Canavese

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Dieser Artikel behandelt eine italienische Region. Zum italienischen Bildhauer siehe Cesare Antonio Canavese.

Die italienische Region Canavese liegt südlich der Stadt Ivrea, nahe dem Eingang vom Piemont ins Aostatal. Die Region umfasst die Moränenhügel rund um den Lago di Viverone. Bei den Moränenhügeln handelt es sich um Zeugnisse der letzten Eiszeit, in der riesige Gletscher viel Abriebmaterial aus den Alpen in die umgebenden Tallagen transportierten. Sie sind sehr fruchtbar und von jeher besiedelt.

Weiter östlich geht das Canavese in das Biellese rund um Biella über.

Weinbau im Canavese[Bearbeiten]

Nachdem im Jahr 1967 der Erbaluce di Caluso den Status einer Denominazione di origine controllata (kurz DOC) erhielt, konnte sich am 12. September 1996 die ganze Region Canavese über diese Auszeichnung freuen. Die Strada del Vino del Canavese (die Weinstraße des Canavese) führt über die Gemeinden Chivasso, Agliè, Lanzo Torinese, Torre Canavese, Candia Canavese und San Giorgio Canavese. Bislang sind 45 ha Rebland zugelassen, die sich auf 99 Gemeinden in der Provinz Turin, sieben Gemeinden in der Provinz Biella und eine Gemeinde in der Provinz Vercelli verteilen.

Die Weißweine der Region werden zu 100 % aus der Rebsorte Erbaluce gekeltert. Die optimale Trinktemperatur liegt bei 8 bis 10 °C.

Bei den Rotweinen ist die Auswahl bedeutend größer. Neben den sortenreinen Rotweinen aus Nebbiolo oder Barbera werden Verschnitte aus den Rebsorten Nebbiolo, Barbera, Bonarda, Freisa und Neretto angeboten. Die gleichen Rebsorten sind auch zur Herstellung von Roséwein zugelassen. Während die roten Weine bei einer Trinktemperatur von 13 bis 15 °C (die sortenreinen Weine bei 16 bis 18 °C) genossen werden sollten, lassen sich die Roséweine am besten bei 10 bis 12 °C trinken.

Sacro Monte di Belmonte[Bearbeiten]

Hauptartikel: Sacro Monte di Belmonte

Die Erbauung des Heiligen Berges ist auf Michelangelo von Montiglio, einen strenggläubigen Minderbruder, zurückführbar und dauerte mit Unterbrechungen von 1712 bis 1825. Er ist ein bekannter Wallfahrtsort und ist seit 2003 von der UNESCO als einer der Sacri Monti als Weltkulturerbe anerkannt.

Weblinks[Bearbeiten]