Callicarpa

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Callicarpa
Chinesische Schönfrucht (Callicarpa giraldii var. giraldii 'Profusion')

Chinesische Schönfrucht (Callicarpa giraldii var. giraldii 'Profusion')

Systematik
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)
Gattung: Callicarpa
Wissenschaftlicher Name
Callicarpa
L.

Callicarpa ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Ihr werden etwa 140 Arten zugerechnet.

Beschreibung[Bearbeiten]

Illustration von Callicarpa formosana.

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Callicarpa-Arten sind verholzende Pflanzen, die meist als kleine Bäume und Sträucher, selbständig aufrecht oder nur selten kletternd wachsen. Oberirdische Pflanzenteile sind oft behaart, wobei die Trichome ganz unterschiedlich aufgebaut sein können. Die Zweige sind bleistiftförmig oder vierkantig. Die gegenständig oder zu dritt in Quirlen an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind einfach.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die achselständigen, zymösen Blütenstände können über einem Blütenstandsschaft stehen. Die Blüten sind zwittrig, radiärsymmetrisch und meist vier-, selten fünfzählig mit doppelten Perianth. Die meist vier Kelchblätter sind kurz röhrig oder glockenförmig verwachsen, wobei der Kelch an der Frucht erhalten bleibt, aber sich nicht vergrößert. Die weißen, blauen, violetten, mauve- oder purpurfarbenen Kronblätter sind verwachsen und meist vierlappig, nur selten auch fünflappig. Sie ist röhrenförmig bis trichterförmig oder tellerförmig und radiärsymmetrisch. Es sind nur vier (selten fünf bis sieben) Staubblätter vorhanden, die epipetal angeordnet sind und über die Krone hinaus stehen. Ihre Staubbeutel sind langgestreckt oder elliptisch, rückseitig fixiert und bestehen aus zwei parallel stehenden Theken, die sich über Längsschlitze oder Poren an den Spitzen öffnen. Vier oder selten fünf Fruchtblätter sind zu einem zweikammerigen Fruchtknoten verwachsen. Jede Fruchtknotenkammer enthält zwei Samenanlagen. Der Griffel ist meist länger als die Staubblätter. Die Narbe ist schild- oder köpfchenförmig.

Die mehr oder weniger kugelförmige Steinfrucht besteht aus steinhartem Endokarp, fleischigem Mesokarp und dünnem Exocarp. Das harte Endokarp unterteilt die Frucht in vier steinartige Teilfrüchte, in denen sich jeweils ein einzelner, endospermloser Same mit häutiger Samenschale befindet. Die Kotyledonen sind fleischig.

Vorkommen[Bearbeiten]

Die Callicarpa-Arten sind in gemäßigten, subtropischen und tropischen Gebieten Asiens und Amerikas, in tropischen Gebieten Australiens sowie auf einigen Inseln im Pazifik beheimatet. In China kommen etwa 48 Arten vor.

Systematik[Bearbeiten]

Die Stellung der Gattung Callicarpa wurde oft diskutiert. So wurde sie beispielsweise zu den Verbenaceae gestellt, heute wird sie in die Lamiaceae eingeordnet, mit noch unklarer Position innerhalb der großen Familie.

Zur Gattung Callicarpa gehören etwa 140 Arten. Eine 1951 vorgeschlagene Aufteilung der Gattung teilt diese anhand von Merkmalen der Staubblätter in zwei Sektionen: Sektion Callicarpa mit eiförmigen Staubbeuteln, die sich über Längsschlitze öffnen und Sektion Verticirima mit langgestreckten Staubbeuteln, die sich über Poren an den Spitzen öffnen.

Die Auflistung der Gattung in der 1753 veröffentlichten ersten Auflage des Werkes Species Plantarum von Carl von Linné gilt als Erstveröffentlichung des Gattungsnamens.[1] Hier eine alphabetische Auflistung der etwa 140 gültigen Arten und Varietäten ohne Rücksichtnahme auf die Sektionszugehörigkeit,[1] wobei neben dem botanischen Autorkürzel auch die Veröffentlichung mit Erscheinungsjahr der Erstbeschreibung angegeben ist:

Blütenstände von Chinesische Schönfrucht (Callicarpa giraldii var. giraldii 'Profusion')
Blütenstände von Callicarpa cathayana.
Blütenstände von Callicarpa dichotoma.
Callicarpa japonica 'Issai' im Herbst.
Blütenstände von Callicarpa kwangtungensis.
Früchte von Callicarpa pedunculata.

Literatur[Bearbeiten]

  • R. M. Harley et al.: Labiatae. In: K. Kubitzki et al. (Hrsg.): The families and genera of vascular plants. Band VII: Flowering Plants, Dicotyledons, Lamiales (except Acanthaceae, including Avicenniaceae). Springer Verlag, 2004, ISBN 978-3-540-40593-1.
  • Shou-liang Chen & Michael G. Gilbert: Verbenaceae in der Flora of China, Volume 17, 1994, S. 4: Callicarpa - Online.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b World Checklist of Callicarpa. In: The Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew.; abgerufen am 28. Februar 2010.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Callicarpa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien