Cambridge

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt die Stadt in England. Weitere Bedeutungen unter Cambridge (Begriffsklärung).
City of Cambridge
King's College mit Kapelle
King's College mit Kapelle
Koordinaten 52° 12′ N, 0° 7′ O52.20.11666666666667Koordinaten: 52° 12′ N, 0° 7′ O
City of Cambridge (England)
City of Cambridge
City of Cambridge
Bevölkerung 122.700 (Stand: 2011)
Fläche 115,65 km² (44,65)
Verwaltung
Postleitzahlen­abschnitt CB1 – CB5
Vorwahl 01223
Landesteil England
Region East of England
Shire county Cambridgeshire
ONS-Code 12UB
Website: www.cambridge.gov.uk

Cambridge [ˈkeɪmbɹɪdʒ] ist eine Stadt im Vereinigten Königreich, und Hauptstadt der Grafschaft Cambridgeshire mit etwa 120.000 Einwohnern, darunter etwa 22.500 Studenten (Stand: 2007).

Berühmt sind die University of Cambridge, die gotische Kapelle und der Chor des King's College, die Universitätsbibliothek sowie das Trinity College. Nach Cambridge ist der Titel des Duke of Cambridge und des Earl of Cambridge benannt.

Geografie[Bearbeiten]

Cambridge liegt am Fluss Cam etwa 80 km nordöstlich von London im Osten Englands.

Klima[Bearbeiten]

Klimadiagramm von Cambridge

Der wärmste Monat im Jahresmittel ist der Juli mit 17°C, der kälteste Monat ist der Januar mit 3,5°C. Das Jahresmittel liegt bei 9,9 °C. Die Niederschlagssumme beträgt 558 mm.

Geschichte[Bearbeiten]

Lage von Cambridge in Cambridgeshire
Seufzerbrücke über der Cam
Mathematikerbrücke
Punting auf der Cam
Das Great Gate. der Haupteingang des Trinity Colleges

Die ersten Siedlungen im Bereich des heutigen Cambridge existierten bereits vor dem Zeitalter des Römischen Imperiums. Der früheste Nachweis einer Besiedlung, eine Sammlung von Jagdwaffen, stammt aus der späten Bronzezeit (1000 v. Chr.). Es gibt weitere archäologische Hinweise auf eine Besiedlung des Castle Hills durch einen belgischen Stamm im ersten Jahrhundert n. Chr.

Mit der römischen Invasion Britanniens (ca. 40 v. Chr.) wurde Cambridge ein wichtiger militärischer Posten, um den Cam zu verteidigen. Zusätzlich kreuzte hier die Via Devana, welche Colchester (Essex) mit den nördlicheren Garnisonen in Chester verband, den Cam. Der römische Name dieser Siedlung ist vermutlich Duroliponte gewesen.

Die Siedlung blieb die folgenden 350 Jahre ein regionales Zentrum. Bis heute sind viele römische Straßen und Befestigungen im Bereich von Cambridge zu finden, wie in Great Chesterford.

Nach dem Rückzug der Römer wurde das Gebiet um den Castle Hill von den Sachsen übernommen, deren Grabbeigaben in diesem Gebiet gefunden wurden. Während der Anglo-Sächsischen Zeit profitierte Cambridge von den sehr guten Handelsverbindungen durch das Siedlungsgebiet. Diese ermöglichten sicheren und einfachen Handel durch das schwierig zu bereisende Fenland. Im 7. Jahrhundert berichteten Reisende des nahegelegenden Ely jedoch von einem starken Rückgang des Handels. In angelsächsischen Chroniken wird das Siedlungsgebiet Grantebrycge genannt, der erste Hinweis auf eine Brücke in Cambridge.

Im Jahr 875 wurde in den angelsächsischen Chroniken die Ankunft der Wikinger in Cambridge verzeichnet. Der lebhafte Handel der Wikinger führte zu einem erneuten schnellen Wachstum von Cambridge. Während dieser Zeit verschob sich das Stadtzentrum vom Castle Hill am linken Flussufer hin zur heutigen Quayside auf der rechten Flussseite. Nach dem Ende der Wikinger-Besetzung erlangten die Sachsen kurzzeitig die Macht in Cambridge und errichteten 1025 die St. Benet’s Kirche.

Zwei Jahre nach der Eroberung Englands errichtete William of Normandy ein Schloss auf dem Castle Hill. Wie der übrige Teil des neuen Königreiches unterstand Cambridge der Kontrolle des Königs und seiner Stellvertreter. Die unverkennbare 'Round Church' im Stadtzentrum wurde in diesem Zeitraum errichtet.

Im Zeitalter der Normannen ist der Name in der Form Grentabrige oder Cantebrigge belegt, der Name des Flusses als Granta. Der Name der Stadt änderte sich in der folgenden Zeit weiter bis zum heutigen Cambridge, während der Fluss noch weiter als Granta bekannt war. Auch heute noch wird die Cam manchmal als Granta bezeichnet. Die Universität Cambridge nutzt häufig das pseudo-lateinische Adjektiv Cantabrigiensis (aus Cambridge kommend).

Während des Zweiten Weltkrieges wurden im Verlauf der Luftschlacht um England mehrere schwere und leichte Angriffe auf den Flughafen der Royal Air Force in Duxford geflogen. Hierbei wurden auch Teile der Stadt Cambridge getroffen. Die Bombardierungen der deutschen Luftwaffe zerstörten von 1940 bis 1941 7 % der Bebauung.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Cambridge pflegt Städtepartnerschaften zu Heidelberg und Szeged. Beide Städte haben eine Universität und eine ähnliche Anzahl von Einwohnern.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Angela Abmeier, Susanne von Poblotzki (Illustratorin): Cambridge. Goldfinch, Hamburg 2008, ISBN 978-3940258052.
  •  Ursula Heydorn: Cambridge itself. Stadtführer mit Internetadressen. Books on Demand, Norderstedt 2005, ISBN 978-3833424601.
  •  Peter Sager: Oxford und Cambridge. Eine Kulturgeschichte. Schöffling, Frankfurt am Main 2004, ISBN 978-3895616716.
  •  Peter Sager: Cambridge. Eine Kulturgeschichte. Insel, Frankfurt am Main 2008, ISBN 978-3458350354 (Eine aktualisierte und erweiterte Neuauflage als Insel-Taschenbuch 3335).
  •  Frank Henry Stubbings: Bedders, Bulldogs and Bedells. A glossary of Cambridge words and usages. First published by the author 1991; revised and enlarged edition published by Cambridge University Press, Cambridge 1995; (Auszüge online).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Cambridge – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien