Calisthenics

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Human Flag von Sven Kohl (Calisthenic Movement)

Die Calisthenics (griechisch καλός, kalos „schön“, „gut“ und σθένος, sthenos „Kraft“) sind eine Form des körperlichen Trainings, das eine Reihe von einfachen, oft rhythmischen Bewegungen beinhaltet und für die nur das eigene Körpergewicht genutzt wird. Trainingsgeräte und Zubehör werden im Allgemeinen nicht benötigt.

Die Übungen sind dafür ausgelegt, die Kraft, die Beweglichkeit und die Körperkontrolle eines Sportlers zu verbessern. Calisthenics können sowohl für Muskelaufbau, zur Steigerung der inter- und intramuskulären Koordination, als auch auf die Verbesserung des Herz-Kreislauf-Systems ausgelegt sein. Calisthenics kann an Schulen im Rahmen des Sportunterrichts, bei Sportgruppen und beim körperlichen Training von Soldaten eingesetzt werden.

Geschichte[Bearbeiten]

Antike[Bearbeiten]

Calisthenics kommen ursprünglich aus der griechisch-romanischen Geschichte. Es wurde überliefert, dass im antiken Griechenland die Spartaner vor ihrer Schlacht mit den Persern eine Art synchronisierte Bewegung (Gymnastik) vollzogen haben, um sich auf den Kampf einzustimmen.

19. Jahrhundert[Bearbeiten]

Im 19. Jahrhundert wurde schließlich eine abgewandelte Form von Calisthenics in den USA eingeführt. Schüler von Friedrich Ludwig Jahn brachten ihre Version von gymnastischen Übungen in die Vereinigten Staaten während Catherine Beecher und Dio Lewis ihre eigenen Programme zur körperlichen Betätigung für Frauen entwickelten.

Calisthenics Systeme wurden im Rahmen der körperlichen Sporterziehung nach dem Battle of the Systems zugunsten der Wettkampfsportarten in den Hintergrund geschoben.

21. Jahrhundert[Bearbeiten]

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts widerfuhren Calisthenics ein Wandel. Klassische Eigengewichtübungen wurden jetzt abgewandelt und mit Elementen aus anderen Sportarten kombiniert. Ausgangspunkt des Ganzen war New York. Durch die dort vorhandenen Sportparks konnten die Menschen ohne Fitnessstudios ihrem Training nachgehen. Sport oder Workout Parks bestehen dabei meist aus diversen Klimmzugstangen, Barren und Hangelstrecken, so dass hauptsächlich mit dem eigenen Körpergewicht trainiert wird.

Verschiedene Gruppen entwickelten ihren eigenen Stil indem sie die klassischen Calisthenics mit Übungen aus dem Turnen, Breakdance, Hip Hop und Freerun kombinierten oder sich selbst neue Bewegungen ausdachten. Diese Gruppen stellten Videos der neuartigen Form von Calisthenics ins Internet und lösten damit, vor allem in Osteuropa, einen regelrechten Boom aus. In Folge dessen wurden große Gruppen mit hunderten von Mitgliedern gegründet.

2011 wurde die erste Weltmeisterschaft für Calisthenics/Street Workout in Riga abgehalten. Ausrichter ist die WSWCF (World Street Workout and Calisthenics Federation). Seitdem findet jedes Jahr eine Weltmeisterschaft statt.

Synonyme[Bearbeiten]

Verschiedene, calisthenics-praktizierende Gruppen formten den Begriff „Street Workout“ oder auch „Ghetto Fitness“. Darüber hinaus wird auch der Begriff „Body Weight Exercises“ (deutsch Eigengewichtübung) für die Umschreibung der Calisthenics benutzt. Der Inhalt dieser Namen unterscheidet sich dabei nicht von der neu kreierten Form der Calisthenics, dient aber als neuer Begriff für die Kombination von klassischen Calisthenics mit anderen Elementen.

Trainingsmethoden[Bearbeiten]

Da beim Calisthenics, mit Ausnahme von Gewichtswesten, kaum zusätzliche Gewichte verwendet werden, ist das bei den Übungen bewegte Gewicht weitestgehend konstant. Um eine progressive Mehrbelastung zu gewährleisten, erschwert man beim Calisthenics das Training durch die Veränderung des Hebelarmes, Progressionen zu schwierigeren Übungen (z.B. vom Klimmzug zum einarmigen Klimmzug), explosive Übungsausführung oder Supersätze.
Oft verwendete Trainingstechniken sind:

  • Pyramiden
  • Dirty 40s
  • Around the World[1]

Calisthenics in Deutschland[Bearbeiten]

Hauptartikel: Eigengewichtübung

Der Begriff Calisthenics ist in Deutschland nicht verbreitet. Die im Rahmen des Sportunterrichtes an Schulen benutzten Übungen werden weiterhin „Körpergewichtsübungen“ oder „Spannungsübungen“ genannt.

Im Gegensatz zu anderen Ländern besitzt Deutschland fast keine Outdoor-Trainingsparks. Allerdings wurde in den letzten Jahren Calisthenics in Deutschland immer bekannter. Am 20. Juli 2013 wurde von Baristi Workout und der WSWCF in Offenburg der erste Street Workout World Cup Deutschland organisiert. Bei diesem Wettkampf qualifizierten sich Tibor Kovács, Christian Heria, Sebastien Valere und Visran Israilov für das World Cup Finale in Moskau.[2]

Durch eine am 30. August 2013 ausgestrahlte Reportage bei Galileo, wurde der Sport auch erstmals in Deutschland der Öffentlichkeit in den Medien vorgestellt.[3]

Vertreter[Bearbeiten]

International[Bearbeiten]

Zu den bekanntesten Vertretern der modernen Calisthenics gehören unter anderem die Gruppen Bartendaz, Barstarzz, Bar-Barians und Street Workout Ukraine und Einzelpersonen wie unter anderem Hannibal for King.

Deutschland[Bearbeiten]

Im Jahre 2011/2012 entstanden in Deutschland die ersten Sportmannschaften für diese Sportart. Gruppen wie Calisthenic Movement, Baristi und Beast Brothers zählen zu den bekanntesten Vertretern.

Gebräuchliche Übungen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Calisthenics“ – Men's Fitness November 2012 S. 40–44 http://www.baristi-workout.com/wp-content/uploads/media/Mens-Fitness-10-12.pdf
  2. Offizielle Ergebnisse Street Workout World Cup Deutschland 2013 http://baristi-workout.com/de/street-workout-world-cup-deutschland-ergebnisse-und-video/
  3. Galileo Reportage: „Calisthenics – Street Workout“ http://www.prosieben.de/tv/galileo/videos/5236-calisthenics-streetworkout-clip
  4. Calisthenics Move des Monats – Men's Fitness September 2013 S.10 http://baristi-workout.com/de/files/2013/10/MF-Sep.pdf