Call of Duty

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Call of Duty: Advanced Warfare Call of Duty: Ghosts Call of Duty: Black Ops 2 Call of Duty: Modern Warfare 3 Call of Duty: Black Ops Call of Duty: Modern Warfare 2 Call of Duty#Call of Duty: World at War Call of Duty 4: Modern Warfare Call of Duty#Call of Duty 3 Call of Duty#Call of Duty 2 Call of Duty#Call of Duty

Call of Duty (kurz CoD, deutsche Übersetzung: Ruf der Pflicht) und dessen Nachfolger sind Computerspiele aus dem Genre Ego-Shooter und stammen von den US-amerikanischen Spieleentwicklern Infinity Ward, Treyarch und seit 2014 Sledgehammer Games. Das erste Spiel der Call-of-Duty-Reihe wurde im Herbst 2003 von Activision veröffentlicht. Es versetzt den Spieler nacheinander auf der Seite der drei alliierten Großmächte USA, Großbritannien und der Sowjetunion in die Rolle eines Infanterie-Soldaten, der im Zweiten Weltkrieg in Europa und Afrika an verschiedenen Kriegsschauplätzen kämpfen muss. Daneben kann im Mehrspielermodus auch auf Seiten der Achsenmächte gekämpft werden.

Für Call of Duty wurde das Add-on United Offensive veröffentlicht, später der zweite Teil Call of Duty 2 und im November 2006 Call of Duty 3, der nur auf Konsolen erschien und Launchtitel für die Xbox 360 war. Der vierte Teil heißt Call of Duty 4: Modern Warfare und spielt erstmals in der Gegenwart. Seit Modern Warfare erschienen bis Black Ops 2 alle Teile für PS3, Xbox 360 und PC und werden jährlich im November veröffentlicht. 2008 erschien mit World at War wieder ein Call of Duty mit Weltkriegszenario. Am 10. November 2009 erschien Modern Warfare 2. Am 9. November 2010 folgte Call of Duty: Black Ops. Modern Warfare 3 wurde am 8. November 2011 veröffentlicht, und beendete die Story der Modern-Warfare-Reihe. Danach wurde die Black-Ops-Serie mit Call of Duty: Black Ops 2 fortgesetzt, es erschien am 13. November 2012. Mit Call of Duty: Ghosts ist der erste Teil für Xbox One und PlayStation 4 erschienen, für PS3, X360 und PC wurde es am 5. November 2013 veröffentlicht. Der aktuellste Teil ist Call of Duty: Advanced Warfare mit den derzeit größten Änderungen der Serie, dieser ist am 4. November 2014 erschienen.

Bis zum November 2009 wurden über 55 Millionen Spiele verkauft, wodurch die Serie Gesamteinkünfte von über 3 Milliarden US-Dollar erzielte.[1] Momentan arbeiten insgesamt über 500 Leute an der Call-of-Duty-Marke.[2]

Spiele[Bearbeiten]

Call of Duty[Bearbeiten]

Hauptspiel[Bearbeiten]

Call of Duty
Studio Infinity Ward
Publisher Activision, Aspyr (Mac-Umsetzung)
Erstveröffent-
lichung
DeutschlandDeutschland 6. November 2003
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten 29. Oktober 2003
Plattform PC (Windows, Mac OS X), Nokia N-Gage, PlayStation 3, Xbox 360 als Call Of Duty Classic
Genre Ego-Shooter
Spielmodus Einzelspieler, Mehrspieler
Steuerung Tastatur, Maus
Systemvor-
aussetzungen
Medium 2 CDs (PC), 1 DVD (Mac), Download (PlayStation 3, XBox 360, PC)
Sprache Deutsch
Aktuelle Version Client: 1.5 (Windows, Mac)
Server: 1.5 (Linux, Windows, Mac)
Altersfreigabe
USK ab 18
PEGI ab 16+ Jahren empfohlen
Information Keine Verfassungsfeindlichen Symbole in der USK-Version

Das Spiel erzählt keine zusammenhängende Hintergrundgeschichte. Der Spieler übernimmt vielmehr episodenhaft die Rolle von Soldaten verschiedener alliierter Nationen und kämpft in teils erfundenen, meist aber in historischen Schlachten. Auf Seiten der Amerikaner ist man so an der großen Invasion der Normandie (Operation Overlord) beteiligt. Als Brite erobert und verteidigt man die Pegasusbrücke (Operation Tonga) und sabotiert das Schlachtschiff Tirpitz. In der abschließenden Kampagne steuert man einen sowjetischen Soldaten, der die Deutschen wieder aus Stalingrad vertreiben muss – diese Szenerie ist dem Film Duell – Enemy at the Gates entlehnt, bei dem man ebenfalls auf einem unter Beschuss stehenden Boot über die Wolga in die Ruinenstadt gefahren wird. Das Spiel endet mit dem Hissen der roten Flagge auf dem Reichstagsgebäude.

Die Atmosphäre in Call of Duty wird von einigen Spielemagazinen (GameStar, PC Games) als sehr gut bewertet. So wurden zum Beispiel die Geräusche der Waffen bei eigens durchgeführten Probeschießen der Originale aus dem Zweiten Weltkrieg aufgezeichnet. Call of Duty wurde mehrfach mit dem Titel „Game of the Year“ ausgezeichnet.

Call of Duty hat einen Mehrspieler-Modus, der es ermöglicht, im Netzwerk gegen und mit anderen menschlichen Teilnehmern zu spielen. Im Mehrspielermodus kann man auch als Deutscher spielen. Die Spielmodi sind: Deathmatch (jeder gegen jeden), Team Deathmatch (zwei Teams gegeneinander), Search and Destroy (ein Team muss einen Auftrag erledigen, das andere diesen Auftrag verhindern, etwa das Legen und Zünden einer Bombe, ähnlich zu Counter-Strike), Retrieval (ein Team versucht, ein Objekt zu stehlen und zu seiner Basis zu bringen) und Behind Enemy Lines (ein alliiertes Team tritt gegen eine Überzahl von Spielern des Achsenteams an und versucht möglichst lange zu überleben, derjenige Spieler auf Seite der Achsenmächte, der es schafft, einen Alliierten zu erschießen, tauscht mit diesem die Rolle). Die Karten sind oft Abwandlungen der Singleplayer-Missionen. Daher ist es auch im professionellen E-Sport-Bereich anzutreffen. Der Mehrspielermodus dieser Version, wird auf Wunsch von der Anticheat-Software PunkBuster überwacht.

Viele der Entwickler entstammen dem Team, welches Medal of Honor: Allied Assault entwickelt hat, welches wiederum zu großen Teilen auf dem Film Der Soldat James Ryan basiert.

Add-on[Bearbeiten]

Das Add-on Call of Duty − United Offensive ist seit Oktober 2004 erhältlich. Es enthält neben neuen Karten auch neue Waffentypen, wie beispielsweise eine Bazooka für die Amerikaner oder den Flammenwerfer für die Deutschen. Ebenso ist es in diesem Add-on möglich zu sprinten und – sobald man den höchsten Rang erreicht hat – im Gefecht mit Hilfe eines Fernglases Ziele auszumachen und diese mit Artillerie (welche ferngesteuert ist) zu bombardieren.

Es gibt neue Mehrspieler-Modi (Capture the Flag: Jedes Team versucht, die Flagge des Gegners zu stehlen und zur eigenen Flagge zu bringen), Basisangriff (jedes Team muss die eigenen drei Basen sichern und gleichzeitig die des Gegners zerstören), Herrschaft (fünf neutrale Flaggenpunkte müssen erobert werden), und man kann sich nun auch mit Fahrzeugen bewegen (Panzer, schwere Panzer, Jeeps).

In den 13 neuen Missionen spielt man z. B. einen amerikanischen Soldaten während der Ardennenoffensive, einen Bordschützen einer britischen „Fortress Mk.1“ (Boeing B-17 „Flying Fortress“), der sich (nachdem sein Bomber über Holland abgeschossen wurde) dem holländischen Widerstand anschließt und anschließend zum Special Air Service befördert wird. In der folgenden russischen Kampagne spielt man einen Soldaten, der sich an der Schlacht um Kursk (Unternehmen Zitadelle) beteiligt. Die Grafik-Engine wurde verändert und mit neuen Effekten versehen.

Call of Duty: Finest Hour[Bearbeiten]

Call of Duty: Finest Hour
Studio Spark Unlimited
Publisher Activision
Erstveröffent-
lichung
DeutschlandDeutschland 2. Dezember 2004
Plattform Xbox, PlayStation 2, GameCube
Genre Ego-Shooter
Spielmodus Einzelspieler, Mehrspieler
Sprache Deutsch
Altersfreigabe
USK ab 18
PEGI ab 16 Jahren empfohlen
Information Keine Verfassungsfeindliche Symbole in der USK-Version

Call of Duty: Finest Hour ist ein Spiel für die Konsolen Xbox, PlayStation 2 und Nintendo Gamecube. Es ist am 2. Dezember 2004 erschienen. Die Xbox- und die PS2-Version können auch online gespielt werden.

Call of Duty 2[Bearbeiten]

Call of Duty 2
Studio Infinity Ward
Publisher Activision
Erstveröffent-
lichung
DeutschlandDeutschland 3. November 2005
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten 25. Oktober 2005
Plattform PC (Windows, Mac OS X), Xbox 360
Genre Ego-Shooter
Spielmodus Einzelspieler, Mehrspieler
Steuerung Tastatur, Maus, Gamepad
Systemvor-
aussetzungen
Medium 1 PC-DVD-ROM / 5 PC-CDs (US-Version), Download
Sprache Deutsch
Altersfreigabe
USK ab 18
PEGI ab 16+ Jahren empfohlen
Information Neueste Version: 1.3; USK-Fassung gekürzt

Die Fortsetzung Call of Duty 2 wurde am 3. November 2005 veröffentlicht und erhielt keine Jugendfreigabe. Die Entwicklungskosten des Spiels beliefen sich auf 14,5 Millionen US-Dollar, wobei 8 Prozent des Budgets (1,16 Millionen Dollar) auf die Sprachaufnahmen entfielen. Rund ein halbes Jahr nach der Windows-Version feierte Call of Duty 2 für Mac OS X auf der MacExpo 2006 seine Deutschlandpremiere.

Singleplayermodus[Bearbeiten]

Bei der Entwicklung des Spieles wurde die Handlung des Filmes Duell – Enemy at the Gates zugrunde gelegt, viele Situationen und materialbedingte Begebenheiten aus dem Film wurden in den Missionen um Stalingrad eingebaut.

Die Handlung knüpft an das bekannte Konzept an: Dieses Mal kämpfen vier Soldaten aus drei Staaten in einer Gruppe gegen die Deutschen in den Kriegsjahren 1941 bis 1945. Als junger russischer Private Vasili Ivanovich Koslov erobert der Spieler Stalingrad zurück. Mit dem britischen Sergeant John Davis geht es anschließend auf den afrikanischen Kontinent nach El Alamein und Libyen in eine Panzerschlacht der 7. Panzerdivision, nach Tunesien und zurück ins französische Caen. Zwischendurch wird vom Spieler als britischer Panzerkommandant David Welsh in zwei Missionen die Steuerung eines Crusader-Panzers in der libyschen Wüste übernommen. Das Ende bestreitet man mit dem Amerikaner Corporal Bill Taylor des 2. US-Rangerbataillon zum D-Day an den Klippen von Pointe du Hoc. Anschließend schlägt man sich bis Bergsteiner Burgberg (Deutschland) durch und überquert den Rhein.

Man kann das Spiel sowohl mit DirectX 7 als auch 9 spielen.

Multiplayermodus[Bearbeiten]

Der Multiplayermodus beinhaltet die Modi Deathmatch, Team Deathmatch, Capture the Flag, Search and Destroy und Headquarter.

Einige Cheats können dank eines Patches mittlerweile nachgewiesen werden, und die betreffenden Spieler werden auf den Servern vom Spielen ausgeschlossen („gebannt“). Die Sperrung ist mit der Seriennummer des Spiels verknüpft, lässt sich also nicht leicht umgehen.

Mit dem Patch 1.2 wurde auf dem Pc die Anticheat-Software PunkBuster integriert. Trotz dieser Gegenmaßnahmen finden Cheater immer wieder Wege, diese auszuhebeln – dabei sind besonders sogenannte Wallhacks (erlaubt es, durch Wände zu sehen) und Aimbots (übernehmen das Zielen mit der Maus z. B. direkt auf den Kopf des Gegners) im Einsatz.

Call of Duty 2: Big Red One[Bearbeiten]

Call of Duty 2: Big Red One
Studio Treyarch
Publisher Activision
Erstveröffent-
lichung
DeutschlandDeutschland 17. November 2005
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten 1. November 2005
Plattform Gamecube, Xbox, Playstation 2
Genre Ego-Shooter
Spielmodus Einzelspieler, Mehrspieler
Steuerung Controller
Medium 1 DVD-ROM
Sprache Deutsch
Altersfreigabe
USK ab 18
PEGI ab 16+ Jahren empfohlen
Information USK-Fassung gekürzt

Das Spiel erschien für die Konsolen GameCube, Xbox und PlayStation 2 im Herbst 2005 und erhielt keine Jugendfreigabe. Zum ersten Mal bricht das Spiel mit dem Konzept der Vorgänger: Im Gegensatz zu CoD 1 und 2 ist man während des gesamten Spiels Soldat einer Einheit: Fighting 1st, die wegen ihrer Verbandsabzeichen auch Big Red One genannt werden. Ähnlich wie in Medal of Honor: Pacific Assault laufen die Missionen zeitlich nicht linear ab: Am Ende der ersten Mission im Jahr 1944 wird man schwer verletzt, woraufhin das virtuelle Leben vor dem geistigen Auge bis 1942 zurückgespult wird. Hier startet man seine Laufbahn als Gefreiter in Nordafrika. Nach 13 Wüsten- und Frankreich-Missionen landet man schließlich im letzten Kriegsjahr in Deutschland (Siegfried-Linie). Mehrspielergefechte können auf Xbox und PS2 über Internet mit insgesamt 16 Spielern auf elf Karten ausgetragen werden. Am Ende und Anfang einer Mission wird eine kurze Zusammenfassung als Nachrichtensendung gezeigt. Die Stimme in der englischen Version gehört Mark Hamill, welcher in The Big Red One eine Hauptrolle hatte. Diverse Schauspieler aus der Miniserie Band of Brothers liehen den anderen Spielcharakteren der Einheit ihre Stimme.

Call of Duty 3[Bearbeiten]

Call of Duty 3
Studio Treyarch
Publisher Activision
Erstveröffent-
lichung
9. November 2006 (Xbox, Xbox 360)
23. November 2006 (PlayStation 2)
8. Dezember 2006 (Wii)
29. März 2007 (PlayStation 3)
Plattform Xbox, Xbox 360, Playstation 2, PlayStation 3, Wii
Genre Ego-Shooter
Spielmodus Einzelspieler, Mehrspieler
Steuerung Controller
Sprache Deutsch
Altersfreigabe
USK ab 18
PEGI ab 16+ Jahren empfohlen
Information Keine Verfassungsfeindliche Symbole in der USK-Version

Call of Duty 3 war ab Ende 2006 für die Konsolen Xbox, Xbox 360, Playstation 2 und Wii erhältlich, ab März 2007 auch für die PlayStation 3.

Es handelt im besetzten Frankreich, wobei in der Einzelspieler-Kampagne ausschließlich Soldaten der Alliierten gesteuert werden können.

Die Versionen für Xbox 360 und PlayStation 3 verfügen über einen Online-Mehrspielermodus für bis zu 24 respektive 16 Spieler.

Einer der größten Unterschiede zu Call of Duty 2 ist die Bedienungsmöglichkeit von Fahrzeugen wie Motorrad, Geländewagen und Panzer (jeweils deutsch und alliiert).

Grafisch und klangtechnisch wurde vor allem die Xbox-360-Version noch einmal überarbeitet. Über Xbox Live sind eine kostenlose sowie fünf kostenpflichtige Zusatzkarten für Online-Spiele erhältlich.

Roads to Victory (PlayStation Portable)[Bearbeiten]

Call of Duty: Roads to Victory ist die erste Playstation-Portable-Version des Spiels für den Sony-Handheld, welche am 23. März 2007 veröffentlicht wurde. Die USK vergab nur mit einer für den deutschen Markt geschnittenen Fassung ein ab 18-Siegel.

Call of Duty 4: Modern Warfare[Bearbeiten]

Am 8. November 2007 erschien Call of Duty 4: Modern Warfare. Das Spiel handelt im Gegensatz zu den Vorgängern in einer alternativen Gegenwart oder der nahen Zukunft, in der die Kriegsschauplätze im nahen und mittleren Osten lokalisiert sind. Das Spiel konzentriert sich auf die Techniken moderner Infanterie-Gefechtsführung und erteilt dem Spieler die Kontrolle über Soldaten in sehr unterschiedlichen Einsatzszenarien, welche sich zum Teil von denen der bisherigen Call-of-Duty-Spiele unterscheiden. Einsätze mit schweren Kampfhandlungen wechseln sich dabei mit ruhigeren Aufträgen und Scharfschützenmissionen ab. Der inhaltliche Wechsel zu moderner Gefechtsführung ermöglicht zudem auch den Einsatz einer Reihe moderner Handfeuerwaffen und Technologien. In den 18 Missionen der Einzelspieler-Kampagne spielt man sowohl die britischen SAS-Soldaten Soap MacTavish und Cpt. Price, den US-Marine Sgt. Paul Jackson, als auch die Bordschützen eines Lockheed AC-130H Spectre Gunship. Über den neuen Multiplayer-Modus kann man über eine Internetverbindung gegen andere Spieler weltweit Multiplayer-Gefechte spielen.

Call of Duty: World at War[Bearbeiten]

Call of Duty: World at War
Cod WaW Logo.jpg
Studio Treyarch
Publisher Activision
Erstveröffent-
lichung
DeutschlandDeutschland 13. November 2008
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten 11. November 2008
Plattform PC (Windows), Xbox 360, PlayStation 2, PlayStation 3, Wii, Nintendo DS
Genre Ego-Shooter
Spielmodus Einzelspieler, Mehrspieler
Steuerung Tastatur, Maus, Gamepad
Systemvor-
aussetzungen
Medium 1 PC-DVD-ROM / 5 PC-CDs (US-Version), Download
Sprache Deutsch
Aktuelle Version 1.7
Altersfreigabe
USK ab 18
PEGI ab 18+ Jahren empfohlen
Information USK-Fassung gekürzt

Am 2. Dezember 2007 verkündete Activision Blizzard, dass der fünfte Teil der Call-of-Duty-Reihe nicht von Infinity Ward, sondern, wie der dritte Teil, von Treyarch entwickelt wird.[3]

Der neue Teil trägt den Untertitel „World at War“. Hauptentwicklungsplattform des Spieles ist die Xbox 360, allerdings erschien es auch für andere aktuelle, stationäre Konsolen, PC sowie Nintendo DS. Das Spiel enthält zwei Kampagnen (Amerikaner im Pazifik und Sowjets in Europa) im Einzelspieler- sowie im Koop-Modus auch als Mehrspieler spielbare Varianten. Die für den fünften Teil verwendete Engine entspricht der Call-of-Duty-4-Engine mit leichter Modifikation. Ebenfalls sind in diesem Teil mehrere neue Aktionen des Charakters möglich als in Call of Duty 4; Fahrzeuge kann man besetzen und steuern, und man kann mit verschiedenen Waffen große Löcher in Mauern schießen, die es ermöglichen, schneller voranzukommen. Der Entwickler hat eine verbesserte künstliche Intelligenz verwendet, etwa können sich Gegner tot stellen und die Spielerfigur später von hinten angreifen. Zusätzlich soll die Wii-Version des Spieles noch den Wii-Zapper unterstützen.[4] Der Release war in den USA am 11. November 2008 und in Europa am 13. November.[5][6][7][8]

Handlung[Bearbeiten]

In insgesamt 15 Einzelspieler-Missionen wechselt man zwischen Pazifikraum und dem europäischen Kriegsschauplatz.

  • Pazifik:

Als der US-amerikanische Marineinfanterist Private Miller wird man von seinen Kameraden aus einem japanischen Kriegsgefangenenlager auf Makin befreit, kämpft sich zusammen mit diesen über die Insel vor und entkommt schließlich mit Schnellbooten. Anschließend geht man während einer großangelegten amphibischen Landungsoperation bei White Beach auf Peleliu an Land, erobert den Flughafen der Insel und verteidigt ihn gegen einen japanischen Gegenangriff. Danach säubert man mehrere Grabensysteme, Bunker, Mörser- und Artilleriestellungen der Insel,ehe man als Besatzungsmitglied eines PBY Catalina Flugbootes im Südchinesischen Meer japanische Frachtschiffe versenkt und eine US-Flotte gegen Patrouillenboote und Kamikazeflieger verteidigt. Zuletzt kämpft man bei Wana Ridge auf Okinawa und erobert die Festung Shuri.

  • Europa:

Als sowjetischer Private Petrenko kämpft man zuerst als Scharfschütze in Stalingrad, wobei man den Hauptauftrag erhält, den deutschen General Heinrich Amsel zu töten. Anschließend beteiligt man sich als Infanterist bei der Schlacht um die Seelower Höhen und steuert dort im späteren Verlauf einen T-34 Panzer. Schließlich dringt man wieder als Infanterist in Berlin ein, kämpft sich durch die Straßen, Häuser und U-Bahnschächte, ehe man das Reichstagsgebäude stürmt und am Dach die sowjetische Flagge hisst.

Koop-Modus[Bearbeiten]

Der Koop-Modus ist eine Neuheit in der Spielewelt von Call of Duty. In diesem Modus kann man im LAN, oder auch über Internet mit bis zu 3 anderen Spielern die Kampagne spielen. In diesem Koop-Modus können „Death Cards“ (die man in dem Einzelspieler-Spiel findet) benutzt werden. Es können auch Zombie Maps im Koop-Modus gespielt werden.

Zombie-Modus[Bearbeiten]

In der Originalfassung des Spiels erwartet den Spieler nach einmaligem Beenden der Kampagne eine weitere Mission. In dieser spielt man in einem zum Teil zerstörten Haus, in dem man gegen sogenannte „Nazi-Zombies“ kämpfen muss. Die Mission ist nicht erfolgreich zu beenden, da die Anzahl der Runden unendlich ist. Jene kommen von außen auf das Haus zugelaufen, reißen die 6 Bretter von jedem Fenster ab und klettern hinein. Für das Töten der Zombies oder das Wiederaufbauen der Bretter-Barrieren erhält der Spieler Punkte, die er in Waffen oder den Zugang zu neuen Teilen des Gebäudes investieren kann. Der Schwierigkeitsgrad der Level steigt mit zunehmender Stufe an, denn die Zombies werden zunehmend stärker und schneller. Im Koop-Modus der englischen Version ist diese Mission ebenfalls mit 4 Spielern spielbar. Die Patches 1.1-1.7 der unzensierten Fassung machen es möglich, 3 weitere Zombielevel zu spielen. In der deutschen Version ist es nicht möglich den Zombiemodus zu spielen, da es nicht enthalten ist. Ebenso können die deutschen Patches die anderen 3 Zombie Karten nicht freischalten.

Custom Zombies[Bearbeiten]

Für die PC-Version von World at War können User eigene Mods, also Maps mit dem offiziellen Programm Radiant erstellen. Diese können im Hauptmenü unter MODS gestartet werden. Durch das Verändern der Scripts kann fast alles verändert werden. Die Gruppe UGX Mods hat verschiedene Modi erstellt, wie zum Beispiel "Gun Game", wobei man sich keine Waffen kaufen muss sonder nach einer bestimmten Punktzahl automatisch die nächste Waffe kriegt. Wer zuerst alle Waffen durch hat, hat gewonnen. ZOMB1EKLLR hat auf seiner Map Prison Mission zwei der vier Charakter durch sich selbst und Samantha, ein Mädchen aus der Story des Zombie Modus, ersetzt und alle Stimmen selbst aufgenommen. YaPh1l erstellt verschiedene Sachen wie eigene Waffen (Custom Weapons), Fixes für Fehler oder ein Inventar, wofür man Scripts erstellen muss und stellt diese z. B. auf www.zombiemodding.com bereit. Andere Modder importieren Waffen aus anderen Spielen wie Black Ops 1 & 2 oder Battlefield.

Vermarktung[Bearbeiten]

Am 9. September 2008 kündigte Activision eine Beta-Version des Spieles für die Spielekonsole Xbox 360 von Microsoft an, welche als Mehrspieler-Version erscheinen sollte. Weiter wurde am 28. September 2008 eine Beta-Version des Mehrspieler-Parts für Microsoft Windows veröffentlicht.[9]

Die Teilnahme an den jeweiligen Vorab-Versionen erforderte eine Registrierung auf der Internet-Seite des Spieles. Mit dem Start der Verkaufsversion des Spiels endete die Beta-Phase am 10. November 2008 in den USA respektive am 11. November 2008 in Australien sowie am 13. November 2008 in Europa. Eine Teilnahme deutscher Spieler wurde aufgrund rechtlicher Gründe ausgeschlossen.[10]

Kritik[Bearbeiten]

Die Spielergemeinde reagierte recht verhalten auf die Veröffentlichung von Call of Duty: World at War, da dies in den Augen vieler Spieler nur marginale Neuerungen gegenüber früherer Teile der Spiele-Serie bot. Die Resonanz konnte kurzum als enttäuscht gedeutet werden, was sich in vielzitierten Äußerungen widerspiegelte (Old weapons, new maps – Alte Waffen, neue Karten). Weiterhin empfand ein Großteil der Spieler die Grafik als annähernd identisch gegenüber seinem Vorgänger sowie die fehlenden taktischen Möglichkeiten als negativ. Allerdings ist World at War trotz der veralteten Grafik und Engine immer noch sehr beliebt, da es durch Custom Zombie Maps immer wieder etwas anderes, neues gibt.

Call of Duty: Modern Warfare 2[Bearbeiten]

MW 2 Logo.png

Am 3. Dezember 2008 verkündete Activision Blizzard die Fortsetzung der Modern-Warfare-Reihe, die von Infinity Ward entwickelt wird. Irrtümlicherweise wurde in den ersten Pressemitteilungen nur von Modern Warfare 2 gesprochen, was darauf deutete, dass der Titel ohne den Zusatz Call of Duty auskommen müsste. In einem Twitter-Beitrag des Infinity-Ward-Mitarbeiters Robert Bowling wurde dies im Juli revidiert. Activision selbst erklärte gegenüber dem Internetmagazin Gamespot die Verwechslung wie folgt: „Infinity Wards Modern Warfare 2 ist der direkte Nachfolger von Call of Duty 4: Modern Warfare. Wir haben den Blickpunkt auf den Namen Modern Warfare gerichtet, um am besten herüberzubringen, dass es sich dabei um das erste echte Sequel inmitten der Call-of-Duty-Reihe handelt.“[11] Zunächst wurde angekündigt, dass Call of Duty: Modern Warfare 2 im Gegensatz zu seinen Vorgängern in Deutschland ungekürzt und ungeschnitten erscheinen wird. Kurz vor dem Erscheinungsdatum wurde jedoch bekannt, dass dennoch einige Änderungen gegenüber der Originalfassung vorgenommen wurden.[12]

Zudem entwickelt Infinity Ward zurzeit eine DS-Version von Modern Warfare 2. Diese wird den Namen Call of Duty Modern Warfare: Mobilized tragen.[13] Call of Duty: Modern Warfare 2 ist der erste Teil der Call-of-Duty-Serie, der Steam zum Spielen voraussetzt.

Call of Duty: Black Ops[Bearbeiten]

BlackOpsLogo.svg
Hauptartikel: Call of Duty: Black Ops

Der siebte Teil der Call-of-Duty-Reihe erschien am 9. November 2010 und spielt unter anderem in Vietnam, Laos, Kuba und Russland.[14] Die Handlung des Spiels wird aus der Sicht von Elitesoldat Alex Mason und CIA-Agent Jason Hudson mit Rückblenden erzählt.

Das Spiel erschien für Xbox 360, PlayStation 3 und PC mit einer 3D-Funktion, die es dem Spieler ermöglicht, wahlweise zwischen normaler Grafik und 3D-Grafik zu wechseln.[15] Die 3D-Grafik kann nicht nur in dem Einzelspieler Modus, sondern auch im Mehrspieler-Modus und im Online-Modus genutzt werden.[16]

Call of Duty: Modern Warfare 3[Bearbeiten]

ModernWarfare3Logo.svg

Der achte Teil der Reihe wurde offiziell am 14. Mai 2011 vorgestellt und am 8. November 2011 veröffentlicht. Eigentlich sollte der Nachfolger von Black Ops erst zu einem späteren Zeitpunkt der Öffentlichkeit vorgestellt werden, aber aufgrund eines Informations-Leaks wurde der Titel früher enthüllt. Zusätzlich zu Infinity Ward waren auch noch die Entwicklerstudios Sledgehammer Games und Raven Software bei der Entwicklung mitverantwortlich.

Call of Duty: Black Ops 2[Bearbeiten]

BlackOps2Logo.svg
Hauptartikel: Call of Duty: Black Ops 2

Der neunte Titel von Call of Duty wurde am 1. Mai 2012 während der Basketball-Playoffs auf dem US-amerikanischen Fernsehsender TNT vorgestellt.[17] Der Titel lautet Call of Duty: Black Ops 2 und ist von Treyarch entwickelt worden. Die Handlung spielt in der nahen Zukunft im Jahre 2025, in einer Welt besessen von technologischem Fortschritt: The Future is Black. Das Spiel erschien am 13. November 2012 und erzielte bereits am ersten Tag einen Umsatz von mehr als 500 Millionen Dollar.[18]

Call of Duty: Ghosts[Bearbeiten]

Hauptartikel: Call of Duty: Ghosts

Ghosts ist der zehnte Teil der Call-of-Duty-Serie und wurde am 5. November 2013 für PC, Xbox 360, PlayStation 3 und Playstation 4 sowie die Xbox One veröffentlicht. Am 24. April 2013 wurden durch die Supermarktkette Tesco[19] aufgrund eines Fehlers Packshots der Xbox 360- und PS3-Version veröffentlicht. Die Entwicklung wurde von Infinity Ward übernommen. Am 1. Mai 2013 wurde Ghosts offiziell von Activision bestätigt. Die ersten Spielszenen wurden am 21. Mai zusammen mit der Xbox One der Öffentlichkeit gezeigt.[20]

Call of Duty: Advanced Warfare[Bearbeiten]

Advanced Warfare ist der elfte Teil der Serie und ist am 4. November 2014 für PC, Xbox 360, PlayStation 3, Xbox One und PlayStation 4 erschienen.[21] Im Jahr 2054 ist die größte Militärmacht der Welt kein Land, sondern ein Unternehmen. Jonathan Irons (Kevin Spacey) ist der Führer und Gründer von Atlas, dem größten privaten Militärunternehmen der Welt. Irons beginnt einen Krieg mit den USA, mit der Überzeugung, dass die USA damit gescheitert sind, auf der ganzen Welt Demokratien zu etablieren.[22]

Musik[Bearbeiten]

Ein Großteil der Hintergrundmusik in Call of Duty stammt vom US-amerikanischen Komponisten Michael Giacchino. Die Hintergrundmusik von Call of Duty 2 wurde von Graeme Revell, die von Call of Duty 3 von Joel Goldsmith komponiert. Die Hintergrundmusik in Call of Duty 4 komponierte Harry Gregson-Williams. In World at War, Black Ops und in einem Black Ops 2 DLC sang Elena Siegman die Lieder für den Zombiemodus ein. Für die Hintergrundmusik in Call of Duty: Modern Warfare 2 sorgte Hans Zimmer. Die Musik in Modern Warfare 3 komponierte Brian Tyler. Für Call of Duty: Ghosts steuerte Eminem den offiziellen Song des Spiels bei.

Anpassung der deutschen Versionen[Bearbeiten]

Die Spiele, die während des Zweiten Weltkrieges spielen, wurden in der deutschen Version verändert. Verfassungsfeindliche Symbole wie das Hakenkreuz wurden in Balkenkreuze umgeändert, nationalsozialistische Propagandamaterialien (z. B. Poster) wurden entfernt. Außerdem wurden sämtliche Videos am Ende des Spiels, in denen Hitler und SS-Mitglieder zu sehen sind, geschnitten. Trotzdem finden sich auf sogenannten Mod-Servern zahlreiche nationalsozialistische Sprüche, Zeichen und Namen.

Im vierten Teil wurde der „Arcade Mode“ entfernt, der nach einmaligen Durchspielen freigeschaltet wird. Im Arcade Mode werden dem Spieler Punkte für das Töten von Gegnern zugeschrieben.

Im fünften Teil wurde der so genannte „Nazizombiemodus“ komplett entfernt, der nach einmaligen Durchspielen der Einzelspielerkampagne freigeschaltet wird. Außerdem wurden die Gore-Effekte entfernt, durch die man anderen Personen Gliedmaße oder den Kopf wegschießen kann, und wenn man auf tote Personen schießt, sieht man kein Blut mehr. Außerdem entfallen einige Skriptsequenzen, in denen der Spieler zum Beispiel dazu aufgefordert wird, Kriegsgefangene umzubringen.

Die ungekürzte Fassung von „Call of Duty: World at War“ wurde im Januar 2009 indiziert.

Im sechsten Teil (Modern Warfare 2) wurde eine Mission verändert: Man spielt hier einen CIA-Agenten, der zusammen mit russischen Terroristen einen Anschlag auf einem Flughafen verübt. In der deutschen Version gilt die Mission als gescheitert, wenn man auf Zivilisten schießt. Im Original ist das nicht so. Diese Änderung wurde auch für die japanische Version übernommen.[23] In Russland musste die Originalversion nach heftigen Protesten von Activision zurückgerufen werden.[24]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Call of Duty – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. GamesIndustry.biz: Call of Duty franchise passes $3 billion. 27. November 2009. Abgerufen am 30. November 2009.
  2. Activision: Über 500 kreative Köpfe arbeiten an Call of Duty
  3. Call of Duty 5 (CoD 5): 2009 für PC und Konsole – COMPUTER BILD SPIELE
  4. Call of Duty 5 – World at War: Erst Bilder – COMPUTER BILD SPIELE
  5. Xbox 360 Feature: All you need to know about Call of Duty 5! - Xbox 360 – The Official Magazine
  6. Call of Duty: World at War – Alle Fakten zum fünften Teil – News bei GameStar.de
  7. wii-spiele-archiv.de
  8. videospiele.com – Erster Call of Duty: World at War Trailer
  9. Call of Duty: World at War PC Beta Now Open. Voodoo Extreme. 28. Oktober 2008. Abgerufen am 28. Oktober 2008.
  10. Deutsche Spieler von Teilnahme an englischer Beta-Version ausgeschlossen.. Abgerufen am 1. Mai 2012.
  11. Modern Warfare 2 regains Call of Duty prefix. Abgerufen am 17. Dezember 2010.
  12. krawall.de; Erstmals ungeschnitten in Deutschland
  13. Call of Duty Modern Warfare: Mobilized für Nintendo DS. Abgerufen am 17. Dezember 2010.
  14. Call of Duty – Black Ops: Erstes Trailer-Video jetzt bei uns – Update: Vietnam, Kuba, Arktik + mehr Infos auf cynamite.de. Abgerufen am 2. Mai 2010
  15. [1]
  16. Call Of Duty: Black Ops Video Game, 3D Feature Interview HD | Video Clip | Game Trailers & Videos | GameTrailers.com
  17. Call of Duty: Neuer Titel spielt offenbar in naher Zukunft, netzwelt.de. Abgerufen am 29. April 2012.
  18. Call of Duty: Black Ops 2 – 500 Millionen US-Dollar Umsatz in 24 Stunden pcgames.de, 16. November 2012, abgerufen am 18. November 2012
  19. [2]
  20. [3]
  21. PC-Games.de Abgerufen am 4. Mai 2014
  22. Onlinewelten.com Abgerufen am 4. Mai 2014
  23. Call of Duty Modern Warfare 2 auch in Japan zensiert
  24. Modern Warfare 2: Russland bannt Flughafenszene