Caliban (Band)

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Caliban
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Caliban beim Elbriot 2014
Caliban beim Elbriot 2014
Allgemeine Informationen
Genre(s) Melodic Hardcore, Metalcore
Gründung 1997 als Never Again
Website www.calibanmetal.com
Aktuelle Besetzung
Andreas Dörner
Denis Schmidt (seit 2001)
Marc Görtz
Marco Schaller (seit 2005)
Patrick Grün (seit 2003)
Ehemalige Mitglieder
E-Gitarre
Claus Wilgenbusch (1997 bis 1999)
E-Gitarre
Thomas Sielemann (1999 bis 2001)
Schlagzeug
Robert Krämer (1997 bis 2003)
E-Bass
Boris Pracht (2004 bis 2005)
E-Bass
Engin Güres (1997 bis 2004)
frühere Logovariante von Caliban
Caliban bei Rock am Deich im Jahr 2005

Caliban ist eine deutsche Metalcore-Band. Der Name leitet sich vom deformierten Sohn der Hexe Sycorax in William Shakespeares Der Sturm ab. Caliban gelten neben Heaven Shall Burn als wichtigste Vertreter des deutschen Metalcore.

Geschichte[Bearbeiten]

A Small Boy and a Grey Heaven und Vent (1997 bis 2002)[Bearbeiten]

Caliban beim Summer Breeze 2007

Caliban wurde 1997 in Hattingen unter dem Namen Never Again gegründet. Nach sechs Monaten des Zusammenspielens nahm die Band zwei Songs für eine Kompilation auf, die jedoch niemals veröffentlicht wurde. Die Songs wurden an verschiedene Plattenfirmen geschickt. Daraufhin nahm Lifeforce Records Caliban unter Vertrag. Die erste selbstbenannte Single erschien im Sommer 1998. Um die CD bekannt zu machen, spielten Caliban viele Auftritte in ganz Europa und unterstützten unter anderem Morning Again, Earth Crisis und Cro-Mags.

Nach der Europa-Tour 1999 begaben sich Caliban ins Studio, um ihr erstes Album A Small Boy and a Grey Heaven aufzunehmen. Kurz nach der Veröffentlichung verließ Claus Wilgenbusch die Band aus persönlichen Gründen und wurde durch Thomas Sielemann ersetzt. Mit Sielemann an der zweiten Gitarre nahmen Caliban vier Songs für eine Split mit der befreundeten Band Heaven Shall Burn auf. Im April 2001 veröffentlichte die Band ihr zweites Album Vent, welche auch über Imperium Records und Howling-Bull Records in Japan veröffentlicht wurde. Anschließend spielten sie auf dem Beast Feast Festival mit Bands wie Slayer, Pantera, Machine Head, Biohazard und Morbid Angel.

Shadow Hearts, The Opposite from Within und The Undying Darkness (2002 bis 2007)[Bearbeiten]

Shadow Hearts, das dritte Album der Band, folgte im Jahr 2003. Durch eine anschließende Japan-Tour mit Killswitch Engage und Shadows Fall konnten sie ihren Bekanntheitsgrad weiter steigern. Im Januar 2004 begannen die Aufnahmen für das vierte Album, The Opposite from Within. Für dieses Album konnten sie Anders Fridén, seines Zeichens Frontmann bei In Flames, für die Produktion gewinnen. Abgemischt wurde es von Andy Sneap, der bereits für Bands wie Machine Head, Arch Enemy oder Killswitch Engage arbeitete. The Opposite from Within erschien im September 2004 beim neuen Label Roadrunner Records.

Von September bis Oktober 2005 befanden sich Caliban im Studio, um ihr fünftes Studioalbum The Undying Darkness aufzunehmen. Musikalisch gab es einige Veränderungen. Besonders auffällig sind die zahlreichen clean gesungenen Parts des Gitarristen Denis Schmidt. Die CD erreichte in den deutschen Charts Platz 73, was für eine Metalcore-Band einen außerordentlichen Erfolg darstellt. Im Sommer des Jahres 2006 spielte die Band auf dem Wacken Open Air. Von Frühling 2007 bis Sommer 2007 spielten Caliban im Rahmen der Darkness over Europe-Tour als Headliner zusammen mit All Shall Perish, Bleeding Through und I Killed the Prom Queen Konzerte in ganz Europa.

The Awakening und Say Hello to Tragedy (2007 bis 2009)[Bearbeiten]

Am 25. Mai 2007 erschien Calibans sechstes Album, The Awakening. Die CD erreichte Platz 36 in den deutschen Albencharts. Im Sommer 2007 spielten Caliban auf vielen europäischen Festivals, darunter auch in Deutschland auf dem With Full Force und dem Summer Breeze. Von September bis Oktober 2007 gaben Caliban zusammen mit Soilwork, Dark Tranquillity und Sonic Syndicate im Rahmen der Eastpak Antidote Tour Konzerte in ganz Europa.[1] Am 23. Oktober 2007 erschien das Album The Awakening dann auch in Amerika via Century Media.

Im Jahr 2009 änderte Roadrunner US ihre Labelpolitik und bot der Band einen 360°-Deal an. Damit hätte die Plattenfirma nicht nur von Albumverkäufen profitiert, sondern auch einen Teil der Einnahmen von den Konzerten und dem Merchandising der Band erhalten. [2] Caliban lehnten das Angebot ab un stehen seit Juni 2009 bei Century Media Records unter Vertrag. Ihr siebtes Album Say Hello to Tragedy wurde wie das Vorgängeralbum von Benny Richter produziert, von Marc Görtz ko-produziert und von Killswitch Engage Gitarrist Adam Dutkiewicz gemixt.[3] Say Hello to Tragedy erschien in Deutschland, Österreich und der Schweiz am 21. August 2009. In weiteren Ländern Europas wurde das Album am 24. August 2009, in den USA am 25. August 2009 veröffentlicht.[4] Das Cover-Artwork für dieses Album wurde von Bastian Sobtzick, dem Frontmann der Metalcore Band Callejon erstellt.

I Am Nemesis und Ghost Empire (seit 2011)[Bearbeiten]

Im Mai 2011 erschien die EP Coverfield. Sie enthält Coverversionen von vier Liedern (Rammstein – „Sonne“, Type O Negative – „My Girlfriend's Girlfriend“, The Beatles – „Helter Skelter“ und At the Gates – „Blinded By Fear“). Am 3. Februar 2012 veröffentlichten Caliban ihr achtes Studioalbum I Am Nemesis, welches auch als Download-Version angeboten wurde. Zudem befand sich die Band vom 2. Februar bis 25. Februar 2012 auf der Get infected Tour 2012. Im Herbst 2012 war die Band gemeinsam mit As I Lay Dying, Trivium und Upon a Burning Body auf Europa-Tour.[5]

Am 4. Oktober 2013 wurde als letzte Auskopplung aus dem Album I Am Nemesis das Video This Oath veröffentlicht. Anschließend arbeitete die Band an ihrem neunten Studioalbum Ghost Empire sowie an einer DVD, die dem Album als Bonusmaterial beiliegen soll. Ghost Empire erschien am 24. Januar 2014.[6] Für das Cover Artwork war The Art of Christopher Lovell zuständig.

Diskografie[Bearbeiten]

Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben
The Undying Darkness
  DE 73 13.03.2006 (2 Wo.) [7]
The Awakening
  DE 36 11.06.2007 (2 Wo.) [7]
  AT 74 08.06.2007 (1 Wo.) [8]
Say Hello to Tragedy
  DE 36 04.09.2009 (1 Wo.) [7]
  AT 64 04.09.2009 (1 Wo.) [8]
  CH 87 06.09.2009 (1 Wo.) [9]
I Am Nemesis
  DE 21 17.02.2012 (2 Wo.) [7]
  AT 47 17.02.2012 (1 Wo.) [8]
  CH 61 19.02.2012 (1 Wo.) [9]
Ghost Empire
  DE 7 07.02.2014 (… Wo.) [7]
  AT 32 07.02.2014 (… Wo.) [8]
  CH 51 02.02.2014 (… Wo.) [9]
  BE 184 07.02.2014 (… Wo.) [9]
[7]

[8]

[9]
Vorlage:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/vorläufige Chartplatzierung

Alben[Bearbeiten]

  • 1999: A Small Boy and a Grey Heaven (Lifeforce Records)
  • 2001: Vent (Lifeforce Records)
  • 2003: Shadow Hearts (Lifeforce Records)
  • 2004: The Opposite from Within (Roadrunner Records)
  • 2006: The Undying Darkness (Roadrunner Records)
  • 2007: The Awakening (Roadrunner Records, Century Media Records)
  • 2009: Say Hello to Tragedy (Century Media Records)
  • 2012: I Am Nemesis (Century Media Records)
  • 2014: Ghost Empire (Century Media Records)

Singles und Promo-CDs[Bearbeiten]

  • 2003: The Seventh Soul / Scream from the Abyss (Lifeforce Records)
  • 2004: The Beloved and the Hatred (Roadrunner Records)
  • 2006: It's Our Burden to Bleed (Roadrunner Records)
  • 2006: Nothing Is Forever (Roadrunner Records)
  • 2007: I Will Never Let You Down (Roadrunner Records)
  • 2007: Life Is Too Short (Roadrunner Records)
  • 2009: 24 Years / Caliban's Revenge (Century Media Records)
  • 2012: Sonne (Coverfield EP) (Century Media Records)
  • 2012: Memorial (Century Media Records)

DVD[Bearbeiten]

Schallplatten/LP/Vinyl[Bearbeiten]

  • 1999: A Small Boy and a Grey Heaven (Farbe: Schwarz) (Lifeforce Records)
  • 2000: The Split Program (Farbe: Schwarz, Rot)(Split-EP mit Heaven Shall Burn; Lifeforce Records)
  • 2001: Vent (Farbe: Schwarz, Weiß) (Lifeforce Records)
  • 2003: Shadow Hearts (Farbe: Schwarz, Blau, Rot, Orange, Gelb) (Lifeforce Records)
  • 2005: The Split Program II (Farbe: Schwarz) (Split-EP mit Heaven Shall Burn; Lifeforce Records, Century Media Records)
  • 2006: The Undying Darkness (Farbe: Schwarz) (Roadrunner Records)
  • 2009: Say Hello to Tragedy (Farbe: Schwarz) (Century Media Records)
  • 2012: I Am Nemesis (Farbe: Schwarz, Grün, Weiß) (Century Media Records)
  • 2014: Ghost Empire (Farbe: Schwarz, Rot) (Century Media Records)

Sonstiges[Bearbeiten]

  • 1997: Never Again (Demo - Kassette) (Ohne Label)
  • 1998: Caliban (EP) (Lifeforce Records)
  • 1999: Advance Type (Demo - Kassette) (Lifeforce Records)
  • 2000: The Split Program (Split-EP mit Heaven Shall Burn; Lifeforce Records)
  • 2004: The Opposite from Within (Demo - Kassette) (Roadrunner Records)
  • 2005: The Split Program II (Split-EP mit Heaven Shall Burn; Lifeforce Records, Century Media Records)
  • 2011: Coverfield (EP) (Century Media Records)
  • 2012: Coverfield 2 (EP) (Century Media Records)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Caliban – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

  1. antidotetour.com: Eastpak Antidote Tour
  2. in-your-face.de: Caliban-Interview vom 25. August 2009
  3. calibanmetal.com: Caliban Signs To Century Media Records vom 9. Juni 2009
  4. calibanmetal.com: News Juni 2009
  5. Caliban mit Trivium, As I Lay Dying und Upon A Burnin Body auf Europa Tour auf strombringer.at, zugegriffen am 24. Januar 2013
  6. Caliban launchen 'We Are The Many' Video! auf stormbringer.at, zugegriffen am 24. Juni 2013.
  7. a b c d e f musicline.de: Caliban in den deutschen Albencharts
  8. a b c d e austriancharts.at: Caliban in den österreichischen Charts
  9. a b c d e hitparade.ch: Caliban in den schweizer Charts