Cadillac Coupe DeVille

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Cadillac Coupe DeVille
Produktionszeitraum: 1949–1993
Klasse: Oberklasse
Karosserieversionen: Limousine, Coupé, Cabriolet, Pickup
Vorgängermodell: keines
Nachfolgemodell: keines

Der Cadillac Coupe DeVille (oder auch Cadillac Coupe de Ville) war ein zweitüriges Coupé, das von der Cadillac-Division von General Motors von Frühjahr 1949 bis Herbst 1993 hergestellt wurde. In der Popkultur wurde sein Name häufig in Musiktiteln oder Filmen verwendet.

Modellgeschichte[Bearbeiten]

Coupe DeVille (1949–1953)[Bearbeiten]

1. Generation
Cadillac Coupe DeVille (1950)

Cadillac Coupe DeVille (1950)

Produktionszeitraum: 1949–1953
Karosserieversionen: Coupé, Pickup
Motoren: Ottomotoren:
5,4 Liter
(118-154 kW)
Länge: 5436-5608 mm
Breite:
Höhe:
Radstand: 3200 mm
Leergewicht: 1827-1926 kg

Das Coupe DeVille führte Cadillac im Frühjahr 1949 ein. Es war Teil der Baureihe 62 und Cadillacs erstes Hardtop-Coupé.

Das Prestigemodell war eine der teuersten Ausführungen der Baureihe 62 und kostete US-$ 3.497,--. Es war luxuriös ausgestattet und hatte Lederpolsterung und Chromleisten im Dachhimmel eingearbeitet, die an die Spriegel eines Cabriodaches erinnern sollten. Im ersten Jahr verkaufte sich das Coupe DeVille 2.150 mal; 1950 wurde schon die doppelte Stückzahl erreicht und 1951 vervierfachten sich die Verkäufe des ersten Jahres.

1961 war das Coupe DeVille das populärste Cadillac-Modell mit über 20.000 Verkäufen pro Jahr.

Die Benennung der Cadillac DeVille-Modelle folgte immer dem gleichen Muster: Die Zweitürer mit Stahldach hießen immer Coupe DeVille und die Viertürer Sedan DeVille. Die Cabriolets wurden immer nur als DeVille bezeichnet, da sie weder Limousinen noch Coupés waren. Nach Einstellung der Zweitürer hießen die verbleibenden Viertürer nur noch DeVille.

Des Weiteren bezeichnete DeVille von Anfang an und für viele Jahre ein Sonderausstattungspaket für das Grundmodell der Baureihe 62 (später Calais) und nicht eine bestimmte Karosserieform. In anderen Worten: Man konnte durchaus einen viertürigen Cadillac kaufen, der kein Sedan DeVille war und auch keine entsprechenden Zierschriften auf den Fahrzeugseiten besaß.

Coupe DeVille (1954–1956)[Bearbeiten]

2. Generation
Cadillac Coupe DeVille (1954)

Cadillac Coupe DeVille (1954)

Produktionszeitraum: 1954–1956
Karosserieversionen: Coupé, Cabriolet, Pickup
Motoren: Ottomotoren:
5,4–6,0 Liter
(169-210 kW)
Länge: 5636-5674 mm
Breite:
Höhe:
Radstand: 3277 mm
Leergewicht: 1997-2014 kg

Im Frühjahr 1954 erhielten die Wagen einen um 77 mm verlängerten Radstand, eine Panoramawindschutzscheibe und eine gestrecktere Karosserie mit flacherer Motorhaube. Der Schriftzug „Coupe DeVille“ stand auf den C-Säulen zu lesen. Der 5,4 l-V8-Motor legte auf 230 PS (169 kW) zu.

Im Folgejahr gab es nur geringe Veränderungen. Neben einem stärkeren Motor wurden unter den Hauptscheinwerfern Parkleuchten angebracht. Neu waren auch die schlauchlosen Reifen.

1956 kam ein neuer, größerer V8-Motor mit 5.981 cm³ Hubraum, der 285 PS (210 kW) bei 4.600 min-1 abgab. Die Karosserie blieb größtenteils unverändert. Dem Coupe DeVille wurde der Sedan DeVille, eine viertürige Hardtop-Limousine, zur Seite gestellt. Der Sedan DeVille würde sein zweitüriges Pendant schließlich überleben.



Coupe DeVille (1957–1958)[Bearbeiten]

3. Generation
Cadillac Coupe DeVille (1958)

Cadillac Coupe DeVille (1958)

Produktionszeitraum: 1957–1958
Karosserieversionen: Coupé, Cabriolet, Pickup
Motoren: Ottomotoren:
6,0 Liter
(221–228 kW)
Länge: 5611-5634 mm
Breite:
Höhe:
Radstand: 3289 mm
Leergewicht: 2093-2195 kg

Anfang 1957 wurde der Radstand um 12 mm verlängert und die Wagen erhielten einen X-förmigen Rahmen, der die Verwindungssteifigkeit verbesserte. Die Front wurde mit Doppelscheinwerfern neu gestaltet und am Heck gab es tiefer gesetzte, doppelte Rückleuchten. Die Motorleistung stieg auf 300 PS (221 kW) bei 4.800 min-1.

Im Modelljahr 1958 gab es wenig Veränderungen. Der Kühlergrill hatte eine geringfügig veränderte Form und auf den Heckflossen erschien der Name „Cadillac“. Die Motorleistung stieg nochmals leicht an.

Im Herbst 1958 lief die Produktion der dritten Generation aus.

Coupe DeVille (1959–1964)[Bearbeiten]

4. Generation
Cadillac Coupe DeVille (1959)

Cadillac Coupe DeVille (1959)

Produktionszeitraum: 1959–1964
Karosserieversionen: Coupé, Cabriolet, Pickup
Motoren: Ottomotoren:
6,4–7,0 Liter
(239–250 kW)
Länge: 5639-5715 mm
Breite:
Höhe:
Radstand: 3289-3302 mm
Leergewicht: 2036-2138 kg

Anfang 1959 wurde die DeVille-Baureihe überarbeitet und als eigene "Series 63" herausgebracht. Beim neuen Modell waren die Hinterräder von den Kotflügeln abgedeckt und der Vorderwagen war schlanker gestaltet. Die Heckflossen waren spitz ausgelegt und trugen Rücklichter in Raketenform. Zusätzlich trug der breite hintere Stoßfänger im Grilldesign an der Seite noch Rückleuchten, die an die Auslässe von Raketendüsen erinnerten. Neu war der 6,4 l-V8-Motor mit 325 PS (239 kW) Leistung.

1960 gab es wenig Veränderungen, nur die raketenförmigen Rückleuchten wichen einfacheren, vertikal ausgerichteten Ovalen.

1961 kam eine erneut flachere Front. Reichte vorher der Kühlergrill noch unter die Doppelscheinwerfer, so stellten diese nun seine Begrenzung dar.

1962 wurde der Grill erneut flacher und erhielt einen breiten, verchromten, horizontalen Mittelsteg.

1963 gab es einen komplett neuen Kühlergrill, der horizontal geteilt war. Die Doppelscheinwerfer, immer noch nebeneinander angeordnet, waren kleiner und darunter waren Park- und Blinkleuchten angeordnet. Die Heckflossen wurden kleiner und die ovalen Rückleuchten nahmen eine längliche, vertikale Form an.

1964 gab es wenig stilistische Veränderungen, aber dafür einen neuen Motor mit 7.030 cm³, der 340 PS (250 kW) bei 4.600 min-1 abgab.

1964 trug auch zum ersten Mal ein Cadillac Cabriolet den Schriftzug und den Namen "De Ville". Bis dahin liefen die Cabriolets entweder unter der Bezeichnung Series 62 oder es handelte sich um Eldorado Cabriolets.

Das Coupe DeVille wuchs, wie die anderen Cadillac-Modelle, zwischen 1949 und den frühen 1970er-Jahren beträchtlich und legte auch an Motorleistung zu. 1973 hatten die Wagen einen um 102 mm größeren Radstand, waren 432 mm länger und mehr als 400 kg schwerer geworden. Ihre V8-Motoren waren von 5,4 l Hubraum auf 7,7 l gewachsen.


DeVille (1965–1970)[Bearbeiten]

5. Generation
Cadillac Coupe DeVille (1965)

Cadillac Coupe DeVille (1965)

Produktionszeitraum: 1965–1970
Karosserieversionen: Limousine, Coupé, Cabriolet
Motoren: Ottomotoren:
7,0–7,7 Liter
(250–276 kW)
Länge: 5690-5715 mm
Breite:
Höhe:
Radstand: 3289 mm
Leergewicht: 2014-2125 kg

Im Frühjahr 1965 wurde das Coupe DeVille komplett überarbeitet, behielt aber seinen Radstand von 3.289 mm. Die ausladenden Heckflossen verschwanden und wurden durch kleine senkrechte Flossen ersetzt und die gerundeten Karosserielinien wurden durch ein klares, eckiges Styling abgelöst. Es gab auch einen neuen Heckstoßfänger und hohe, längliche Rücklichter. Vorne wurden die nebeneinander angeordneten Doppelscheinwerfer durch übereinander liegende verdrängt, die einen noch breiteren Kühlergrill ermöglichten.

Es gab gebogene Seitenscheiben und die Limousinen mit B-Säulen fanden ihren Weg zurück in die Baureihen Calais und DeVille. Die Wagen der Baureihe 60 Special bekamen ebenfalls B-Säulen, wobei die Hardtop-Limousinen mit sechs Fenstern entfielen. Der 60 Special bekam auch seinen exklusiven Radstand von 3.378 mm zurück, während er in den Jahren 1959 bis 1964 nur 3.289 mm Radstand besessen hatte.

Wenn auch die Verkaufszahlen für das 1965 elegant überarbeitete Coupe DeVille neue Rekorde aufstellte, belegte dieses Modell doch nur den zweiten Platz hinter dem Sedan DeVille. Im Modelljahr 1965 wurden beeindruckende 43.345 Coupe DeVille mit Hardtop und 19.200 DeVille Cabriolets verkauft. Die Modelle 68357-J bis 68367-F des Coupe Deville kosteten ab Werk zwischen US-$ 5.419,-- und US-$ 5.639 als Hardtop-Coupés oder Cabriolets.

Den Hardtop gab es gegen einen Aufpreis von US-$ 121,-- mit Vinyldach. Der Hubraum des Motors war auf 7,0 l gewachsen und seine Leistung auf 340 bhp (250 kW). Alle vier DeVille-Modelle besaßen kleine Namensschilder auf den hinteren Kotflügeln über den seitlichen Zierleisten. Das hintere Zulassungsschild saß in der Mitte des klaren, symmetrischen Fahrzeughecks.

1966 gab es nur kosmetische Veränderungen an der Karosserie und die DeVille-Serie unterschied sich wiederum durch die Tiffany-ähnlichen Modellschilder an den hinteren Kotflügeln oben. Die Serienausstattung folgte dem Muster der vergangenen Jahre. Cadillac-Schilder und V-förmige Zierleisten vorne und hinten waren die Erkennungszeichen.

Während des Modelljahres 1966 überschritten die Verkaufszahlen des sehr populären Coupe DeVille erstmals die 50.000er-Grenze, lagen aber immer noch unter denen des viertürigen Sedan DeVille. Alle geschlossenen DeVille-Modelle besaßen Chromrahmen und verchromte Schachtleisten an den Seitenfenstern. Eine automatische Niveauregulierung war nun serienmäßig. Es gab neue Motorhalterungen und ein leiseres, patentiertes Auspuffsystem. Der Hardtop wog 2.020 kg, das Cabriolet 2.014 kg.

Die Preise waren gegenüber dem Vorjahr gestiegen und rangierten zwischen US-$ 5.339,-- und US-$ 5.555,--. Als das Modelljahr 1966 im Sommer endete, waren 50.580 Coupe DeVille verkauft worden.

Cadillac DeVille Cabriolet (1967)

1967 wurde das Coupe DeVille deutlich überarbeitet. Auffällige Stylingdetails waren eine starke, nach vorne geneigte Fahrzeugfront, eine lange, strukturierte Karosserielinie und neue Heckkotflügel mit mehr als nur einem kleinen Hinweis auf Heckflossen. Der bienenwabenförmige Kühlergrill erstreckte sich über die gesamte Fahrzeugbreite und wurde nun schon im dritten Jahr von übereinander angeordneten Doppelscheinwerfern umrandet. Rechteckige Parkleuchten fanden sich in äußeren Enden des Grills.

Geringfügig andere Zierleisten und eine etwas komfortablere Innenausstattung unterschied die DeVille-Modelle von den Calais-Modellen. Es gab auch wieder die kleinen Schilder mit der Modellbezeichnung im Tiffany-Stil an den hinteren Kotflügeln. Coupe Deville- und Calais-Modelle erhielten eine neue elegante Dachlinie, die vom Showcar Florentine von der Weltausstellung 1964 in New York inspiriert war.

Wie beim Showcar ließ das zurückgesetzte Glas der Dreiecksfenster das Heckfenster wie ein Segel aussehen.

Die Ausstattungsliste des Coupe DeVille (Modell 1967) enthielt die gleichen Ausstattungen wie beim Calais und zusätzlich elektrische Fensterheber, Zigarettenanzünder hinten und zweifach verstellbare Vordersitze. Zusätzliche Vorteile boten die Cadillac von 1967 mit einem herausziehbaren Sicherungskasten und einer Sicherheitsverriegelung der vorderen Sitzlehnen bei zweitürigen Modellen.

Coupe DeVille (1971–1976)[Bearbeiten]

6. Generation
Cadillac Coupe DeVille (1972)

Cadillac Coupe DeVille (1972)

Produktionszeitraum: 1971–1976
Karosserieversionen: Coupé, Pickup
Motoren: Ottomotoren:
7,7–8,2 Liter
(140–276 kW)
Länge: 5735-5867 mm
Breite: 1941-2032 mm
Höhe: 1367 mm
Radstand: 3302 mm
Leergewicht: 2121-2287 kg

Bis einschließlich dem Modelljahr 1973 blieb das Coupe DeVille ein Hardtop-Coupé, aber 1974 wurde es zum Coupé mit B-Säulen und den damals modernen kleinen Rundfenstern hinter den B-Säulen („Opera Windows“).

Der Sedan DeVille blieb bis 1976 eine Hardtop-Limousine. Neue rechteckige Scheinwerfer mit um die Fahrzeugecken greifenden Blinkleuchten erschienen 1975 und der Kühlergrill war nicht mehr eingelassen. Der 7,7 l-Motor lief 1975 aus, sodass der 8,2 l-V8 der einzig verfügbare Motor war.


Coupe DeVille (1977–1984)[Bearbeiten]

7.- 9. Generation
Cadillac Coupe DeVille (1977–1979)

Cadillac Coupe DeVille (1977–1979)

Produktionszeitraum: 1977–1984
Karosserieversionen: Coupé
Motoren: Ottomotoren:
4,1–7,0 Liter
(92–143 kW)
Dieselmotoren:
5,7 Liter
(77-88 kW)
Länge: 5613-5618 mm
Breite: 1894-1941 mm
Höhe: 1382-1387 mm
Radstand: 3086 mm
Leergewicht: 1714-1896 kg

Als GM im Jahr 1976 die Neukonstruktionen seiner B- und C-Plattformen einleitete, fielen der DeVille und alle anderen großen GM-Modelle 250 mm kürzer und 340 kg leichter aus. Der neue Standardmotor für den DeVille war der 7,0 l-V8; ab 1978 war auch der 5,7 l-V8-Diesel von Oldsmobile erhältlich.

Im Modelljahr 1977 enthielt die erste Generation der verkleinerten Cadillac-Modellpalette technisch gleichartige DeVille- und Fleetwood-Modelle, wobei letztere immer noch die Spitzenmodelle waren. Die Modelle unterschieden sich im Wesentlichen in ihrer Ausstattung und Polsterung. Dies waren die ersten DeVille-Modelle ohne abgedeckte Hinterräder.

Der große 8,2 l-V8-Motor war verschwunden und wurde durch den 7,0 l-V8 ersetzt. 1980 wich auch dieser Motor dem noch kleineren 6,0 l-V8; auf Wunsch war weiterhin auch der 5,7 l-V8-Diesel erhältlich. Probleme mit der Zuverlässigkeit des 6,0 l-Aggregates veranlassten Cadillac, ab 1982 ihren eigenen HT-Motor mit Aluminiumblock anzubieten.

Das "d’Elegance"-Paket wurde auch 1977 weiter für das Coupe DeVille angeboten. Die Dreikammerrückleuchten, die um die Fahrzeugecken griffen, wurden nur im Modelljahr 1977 eingebaut (erst 1987 erschienen sie wieder). Die beliebte Cabriolet-Ausführung des Coupe DeVille hatte in der hinteren Hälfte ein gefüttertes Vinyldach. Es wurden in diesem Jahr 138.750 Coupe DeVille verkauft.

Cadillac DeVille Cabriolet (1977–1979)

Neben einem überarbeiteten Kühlergrill gab es im Modelljahr 1978 schmale, vertikale Rückleuchten, die in die Abschlusskappen des Heckstoßfängers integriert waren und auch die hinteren Seitenmarkierungsleuchten enthielten. (Cadillac nutzte diese Anordnung viele Jahre lang; beim DeVille bis 1999 und beim Fleetwood bis 1996). Neu war 1978 ein ‚’Phaeton’’-Paket für den DeVille. Es enthielt ein simuliertes Cabrioletdach, besondere Zierstreifen, imitierte Speichenräder und die Bezeichnung „Phaeton“ anstatt des üblichen „DeVille“-Schriftzuges auf den hinteren Kotflügeln. Innen bot es Ledersitze und ein Lederlenkrad. Das Paket gab es in den Außenfarben „Cotillion White“ (mit dunkelblauem Dach), „Platinum Silver“ (mit schwarzem Dach) und „Arizona Beige“ (mit dunkelbraunem Dach). 1978 wurden 117.750 Coupe DeVille verkauft.

Weil für 1980 größere Änderungen geplant waren, gab es im Sommer 1979 nur ein kleines Facelift, das u. a. einen neuen Kühlergrill umfasste. Die drei Modelle mit 3.086 mm Radstand waren die gleichen wie im Vorjahr. Das Coupe DeVille war nach dem Wegfall des Calais ab 1977 das Einstiegsmodell bei Cadillac und kostete US-$ 11.728,--. Das „Phaeton“-Paket gab es weiterhin in weiß und silber und zusätzlich in „Western Saddle Firemist“ (mit Lederinnenausstattung in „Antique Saddle“ und dunkelbraunem Dach). „Arizona Beige“ entfiel.

Im Film Good Fellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia von Martin Scorsese ist das Coupe DeVille (1979)[1], das von Henry Hill (gespielt vom Schauspieler Ray Liotta) gefahren wird, mit einem „Phaeton“-Paket in „Western Saddle Firemist“ ausgestattet.

Cadillac Coupe DeVille (1980–1982)

Im Frühjahr 1980 gab es die geplanten größeren Änderungen, wobei Radstand und Innenausstattung gleich blieben. Die Karosserie aber wurde komplett überarbeitet. Die Sonderausstattung „Phaeton“ lief aus.

Das Coupe DeVille hatte nun komplette Chromrahmen für die Fenster; der verchromte Kunststoff-Kühlergrill sah dem eines Rolls-Royce ähnlich und hatte vertikale Streben. Dieses Muster tauchte wieder beim Brougham (1989–1992) auf.

Ende 1980 gab es auf Wunsch auch einen 4,1 l-V6-Motor von Buick mit Vierfachvergaser als Sparmotor, erstmals seit 1914 also ein Motor mit weniger als acht Zylindern bei Cadillac. Standardmotor in diesem Jahr war der 6,0 l-V8. Das Coupe DeVille kostete US-$ 12.899,--.

1981 hatte Cadillac große Probleme mit 6,0 l-V8-GM-Motor. Trotz vieler Kundenbeschwerden verteidigte Cadillac den mikroprozessorgesteuerten Motor und bot sogar erweiterte Garantien an. Es gab auch wieder den 5,7 l-V8-Diesel von Oldsmobile. Den Buick-V6 mit Automatikgetriebe gab es 1981 wieder, nachdem er im Frühjahr 1980 nur kurze Zeit angeboten wurde. Cadillac hatte als neues Einstiegsmodell nun den Cimarron mit Frontantrieb im Programm und das Coupe DeVille rutschte eine Stufe nach oben; es kostete US-$ 13.450,--. Der neue Kühlergrill bestand aus kleinen Quadraten wie 1979. Dieses Grilldesign tauchte auch 1987/1988 wieder auf.

Cadillac Coupe DeVille (1982–1984)

1982 gab es nur wenige Veränderungen, die in einem wiederum neuen Kühlergrill (der bis 1986 gleich blieb), einer überarbeiteten Rücklicht-/Parklichtkombination und einem neuen Felgendesign bestanden.

Die größte Veränderung jedoch war der neue 4,1 l-V8-Motor, der den Verdruss-6,0 l-V8 ersetzte. Dieser kam 1982 zurück, aber nur für die Pullman-Limousine Fleetwood 75. Der neue Motor hatte eine digitale Benzineinspritzung, freistehende Zylinder aus Gusseisen in einem gegossenen Aluminiumblock und war einem 4-stufigen Automatik-Overdrive-Getriebe verbunden. Auf Wunsch gab es auch den Buick-V6 oder den V8-Diesel von Oldsmobile. Das Coupe DeVille kostete nun US-$ 15.249,--.

Coupe DeVille (1985–1988)[Bearbeiten]

10. Generation
Cadillac Coupe DeVille (1985–1988)

Cadillac Coupe DeVille (1985–1988)

Produktionszeitraum: 1985–1988
Karosserieversionen: Coupé
Motoren: Ottomotoren:
4,1–4,5 Liter
(92–114 kW)
Dieselmotoren:
4,3–5,7 Liter
(62,5–77 kW)
Länge: 4953-4989 mm
Breite: 1822-1842 mm
Höhe: 1397 mm
Radstand: 2814 mm
Leergewicht: 1492-1557 kg

Anfang 1985 wurde der DeVille nochmals verkleinert und diesmal verlor er 665 mm in der Länge und 360 kg an Gewicht.

Er hatte nun Frontantrieb und war auf der neuen GM-C-Plattform aufgebaut. Bis 1986 gab es noch Dieselmotoren, wahlweise einen 4,3 l-V6 oder den bekannten 5,7 l-V8.

Für 1988 ersetzte der neue 4,5 l-V8-Motor mit 155 PS (114 kW) den alten 4,1 l-V8.

Ende 1988 endete auch die Produktiomn der zehnten Baureihe.

Coupe DeVille (1989–1993)[Bearbeiten]

11. Generation
Cadillac Coupe DeVille (1989-1993)

Cadillac Coupe DeVille (1989-1993)

Produktionszeitraum: 1989–1993
Karosserieversionen: Coupé
Motoren: Ottomotoren:
4,5–4,9 Liter
(114–147 kW)
Länge: 5149 mm
Breite: 1862 mm
Höhe: 1382 mm
Radstand: 2814 mm
Leergewicht: 1539-1594 kg

Nur wenige Veränderungen gab es für die im Frühjahr 1989 eingeführte letzte Generation. Bei gleichbleibendem Radstand wuchs der Wagen um 160 mm in der Länge.

1991 ersetzte der größere 4,9 l-V8 mit 200 PS (147 kW) den bisherigen 4,5 l-V8.

Die abnehmende Popularität großer Coupés führte letztendlich zur Einstellung des Coupe DeVille im Herbst 1993.

Ab Herbst 1993 bestand die DeVille-Modellreihe aus zwei viertürigen Limousinen (Sedan und Sedan Concours). Ab 1997 lief die Baureihe noch acht Jahre lang unter dem Namen Cadillac DeVille (ohne „Sedan“), obwohl es die Concours-Version noch bis 1999 gab.

Im Herbst 2005 brachte Cadillac den DTS heraus, eine Abkürzung für „DeVille Touring Sedan“.

Trivia[Bearbeiten]

Die Modelle aus den 1950er-Jahren mit ihren extravaganten Heckflossen sind vermutlich die am besten bekannten Versionen der Modellreihe. Modelle aus dieser Zeit tauchen immer wieder in Filmen und Musikvideos auf und sind auch auf Briefmarken[2] abgebildet.

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Gunnell, John (Herausgeber): Standard Catalog of American Cars 1946-1975, 4. Auflage, Krause Publications Iola WI (2002), ISBN 0-87349-461-X
  • Flammang, James M. & Kowalke, Ron: Standard Catalog of American Cars 1976-1999, 3. Auflage, Krause Publications Iola WI (1999), ISBN 0-87341-755-0

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Coupe DeVille (1979) mit Phaeton-Paket
  2. Briefmarke aus Gambia