Canberra-Klasse

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Canberra-Klasse
HMAS Canberra im BAE Ausrüstungsdock Williamstown, August 2013
HMAS Canberra im BAE Ausrüstungsdock Williamstown, August 2013
Übersicht
Typ Docklandungsschiff
Bauwerft

Navantia, Ferrol
BAE Systems, Williamstown

Bestellung 2 im Bau seit 2008
Namensgeber australische Städte
Dienstzeit

geplant ab 2014

Technische Daten
Verdrängung

27.850 Tonnen (30.700 max.)

Länge

230,80 m

Breite

32,00 m

Tiefgang

7,18 m

Besatzung

242 Mann (plus max. 36)
978 Mann (plus max. 146)

Antrieb

1 GE Gasturbine, 17.4 MW
2 Dieselmotoren, 7,2 MW
2 Antriebsgondeln, 11 MW

Geschwindigkeit

20,5 kn

Reichweite

8.000 Seemeilen bei 16 Knoten
9.250 Seemeilen bei 12 Knoten

Bewaffnung

vier 25 mm Rafael Deckskanonen

Hangardeck

990 m²

Fahrzeugdeck

3.290 m² (=830 m):
1.410 m² für schwere und
1.890 m² für leichte Fahrzeuge

Bootsdeck

4 Landungsboote

Luftfahrzeuge

16 - 24 Hubschrauber

Sensoren

Giraffe AMB Radar, Saab 9LV Combat System

Einsatzdauer

50 Tage (ohne Versorgung)

Die Canberra-Klasse ist eine Klasse von zwei Helikopter-Docklandungsschiffen (engl. Landing Helicopter Dock, kurz LHD), für insbesondere amphibische Operationen, die von Australien für die Royal Australian Navy beschafft werden.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Australische Regierung billigte das drei Milliarden-AU$-Projekt zum Bau der beiden LHDs, die zu Luftunterstützung, amphibischen Angriffen, Transport- und Führungsaufgaben verwendet werden sollen. Sie sollen die HMAS Tobruk und eines der beiden Schiffe der Kanimbla-Klasse ersetzen.

Zwischen 2005 und 2007 wurden zwei verschiedene Angebote untersucht. Neben dem später siegreichen Angebot, das auf dem spanischen Buque de Proyección Estratégica (BPE), der jetzigen Juan Carlos I (L-61), basiert, gab es einen Vorschlag basierend auf den kleineren französischen Bâtiments de Projection et de Commandement (BPC) bzw. (Mistral-Klasse).

Im Juni 2007 erhielt die damalige Tenix Defence, die Anfang 2008 von BAE Systems erworben wurde, den Entwicklungs- und Bauauftrag für den Bau von zwei Schiffen. Die lokale Wertschöpfung soll 25 % betragen, weshalb die Ausrüstung der in Spanien zu bauenden Rümpfe in Australien stattfinden wird. Neben der spanischen Navantia, wo der Rohbau stattfindet, sind L-3 Communications, Saab und Siemens, das die POD-Antriebe (Antriebsgondeln) liefert, weitere wichtige Unterauftragnehmer. Nach dem Rohbau werden die Schiffe zur Fertigstellung von El Ferrol mit der MV Blue Marlin nach Australien transportiert, zunächst die zukünftige Canberra, die nach dreimonatiger Überführung im Oktober 2012 in Melbourne eintraf. Dort werden die Insel und Systeme eingebaut. Im Frühsommer 2014 begann die Seeerprobung.

Technik[Bearbeiten]

Die Schiffe basieren wie oben beschrieben auf dem Entwurf des spanischen BPE. Bisher gab es keine größeren Schiffe in der RAN.

Die seegestützten Luftstreitkräfte der Australian Defence Force erhalten durch die Canberra-Klasse signifikant bessere Fähigkeiten. Die Luftkomponente beträgt bis zu 24 Army und Navy Helikopter. Hierzu zählen Army and Navy MRH-90 Transport-, Army Tiger Kampf- und Navy S-70B Seahawk U-Boot-Abwehrhubschrauber. Obwohl die Schiffe eine Sprungschanze ("ski-jump") haben und zum Betrieb von STOVL-Flugzeugen, wie der F-35B, zertifizierbar sind, fehlt ihnen, zumindest zunächst, ein für den Flugbetrieb mit Flächenflugzeugen erforderliches Radar. Auch ist bislang keine Beschaffung von entsprechenden Flugzeugen wie der F-35B geplant.[1]

Einheiten[Bearbeiten]

Kennung Name Kiellegung Stapellauf In Dienst Rufzeichen
L02 HMAS Canberra 24 September 2009 17. Februar 2011 gepl. 2014
L01 HMAS Adelaide 18. Februar 2011 4. Juli 2012 gepl. 2015

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Canberra-Klasse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Seidler, Felix (2012): Australien als neue indo-pazifische Ordnungsmacht, IN: MarineForum, 09/2012, S. 14.