Mitteleuropäisches Freihandelsabkommen
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Flagge der CEFTA |
|
██ CEFTA-Mitglieder
██ Ehemalige CEFTA-Mitglieder
|
|
| Mitglieder | Albanien Bosnien und Herzegowina Kosovo Kroatien Mazedonien Moldawien Montenegro Serbien |
| Präsidentschaft | Mazedonien |
| Größte Stadt | Belgrad, |
| Fläche | 298.148 km² |
| Bevölkerung | 30,01 Millionen |
| Bevölkerungsdichte | 100,6 Ew. pro km² |
| BIP/Einwohner | 7.675 $ |
| Zeitzonen | UTC +1 und +2 |
Das Mitteleuropäische Freihandelsabkommen, CEFTA (engl. Central European Free Trade Agreement), ist ein Freihandelsabkommen zwischen mehreren südosteuropäischen und osteuropäischen Staaten. Ziel des Abkommens ist der Abbau von Zöllen und nichttarifären Handelshemmnissen. Eine Teilnahme in der CEFTA gilt aufgrund der damit verbundenen Kriterien und Abkommen als Vorbereitung für einen möglichen Beitritt zur Europäischen Union.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Mitglieder
[Bearbeiten] Aktuelle Mitglieder
| Mitglied | Beitritt | BIP pro Kopf (Dollar) |
|---|---|---|
| 2002 | 10.675 (2007) | |
| 2006 | 3.426 (2007) | |
| 2007 | 3.209 (2007) | |
| 2007 | 3.306 (2007) | |
| 2007 | 1.600 (2007) | |
| 2007 | 1.054 (2007) | |
| 2007 | 3.593 (2005) | |
| 2007 | 4.790 (2007) |
Zum Vergleich: Wirtschaftsleistung pro Kopf in der
EU(25): 30.473 Dollar (2005)
[1] Da der Kosovo 2007 nicht von Serbien verwaltet wurde, hat die UNMIK für den Kosovo unterschrieben.
[Bearbeiten] Ehemalige Mitglieder
| Staat | Beitritt | Austritt * | |
|---|---|---|---|
| 1992 | 2004 | ||
| 1992 | 2004 | ||
| 1992 | 2004 | ||
| 2004 | |||
| 1996 | 2004 | ||
| 1997 | 2007 | ||
| 1998 | 2007 | ||
| * infolge des Beitritts zur Europäischen Union | |||
[Bearbeiten] Geschichte
Das Abkommen wurde am 21. Dezember 1992 von Polen, der früheren Tschechoslowakei und Ungarn im polnischen Krakau (Kraków) gegründet und trat im März 1993 in Kraft. Der Freihandelsvertrag stellt neben der seit 1960 existierenden Europäischen Freihandelszone (EFTA) und dem 1994 gegründeten Europäischen Wirtschaftsraum eines der wichtigsten Wirtschaftsabkommen innerhalb Europas dar.
[Bearbeiten] Entwicklung der Mitglieder
| 1992 | 2003 | 2007 |
|---|
[Bearbeiten] Jüngere Geschichte
Am 1. Januar 2007 wurde die CEFTA um die sogenannten „Westbalkan-Staaten“ und Moldawien erweitert. Dabei kam es zur Lockerung einiger Aufnahmekriterien. Als Beitrittskriterien galten für die neuen Staaten nicht mehr eine Mitgliedschaft in der Welthandelsorganisation (WTO) oder institutionalisierte Beziehungen zur EU, da etwa Bosnien-Herzegowina und Serbien weder Mitglieder der WTO sind, noch ein Stabilisierungs- und Assoziationsabkommen (SAA) mit der EU unterzeichnet haben.
Die Vertreter Kroatiens, Albaniens, Bulgariens, Moldawiens, Montenegros, Rumäniens, Mazedoniens und des Kosovo haben am 9. November 2006 in Brüssel den Vertrag zur Erweiterung der CEFTA paraphiert, Serbien am 15. Dezember. Bosnien-Herzegowina und Serbien hatten noch Vorbehalte und wünschten bessere Vertragsbedingungen als in einigen bisher bestehenden bilateralen Verträgen festgesetzt, insbesondere in Bezug auf gewisse landwirtschaftliche Produkte. Am 19. Dezember 2006 wurde der Vertrag ratifiziert, zu Neuverhandlungen betreffs der Vertragsbedingungen kam es hierbei nicht.
[Bearbeiten] Bedeutung der europäischen Perspektive
Die europäische Perspektive für die Staaten Südosteuropas gilt als wichtigstes Kriterium für die Entwicklung der gesamten Region und somit für die Erhaltung des Friedens in Europa. Die CEFTA soll politische Stabilität durch wirtschaftliche Zusammenschlüsse gewährleisten.
Langfristig ist auch die Aufnahme der Ukraine geplant.
[Bearbeiten] Siehe auch
- Westbalkan
- Europäische Freihandelszone (EFTA)
- Kooperationsrat für Südosteuropa
- Politische Architektur Europas
[Bearbeiten] Weblinks
- Wiener Zeitung - Eine neue Freihandelszone bis 2007
- Handelsverband CEFTA, Auch der Kosovo gehört wahrscheinlich zu den zukünftigen Mitgliedern, Die Presse
- Text des CEFTA-2006-Abkommens in en.
Albanien | Bosnien und Herzegowina | Kosovo (UNMIK) | Kroatien | Mazedonien | Moldawien | Montenegro | Serbien

