COSCO

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China Ocean Shipping (Group) Company
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Rechtsform Öffentliches Unternehmen
Gründung 27. April 1961
Sitz Peking, China VolksrepublikChina Volksrepublik China
Leitung Wei Jiafu (Vorsitzender)
Mitarbeiter 79.616 (2006)
Umsatz 15,4 Mrd. US-Dollar (2006)[1]
Branche Transport, Logistik
Produkte Spedition, Schiffbau, SchiffreparaturVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.cosco.com

China Ocean Shipping (Group) Company (chinesisch 中远集团, COSCO) ist eine der weltweit größten Reedereien, die international tätig ist. Das Unternehmen ist ein volkseigener Betrieb der Volksrepublik China mit Sitz in Peking. Der europäische Hauptsitz von COSCO befindet sich in Hamburg.

Geschäftliche Aktivitäten[Bearbeiten]

Cosco Vancouver, Postpanmax, Baujahr 2004, Länge 300 Meter, 7455 TEU
Cosco America, Postpanmax, Baujahr 2008, Länge 349,6 m, Breite 45,6 m, 10.046 TEU
Cosco Korea, Baujahr 2010, 8500 TEU[2]
Cosco Pride beim Verlassen des Hamburger Hafens, Baujahr 2011, Länge 366 m, Breite 48 m, 13092 TEU[3]

COSCO Container Lines (COSCON) mit Sitz in Shanghai besitzt derzeit 149 Containerschiffe (496.000 TEU-Kapazität). Derzeit rangiert es damit an fünfter Stelle bei der Anzahl an Containerschiffen und bei dem Gesamtvolumen der Container. Es wurden bereits weitere 62 Containerschiffe mit knapp 440.000 TEU geordert.[4]

Folgende Tochterunternehmen von COSCO sind an Börsen notiert:

  • COSCO Corporation (Singapore) Limited (SGX C21)
  • COSCO International Holdings Ltd. (SEHK 0517)
  • COSCO Pacific Ltd. (SEHK 1199)
  • China COSCO Holdings Co. Ltd. (SEHK 1919)

Containerterminal in Piräus[Bearbeiten]

Im Oktober 2009 pachtete COSCO im Zuge der griechischen Finanzkrise für 647 Mio. US-Dollar die Hälfte des Containerhafens des Hafens von Piräus für 35 Jahre. Der chinesische Betreiber stand in der Kritik, da er Kürzungen bei Gehältern und Sozialleistungen vornahm, Gewerkschafter ausschloss und der Leistungsdruck sich stark erhöht haben soll.[5]

War einst alles defizitär, so erwirtschaftet das von COSCO betriebene Containerterminal mittlerweile beträchtliche Gewinne, erzielt durch Effizienzsteigerung und Lohnsenkungen: Zuvor betrug das höchste Jahresgehalt 181.000 US-Dollar, heute beträgt es 23.300 US-Dollar. Zur Modernisierung des Docks wurden von COSCO 388 Mio. US-Dollar investiert. Der Containerumschlag soll durch diese Maßnahme 2013 bei 3,7 Mio. liegen. Im ersten Jahr verdoppelte sich der Containerumschlag und die Beschäftigtenzahl stieg auf 1000 Mitarbeiter.[6]

Das in dieser Hinsicht erfolgreiche Management des Containerterminals hat COSCO und andere chinesische Firmen in den Fokus für weitere Investitionen im Rahmen der griechischen Privatisierungsmaßnahmen gerückt. Der Bau eines Logistikzentrums für 280 Mio. Euro ist ebenso geplant wie die Übernahme des Hafenbetreibers Piraeus Port Authority (OLP). Weitere Investitionen in andere staatliche Unternehmen könnten folgen.[7]

Im November 2012 kündigte Hewlett-Packard an, das Containerterminal in Piräus zum Drehkreuz für alle seine Warensendungen für Europa, den Nahen Osten und Afrika zu machen.[8]

Mitgliedschaft[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. COSCO bei Fortune
  2. http://www.seaspancorp.com/fleet-list.php
  3. Daten zur Cosco Pride auf der Website des Hamburger Hafens, abgerufen am 20. Juli 2014
  4. Michael Meyer: Zwei Neubau-Programme für COSCO. In: Täglicher Hafenbericht vom 17. Oktober 2013, S. 1
  5. Jörg Diehl, Ferry Batzoglou: Griechenland-Krise. Projekt Peking in Piräus. In: Spiegel Online. 30. September 2011, abgerufen am 21. November 2012.
  6. Liz Alderman: Under Chinese, a Greek Port Thrives. In: The New York Times. 10. Oktober 2012, abgerufen am 21. November 2012 (englisch).
  7. Fu Jing: COSCO eyeing further Piraeus port investment. In: chinadaily.com.cn. 19. Juni 2012, abgerufen am 21. November 2012 (englisch).
  8. Reuters: Hewlett-Packard to ship through Greek port. In: MercuryNews.com. 14. November 2012, abgerufen am 21. November 2012 (englisch).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: COSCO – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien