im niedersächsischen Landtag; Hannover 2007.
  • Rolf Zick: Die CDU in Niedersachsen – eine Chronik; Sankt Augustin 2008.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [1]
  2. Ergebnisse der Landtagswahlen in Niedersachsen