CONFIG.SYS

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

CONFIG.SYS ist eine System-Konfigurationsdatei im Betriebssystem MS-DOS (und manchen MS-DOS-kompatiblen Systemen).

Aufgabe dieser Konfigurationsdatei ist es, beim Starten des Betriebssystems des Computers Gerätetreiber zu laden, als Dienste arbeitende Treiber zu laden, sowie diverse Parameter anzugeben, welche nicht über das BIOS bereitgestellt werden.

Die Verarbeitung der CONFIG.SYS erfolgt vor Abarbeitung der AUTOEXEC.BAT, der nächsten und letzten Startdatei eines gewöhnlichen MS-DOS-Systems. Die CONFIG.SYS wird noch komplett vom Kernel IO.SYS (Windows 95 und höher) bzw. MSDOS.SYS/IBMDOS.COM (MS-DOS, PC DOS, DR-DOS) abgearbeitet. Unter Anderem kann hier eine Alternative zum Interpreter COMMAND.COM festgelegt werden, welche danach geladen wird.

In allen MS-DOS-basierten Versionen von Microsoft Windows (Windows 9x) gibt es eine CONFIG.SYS. Sie verlor aber zunehmend an Notwendigkeit, bis sie im letzten und am wenigsten MS-DOS-kompatiblen Betriebssystem dieser Reihe, Windows Me, sogar fast vollkommen ignoriert wurde. Die CONFIG.SYS existiert aus Kompatibilitätsgründen auch in heutigen Windows NT-basierten Betriebssystemen, wird aber ignoriert. DOS-Anwendungen über die NTVDM lesen die config.nt-Datei im \System32-Verzeichnis ein.

Aufbau[Bearbeiten]

Die Anweisungen der CONFIG.SYS wurden zeilenweise interpretiert. Das folgende Beispiel zeigt exemplarisch eine CONFIG.SYS-Datei, wie sie zu Zeiten von Windows 3.11 und MS-DOS 6.22 (dem letzten einzeln vertriebenen MS-DOS-Betriebssystem) oft Verwendung fand:

 device=c:\dos\himem.sys
 device=c:\dos\emm386.exe noems
 dos=high,umb
 devicehigh=c:\windows\mouse.sys
 devicehigh=c:\dos\setver.exe
 country=049,437,c:\dos\country.sys
 shell=c:\command.com c:\dos /e:512 /p
 buffers=23,0
 files=20
 fcbs=4,0

Hier werden zuerst zwei Treiber zur Verwaltung des erweiterten Arbeitsspeichers geladen (Gerätetreiber himem.sys, Dienst emm386.exe). Es folgt die Anweisung, Betriebssystem-Teile und Treiber in die „High-Memory-Area“ sowie in die „Upper-Memory-Blocks“ zu laden, sofern möglich (dos=...). Danach wird ein Gerätetreiber für die Maus (mouse.sys) sowie der Dienst zur Versionsnummermeldung an Programme (setver.exe) geladen (in den hohen Speicherbereich hochgeladen). Nun folgen Einstellungen zur Ländereinstellung (country=...) sowie zum Kommandozeileninterpreter (shell=..., hier command.com). Zuletzt folgen Werte zu Dateisystem-Puffergrößen (buffers=..., files=..., fcbs=...).

Weblinks[Bearbeiten]