Calgary Hitmen

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Calgary Hitmen
Logo der Calgary Hitmen
Gründung 1995
Geschichte Calgary Hitmen
seit 1995
Stadion Scotiabank Saddledome
Standort Calgary, Alberta
Teamfarben gold, silber, kupfer
Liga Western Hockey League
Conference Eastern Conference
Division Central Division
Cheftrainer Mark French
General Manager Mike Moore
Besitzer Calgary Flames
Memorial Cups keine
Ed Chynoweth Cups 1998/99, 2009/10

Die Calgary Hitmen sind ein kanadisches Eishockeyteam aus Calgary, Alberta und spielen in der Central Division der Western Hockey League, einer der drei höchsten kanadischen Juniorenligen. Die Hitmen wurden 1995 gegründet, benannt nach dem aus Calgary stammenden, ehemaligen Wrestler Bret „Hitman“ Hart. Seit 1997 befinden sie sich im Besitz der Calgary Flames. Der Austragungsort der Heimspiele ist das Scotiabank Saddledome. Sie sind nach den Calgary Centennials und Calgary Wranglers das dritte Team der Stadt in der Geschichte der Western Hockey League.

Seit ihrer Gründung beendeten die Calgary Hitmen die Regular Season viermal als punktbestes Team und schafften zwischen 1998 und 2010 in 13 Saisons in Folge den Einzug in die Play-offs. 1999 gewannen sie als erste Mannschaft aus Calgary den President’s Cup als WHL-Meister, diesen Erfolg wiederholten sie elf Jahre später und gewannen die inzwischen in Ed Chynoweth Cup umbenannte Meistertrophäe.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Hitmen wurden 1995 von den NHL-Profis Theoren Fleury und Joe Sakic, Wrestler Bret Hart, sowie 15 weiteren Investoren, auf Initiative von Hart gegründet. Die Vereinsfarben waren anfangs Pink und Schwarz, jene Farben, die Hart während seiner Karriere im Ring trug.

In den ersten beiden Spielzeiten in der Western Hockey League (WHL) blieb der Erfolg der Hitmen aufgrund einer schlechten Defensivleistung aus und so wurden sie 1997 an die Calgary Flames verkauft und die Vereinsfarben in Gold, Silber und Kupfer geändert.

Calgary Hitmen nach dem Gewinn des Ed Chynoweth Cup 2010

In deren Besitz ergab sich dann sofort eine Punktesteigerung von mehr als 100 Prozent und die Hitmen konnten sich mit der zweiten Position in ihrer Division erstmals für die Playoffs qualifizieren. Dort erreichten sie auf Anhieb das Conference-Finale.

Bereits im vierten Jahr ihres Bestehens konnten sie 1999 die reguläre Saison in der WHL auf dem ersten Platz abschließen und gewannen anschließend auch die Playoffs. Damit qualifizierten sie sich für den Memorial Cup, in dem sie aber im Finale gegen die Ottawa 67’s nach Overtime mit 6:7 verloren.

In der darauffolgenden Saison erreichten sie 120 Punkte und damit den Höchstwert der Klubgeschichte, schieden aber in den Playoffs in der zweiten Runde aus. In der Saison 2009/10 gewann die Mannschaft als Playoff-Sieger der WHL den Ed Chynoweth Cup.

Bei der U20-Junioren-Weltmeisterschaft 2005 stellten die Hitmen zwei Spieler (Andrew Ladd und Ryan Getzlaf) für Team Canada, das Gold gewann.

Logos[Bearbeiten]

Trivia[Bearbeiten]

Bei den Anhängern der Hitmen ist der Teddy Bear Toss zur guten Tradition geworden: im Anschluss an das erste Tor ihrer Mannschaft in der Vorweihnachtszeit, alternativ nach der ersten Schlusssirene, werfen die Fans Plüschteddybären auf die Eisfläche. Auf diese Weise kamen zuletzt (2013) über 25.000 Teddys für bedürftige und kranke Kinder zusammen, die oft sogar von den Spielern persönlich überreicht werden.

Saisonstatistik[Bearbeiten]

Abkürzungen: GP = Spiele, W = Siege, L = Niederlagen, T = Unentschieden, OTL = Niederlagen nach Overtime, SOL = Niederlagen nach Shootout, Pts = Punkte, GF = Erzielte Tore, GA = Gegentore

Saison GP W L T OTL GF GA Pts Platz Play-offs
1995–96 72 18 51 3 222 359 39 5., Central nicht qualifiziert
1996–97 72 15 53 4 199 360 34 4., Central nicht qualifiziert
1997–98 72 40 28 4 265 232 84 1., Central Niederlage im Eastern Conference Finale
1998–99 72 51 13 8 319 187 110 1. Central President's Cup, Niederlage im Memorial Cup Finale
1999–2000 72 58 10 2 2 313 182 120 1. Central Niederlage im Eastern Conference Finale
2000–01 72 37 27 5 3 284 250 82 3., Central Niederlage im Eastern Conference Halbfinale
2001–02 72 33 33 5 1 271 281 72 3., Central Niederlage im Eastern Conference Viertelfinale
2002–03 72 27 36 7 2 240 260 63 4., Central Niederlage im Eastern Conference Viertelfinale
2003–04 72 34 24 8 6 220 187 82 3., Central Niederlage im Eastern Conference Viertelfinale
2004–05 72 34 23 9 6 200 183 83 3., Central Niederlage im Eastern Conference Halbfinale
2005–06 72 47 18 3 4 195 155 101 2., Central Niederlage im Eastern Conference Halbfinale
2006–07 72 39 26 3 4 251 205 85 3., Central Niederlage im Eastern Conference Finale
2007–08 72 47 20 1 4 259 166 99 1., Central Niederlage im Eastern Conference Finale
2008–09 72 59 9 3 1 330 159 122 1., Central Niederlage im Finale
2009–10 72 52 17 1 2 269 177 107 1., Central Ed Chynoweth Cup, Niederlage im Memorial Cup Halbfinale
2010–11 72 20 47 3 2 171 271 45 6., Central nicht qualifiziert
2011–12 72 44 25 2 1 273 221 91 2., Central Niederlage im Eastern Conference Viertelfinale
2012–13 72 46 21 1 4 266 204 97 2., Central Niederlage im Eastern Conference Finale
2013–14 72 48 17 3 4 287 207 103 2., Central Niederlage im Eastern Conference Viertelfinale

Teaminterne Rekorde[Bearbeiten]

Regular Season[Bearbeiten]

(Stand: Ende Saison 2011/12)

Rekordspieler
Platz Spieler Spiele
1. Brad Moran 357
2. Kenton Smith 334
3. Steve Covington 327
4. Matt Kinch 320
5. Jerred Smithson 319
6. Michael Bubnick 294
7. Sean McAslan 289
8. Brandon Segal 286
9. Rod Sarich 281
10. Wade Davis 277
Top-Scorer
Platz Spieler Punkte (T/A)
1. Brad Moran 450 (204/246)
2. Pavel Brendl 320 (172/148)
3. Matt Kinch 306 (63/243)
4. Brandon Kozun 270 (92/178)
5. Kris Beech 256 (91/165)
6. Ryan White 237 (91/146)
7. Boris Protsenko 229 (121/108)
8. Ryan Getzlaf 215 (95/120)
9. Brandon Segal 206 (110/96)
10. Chris Nielsen 196 (93/103)
Top-Torschützen
Platz Spieler Tore
1. Brad Moran 204
2. Pavel Brendl 172
3. Boris Protsenko 121
4. Brandon Segal 110
5. Ryan Getzlaf 95
6. Chris Nielsen 93
7. Brandon Kozun 92
8. Ryan White 91
8. Kris Beech 91
10. Brett Sonne 89
Top-Vorlagengeber
Platz Spieler Vorlagen
1. Brad Moran 246
2. Matt Kinch 243
3. Brandon Kozun 178
4. Kris Beech 165
5. Kenton Smith 150
6. Pavel Brendl 148
7. Ryan White 146
8. Michael Stone 129
9. Ryan Getzlaf 120
10. Boris Protsenko 108
Strafminuten
Platz Spieler Minuten
1. Mike Egener 704
2. Ryan Shannon 650
3. Ryan Andres 583
4. Curtis Rich 529
5. Sean McAslan 469
6. Kenton Smith 442
7. Robin Gomez 434
7. Brandon Segal 434
9. Ray Schultz 423
10. Ryan White 411
Shut-outs
Platz Spieler SO
1. Martin Jones 16
2. Justin Pogge 13
3. Daniel Spence 12
4. Brent Krahn 7
5. Scott Bowles 5
5. Alexander Fomitschow 5
7. Chris Driedger 3
7. Gerry Festa 3
7. Michael Snider 3

NHL alumni[Bearbeiten]

40 Spieler aus dem Kader der Calgary Hitmen wurden beim jährlichen NHL Entry Draft von den Teams gedraftet. Der erste war Boris Protsenko beim Draft 1996, 3. Runde, 77th overall. Ihn holten die Pittsburgh Penguins in ihre Organisation. Die frühesten Picks in der Historie sind Pavel Brendl, 1999 New York Rangers, und Andrew Ladd, 2004 Carolina Hurricanes, 4th overall. Neun Spieler der Hitmen wurden in der 1. Runde gedraftet.

35 Spieler haben in der NHL gespielt. Der erste war Ryan Bast in der Saison 1998-99 mit zwei Spielen für die Philadelphia Flyers. Andrew Ladd holte zwei Mal den Stanley Cup, 2006 mit den Carolina Hurricanes und 2010 mit den Chicago Blackhawks. Ryan Getzlaf holte die berühmte Trophäe 2007 mit den Anaheim Ducks.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Calgary Hitmen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien