Canarium luzonicum

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Canarium luzonicum
Systematik
Rosiden
Eurosiden II
Ordnung: Seifenbaumartige (Sapindales)
Familie: Balsambaumgewächse (Burseraceae)
Gattung: Canarium
Art: Canarium luzonicum
Wissenschaftlicher Name
Canarium luzonicum
(Blume) A.Gray

Canarium luzonicum, auch Manilaelemi oder Manilaelemibaum,[1] ist eine Baumart aus der Familie der Balsambaumgewächse (Burseraceae), die auf den Philippinen beheimatet ist.

Beschreibung[Bearbeiten]

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Canarium luzonicum ist ein Baum, der bis zu 35 m Wuchshöhe und einen Durchmesser von 100 cm oder mehr erreichen kann. Die 4–6(–8) mm dicken, verkahlenden Zweige sind mit Lentizellen besetzt. Die Rinde der Zweige enthält Harzgänge. Das Mark weist zahlreiche, randlich angeordnete Leitbündel auf. Die Laubblätter sind schraubig gestellt. Die meist früh abfallenden Nebenblätter sind am Blattstiel entweder an seinem Grund oder bis maximal 5 mm ober seiner Ansatzstelle am Zweig eingefügt. Sie sind kreisförmig, haben etwa 8 mm im Durchmesser, sind ganzrandig und flaumig behaart. Die unpaarig gefiederten, kahlen Blattspreiten bestehen aus drei bis fünf Fiederpaaren. Die schwach ledrigen, lanzettlichen bis länglichen, ganzrandigen Fiederblättchen sind 6,5–25 cm lang und 3,5–8,5 cm breit. Sie besitzen einen symmetrischen, breit keilförmigen bis herzförmigen Grund und sind vorne allmählich lang und breit stumpf-zugespitzt. Die fiedernervigen Blättchen besitzen 14–18 Paare von Seitennerven, die in einem Winkel von ungefähr 65 Grad von der Mittelrippe abzweigen. Die Seitennerven sind zuerst gerade bis leicht gebogen, dann in der Nähe des Randes allmählich bis ziemlich plötzlich nach vorn gekrümmt und enden ohne den Rand zu erreichen.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die Geschlechtsverteilung ist zweihäusig. Die Blütenstände sind blattachselständige Rispen, die zu mehreren gehäuft im Bereich der Zweigenden stehen. Durch das frühe Abfallen ihrer Tragblätter wird ein endständiger Gesamtblütenstand vorgetäuscht. Die männlichen Blütenstände sind 10–25 cm, die weiblichen 5–18 cm lang. Ihre bis zu 4,5 cm langen Hauptäste sind bei den männlichen Blütenständen reichblütig, bei den weiblichen tragen sie drei bis fünf Blüten. Die Achsen der Blütenstände verkahlen. Die Tragblätter und Vorblätter im Blütenstand leiten sich von paarweise miteinander verwachsenen Nebenblättern her und ähneln diesen.

Die fast sitzenden, radiärsymmetrischen, dreizähligen, eingeschlechtigen Blüten sind grünlich bis cremefarben. Die männlichen Blüten sind 2,5–4 mm lang. Die weiblichen Blüten besitzen einen konkaven Blütenboden und sind 6–8 mm lang. Die drei am Grund miteinander verwachsenen, in der Knospe klappigen Kelchblätter sind an der Außenseite flaumhaarig. In männlichen Blüten ist der Kelch ungefähr 1,5 mm hoch, in weiblichen etwa 5 mm. Die drei freien, in der Knospe dachziegelig deckenden Kronblätter haben einwärts gekrümmte, klappig deckende Spitzen. Sie sind im zentralen Teil verdickt und mit Ausnahme der Basis und der Ränder an der Außenseite flaumig behaart. Die Staubblätter sind kahl. Die Staubbeutel sind in der Nähe ihres Grundes dorsifix, also an ihrem Rücken dem Staubfaden angeheftet. Sie öffnen sich in Längsrichtung und sind intrors, also mit ihren Pollensäcken zum Blütenzentrum hin gewandt. In männlichen Blüten sind in der Regel sechs freie Staubblätter vorhanden, es können aber auch die drei vor den Kronblättern stehenden reduziert sein. In weiblichen Blüten sind die Staubfäden der sechs etwas kleineren, sterilen Staubblätter am Grund etwas miteinander verwachsen. Der Nektardiskus liegt innerhalb der Staubblätter. In männlichen Blüten bildet er ein massives, flaches, etwa ⅓ mm hohes, dicht filzig behaartes Kissen. In weiblichen Blüten ist der kahle Diskus mit dem Blütenboden verwachsen, besitzt aber einen freien Rand. In männlichen Blüten fehlt der Stempel, in weiblichen Blüten besitzt der oberständige, behaarte Stempel einen einfachen Griffel mit kugeliger Narbe. In jedem Fach des dreifächerigen Fruchtknotens sind zwei zentralwinkelständige Samenanlagen vorhanden.

Die 4–10 cm langen, kahlen Fruchtstände umfassen ein bis vier Früchte. Der im Fruchtzustand flach ausgebreitete, stumpf dreieckige Kelch hat einen Durchmesser von 10–12 mm. Bei den Früchten handelt es sich um pflaumenähnliche, blau-schwarze, kahle Steinfrüchte mit fleischigem Mesokarp. Sie sind kurz eiförmig bis ellipsoidal, im Querschnitt rund bis stumpf dreieckig und 2,5–3,75 cm lang sowie 1,5–2 cm breit. Der glatte Steinkern besteht aus drei Kammern, von denen meist nur eine, selten auch eine zweite, jeweils einen einzigen Samen enthält und die anderen reduziert, klein und steril sind. Der Steinkern öffnet sich bei der Keimung mit einem 2,5 mm dicken Deckel. Der Same enthält kein Endosperm, aber die fleischigen Keimblätter sind ölhaltig.

Canarium luzonicum blüht hauptsächlich in den Monaten August und September. Die Blütezeit erstreckt sich aber insgesamt von April bis Oktober. Die Art kann in der Zeit vom August bis in den Mai hinein fruchten, der Höhepunkt der Fruchtzeit liegt aber in den Monaten Jänner und Februar.

Verbreitung und Lebensraum[Bearbeiten]

Canarium luzonicum ist auf den nördlichen und zentralen Philippinen endemisch. Die Art ist dort von den Inseln Luzon, Alabat, Mindoro, Ticao, Masbate und Bohol bekannt.

Die Art kommt in primären tropischen Regenwäldern in niedrigen bis mittleren Höhenlagen vor.

Taxonomie[Bearbeiten]

Die Art wurde zuerst im Jahr 1837 vom spanischen Ordenspriester und Botaniker Francisco Manuel Blanco als Canarium album beschrieben.[2] Der deutsch-niederländische Botaniker Carl Ludwig Blume beschrieb sie im Jahr 1850 noch einmal unter dem Namen Pimela luzonica, nachdem er erkannte hatte, dass die von Blanco behandelte Art nicht mit der schon länger bekannten Pimela alba Lour. (= Canarium album (Lour.) DC.) übereinstimmte.[3] Den heute gültigen Namen Canarium luzonicum erhielt die Art 1854 durch den US-amerikanischen Botaniker Asa Gray.[4] Canarium carapifolium Perkins, Canarium commune Fern.-Vill., Canarium oliganthum Merr., Canarium polyanthum Perkins, Canarium triandrum Engl. sind weitere Synonyme.

Nutzung[Bearbeiten]

Der Baum sondert ein weiches weißes Harz, das philippinische Elemi, ab, das an der Luft erhärtet und als Räucherwerk verwendet wird.

Quellen[Bearbeiten]

  • Leenhouts P. W. 1956: Burseraceae. In: Flora Malesiana. Ser. I, Vol. 5(2). Botanic Gardens of Indonesia, Bogor, Rijksherbarium, Leyden, S. 209–296. – S. 270 – Online

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Multilingual Multiscript Plant Name Database: Canarium luzonicum (Blume) A. Gray bei www.plantnames.unimelb.edu.au (englisch, abgerufen am 29. Juni 2014)
  2. Blanco F. M. 1837: Flora de Filipinas. Manila, S. 793. – Online
  3. Blume C. L. 1850: Museum botanicum Lugduno-Batavum. Tom. I. Leiden (= Lugdunum Batavorum), S. 220. – Online
  4. Gray A. 1854: Ord. Burseraceae. In: United States Exploring Expedition. Vol. XV: Botany. Phanerogamia. Part I. C. Sherman, Philadelphia, S. 373–375. – Online

Weblinks[Bearbeiten]

  • Canarium luzonicum im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am 29. Juni 2014.
  • Canarium luzonicum in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2013. Eingestellt von: World Conservation Monitoring Centre, 1998. Abgerufen am 29. Juni 2014
  • Sahing, Manila elemi. bei www.stuartxchange.org (englisch, abgerufen am 11. Juni 2010)