Calciumnitrid

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von Calciumnitrid
__ N3−      __ Ca2+
Allgemeines
Name Calciumnitrid
Verhältnisformel Ca3N2
CAS-Nummer 12013-82-0
PubChem 3387080
Kurzbeschreibung

Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 148,25 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

2,63 g·cm−3 (25 )[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
02 – Leicht-/Hochentzündlich 05 – Ätzend

Gefahr

H- und P-Sätze H: 260​‐​314
P: 223​‐​231+232​‐​280​‐​305+351+338​‐​370+378​‐​422Vorlage:P-Sätze/Wartung/mehr als 5 Sätze [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [2][1]
Leichtentzündlich Ätzend
Leicht-
entzündlich
Ätzend
(F) (C)
R- und S-Sätze R: 11​‐​29​‐​34
S: 16​‐​22​‐​26​‐​36/37/39​‐​45
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Calciumnitrid ist eine anorganische chemische Verbindung des Calciums aus der Gruppe der Nitride.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Calciumnitrid kann durch Reaktion von Calcium (unter anderem auch dessen Verbrennung an Luft[3]) mit Stickstoff gewonnen werden.[4]

\mathrm{3 \ Ca + N_2 \longrightarrow Ca_3N_2}

Es kann auch durch Zersetzung von Calciumamid gewonnen werden.[5]

Eigenschaften[Bearbeiten]

Calciumnitrid liegt je nach Darstellungstemperatur als schwarz bis goldgelb oder in Mischfarben vor. α-Calciumnitrid (C-Sesquioxid-Typ bzw. Anti-Bixbyit-Struktur, Raumgruppe Ia3 mit dem Gitterparameter a = 10,40 Å[5]) geht bei 700 °C in β-Calciumnitrid über.

Mit Wasser erfolgt Zersetzung zu Calciumhydroxid und Ammoniak.[4]

\mathrm{Ca_3N_2 + 6 \ H_2O \longrightarrow 3 \ Ca(OH)_2 +  2 \ NH_3}

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f Datenblatt Calcium nitride, −200 mesh, 95% bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 25. März 2013 (PDF).
  2. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  3.  Mary Eagleson: Concise Encyclopedia Chemistry. Walter de Gruyter, 1994, ISBN 311011451-8, S. 160 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. a b  Georg Brauer: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie, Band II, Seite 929. 1978, ISBN 3-432-87813-3.
  5. a b  Richard C. Ropp: Encyclopedia of the Alkaline Earth Compounds. Newnes, 2012, ISBN 044459553-8, S. 205 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).