CNC-Drehmaschine
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Eine CNC-Drehmaschine ist eine Bauart der Drehmaschine, bei der sämtliche Bewegungen mit einem einspeicherbaren Programm gesteuert werden.
Eine CNC-Drehmaschine besitzt eine computer-numerische Steuerung (CNC).
Numerisch besagt, dass sämtliche Soll-Vorgaben der Steuerung in Zahlenform codiert mitgeteilt werden und im Arbeitsprozess mittels Regeleinrichtungen ständig verglichen werden:
- der Lage des Werkzeugs und die Geschwindigkeit seiner Spanungsbewegungen
- die Umdrehungsgeschwindigkeit und Lage der Spindel (und damit des Werkstücks)
Das erste C bedeutet Computerized und besagt, dass die Bearbeitungsinformationen in den Speicher der Steuerung eingelesen und ohne weitere Informations-Zufuhr immer wieder für die Bearbeitung eingesetzt werden können. Im Gegensatz dazu muss bei NC-Maschinen (Numerical Control) mit jeder Bearbeitung die Steuerungs-Information satzweise von einem äußeren Informationsträger (beispielsweise Lochstreifen) eingelesen werden.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Benutzung
Das Arbeiten an CNC-Drehmaschinen ist einerseits eine Arbeitserleichterung für den Maschinenbediener, da ein einmal eingespeichertes Programm immer wieder abgearbeitet wird, während ein Dreher an einer von Hand oder mechanisch gesteuerten (= Nicht-CNC-) Drehmaschine stets den Bearbeitungsvorgang beobachten und in ihn eingreifen muss. Andererseits ist das Arbeiten auch komplexer, weil während der Vorbereitung einer Arbeit, während des Rüstens oder Einrichtens gedanklich die Abläufe der späteren Arbeit vorausgedacht (und teils programmiert) werden müssen.
Lediglich einfache Funktionen wie die Kühlmittelzufuhr oder ein automatischer Werkzeugwechsel werden über eine SPS wirklich (d.h. ohne Rückkopplung) gesteuert..
[Bearbeiten] Vorteile
- sauberes Arbeiten
- Produktivitätssteigerung
- hohe Stückzahlen bei gleichbleibender Qualität
- Reduzierung des Werkzeugverschleißes (durch konstante Bedingungen)
- keine manuellen Eingriffe erforderlich (abgesehen von Werkzeugkorrekturen)
- konstante Fertigungszeiten (Planbarkeit der Fertigung)
- CNC-Maschinen können miteinander verbunden werden (Fertigungssysteme)
- große Vielfalt der Bearbeitungsmöglichkeiten
- Mehrmaschinenbedienbarkeit
- Bearbeitung komplexer Werkstücke
- weitere Verbesserung der Automation durch Roboter, Lader, usw.
[Bearbeiten] Nachteile
- hohe Anschaffungskosten (Maschine plus Werkzeuge), welche aber durch den großen Preisverfall im Sektor der elektronischen Steuerungen immer geringer werden. Vom wirtschaftlichen Standpunkt her, lohnt sich heute die Anschaffung einer konventionell automatisierten Werkzeugmaschine nur noch in Ausnahmefällen
- hohe Entwicklungsanforderungen an die Arbeitsvorbereitung
- Wartung und Service, aufgrund der Komplexität der Anlagen, meist von externen Dienstleistern
- die Überwachungsarbeit bei laufender Fertigung wird zur Routinetätigkeit

