Camel (Band)

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Camel
Camel in Concert - 2003
Camel in Concert - 2003
Allgemeine Informationen
Genre(s) Progressive Rock, Rock
Gründung 1971
Website www.camelproductions.com
Gründungsmitglieder
Andy Latimer
Douglas Ferguson
Keyboard, Gesang
Peter Bardens
Andy Ward
Aktuelle Besetzung
Gesang, Gitarre, Flöte, Keyboard
Andy Latimer
Bass
Colin Bass (1979-1981, seit 1984)
Schlagzeug
Denis Clement (seit 2000)
Keyboards
Guy Leblanc
Keyboards
Jason Hart
Ehemalige Mitglieder
Bass, Gesang
Richard Sinclair (1977–1978)
Saxophon, Flöte
Mel Collins (1977–1979)
Keyboard
Jan Schelhaas (1979–1981)
Keyboard, Flöte
Kit Watkins (1979–1982)
Schlagzeug, Perkussion
Paul Burgess (1984–1992)
Keyboard
Ton Scherpenzeel (1984, 1991, 1999, 2003)
Schlagzeug, Perkussion
Dave Stewart (1997–2000)
Keyboard
Guy LeBlanc (2000–2003)

Camel ist eine britische Progressive-Rock-Gruppe um Sänger und Gitarrist Andrew (Andy) Latimer.

Geschichte[Bearbeiten]

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Camel wurde 1971 gegründet, als Peter Bardens zu der aus Andrew Latimer, Andy Ward and Doug Ferguson bestehenden Band The Brew stieß. Schnell änderte man den Bandnamen in Camel und spielte zum ersten Mal vor größerem Publikum im Waltham Forest Technical College zusammen mit der Band Wishbone Ash.

Ihr erstes Album veröffentlichte Camel im Jahre 1973 bei dem Label MCA Records. Nach dem finanziellen Misserfolg der ersten Aufnahmen wechselten sie zu Decca Records. Dort veröffentlichten Camel 1974 ihr zweites, weitaus erfolgreicheres Album Mirage. In den folgenden zwei Jahren wurden die ebenso erfolgreichen Alben The Snow Goose und Moonmadness veröffentlicht.

Die Bandgeschichte Camels ist geprägt von personellen Wechseln. So stieß im Jahre 1976 Saxophonist Mel Collins zur Band, Gründungsmitglied Doug Ferguson hingegen verließ Camel ein Jahr später. Die einzige Konstante der Band ist Andrew Latimer, der seit der Gründung 1971 Bandmitglied ist.

1981 verließ Schlagzeuger Andy Ward die Band. Daraufhin legten Camel eine kreative Pause ein. Ein Jahr später formierte man sich mit Andrew Latimer, Kit Watkins, Andy Dalby, Chris Rainbow, Stuart Tosh und David Paton neu und spielte das Album The Single Factor ein, welches musikalisch einen Umbruch bedeutete. Die Band wandte sich mehr und mehr von ihren Wurzeln im Progressive Rock ab und widmete sich einfacheren Hits.

In den 1990er Jahren zog Latimer in die USA und veröffentlichte mit Dust and Dreams das erste Album unter seinem eigenen Label Camel Productions. Nach einer ausgedehnten Tournee im Jahre 1997 produzierten Camel 1999 ihr Album Rajaz in der Besetzung Andrew Latimer, Dave Stewart und Colin Bass. 2002 widmete Andy Latimer das Album A Nod And A Wink seinem alten, im selben Jahr verstorbenen Kollegen Peter Bardens. 2003 folgte eine weitere Tournee. Ausschnitte davon sollen in Zukunft eventuell auf DVD und CD veröffentlicht werden.

Seit 1992 ist Andy Latimer an der Blutkrankheit Polycythaemia vera (PV) erkrankt, die inzwischen eine Myelofibrose nach sich gezogen hat.

2013 tourte Camel durch Europa. Drei der zehn Konzerte fanden Ende Oktober 2013 in Deutschland statt. Im März 2014 fand eine zweite Europa-Tournee statt, die durch die Niederlande, Belgien, Deutschland, England, Portugal, Spanien und Italien führte.

Stil[Bearbeiten]

In den 1970er-Jahren spielte Camel vor allem Progressive Rock. Bekannt wurde die Band durch ihre melodischen Kompositionen mit langen Instrumentalteilen. Hier tat sich besonders Bandleader Andrew Latimer durch sein Gitarren- und Flötenspiel hervor.

In den 1980er-Jahren näherte sich Camel mit kürzeren und prägnanteren Titeln mehr dem "Mainstream" der Rock- und Popmusik an. In den 1990er-Jahren kehrte man aber nach einigen personellen Wechseln zu den progressiven Ursprüngen der Band zurück und erweiterte sie teilweise um eine folkloristische Komponente.

Diskografie[Bearbeiten]

Singles[Bearbeiten]

  • 1973 - Never Let Go / Curiosity
  • 1975 - Flight Of The Snow Goose / Rhayader
  • 1975 - The Snow Goose / Freefall
  • 1976 - Another Night / Lunar Sea (live)
  • 1977 - Highways Of The Sun / Tell Me
  • 1979 - Your Love Is Stranger Than Mine / Neon Magic
  • 1979 - Flexi-Single "I Can See Your House From Here"
  • 1980 - Remote Romance / Rainbow´s End
  • 1981 - Lies / Changing Places
  • 1982 - No Easy Answer / Manic
  • 1982 - Selva / Camelouge
  • 1984 - Long Goodbyes / Walzing Fraulein
  • 1984 - Cloak And Dagger Man / Pressure Points

Studio-Alben[Bearbeiten]

  • 1973 - Camel
  • 1974 - Mirage
  • 1975 - (Music Inspired By) The Snow Goose
  • 1976 - Moonmadness
  • 1977 - Rain Dances
  • 1978 - Breathless
  • 1979 - I Can See Your House From Here
  • 1981 - Nude
  • 1982 - The Single Factor
  • 1984 - Stationary Traveller
  • 1991 - Dust And Dreams
  • 1996 - Harbour Of Tears
  • 1999 - Rajaz
  • 2002 - A Nod And A Wink

DVDs[Bearbeiten]

  • 2002 - Coming Of Age (live, 13. März 1997, Billboard, Los Angeles, USA)
  • 2003 - Pressure Points (live, 11. Mai 1984, Hammersmith Odeon, London, GB)
  • 2003 - Curriculum Vitae
  • 2004 - Footage
  • 2005 - Footage II
  • 2007 - Total Pressure (live, 11. Mai 1984, Hammersmith Odeon, London, GB) Diesmal das komplette Konzert sowie weitere 4 Bonustracks und 1 Interview mit Andrew Latimer!
  • 2007 - Moondance (live, 14. April 1976, Hammersmith Odeon, London, UK Bonus: Autumn (1974)and Riverman (1975))
  • 2010 - The Opening Farewell (live, 2003 at the Catalyst, US)

Kompilationen[Bearbeiten]

  • 1981 - Chameleon - The Best Of Camel
  • 1986 - A Compact Compilation
  • 1986 - The Collection
  • 1991 - Landscapes
  • 1993 - Echoes
  • 1997 - Camel - Master Series (25th Anniversary Compilation)
  • 2001 - Lunar Sea
  • 2010 - Rainbows End: Camel Anthology 1973 - 1985 4CD-Box

Live-Alben[Bearbeiten]

  • 1978 - A Live Record
  • 1984 - Pressure Points - Live in Concert
  • 1992 - On The Road 1972
  • 1993 - Never Let Go (5. September 1992, Enschede, NL)
  • 1994 - On The Road 1982
  • 1997 - On The Road 1981
  • 1998 - Coming Of Age (13. März 1997, Billboard, Los Angeles, USA)
  • 2000 - Gods Of Light 73 - 75
  • 2001 - The Paris Collection (30. Oktober 2000, Bataclan-Club, F)

Sonstiges[Bearbeiten]

Andrew Latimer gründete 1991 unter dem Namen "Camel Productions" ein eigenes Plattenlabel, unter dem die Alben von Camel vertrieben werden. Dadurch lässt sich auch die große Zahl an Live-Alben in den 90er-Jahren erklären.

Weblinks[Bearbeiten]