Indischer Hanf
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Indischer Hanf (Cannabis indica) |
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Cannabis indica | ||||||||||||
| Lam. |
Der Indische Hanf (Cannabis indica) ist eine Art aus der Gattung Hanf (Cannabis).
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Vorkommen
Die Pflanze stammt ursprünglich aus den Hochgebirgen Indiens und des Orients und ist dadurch gut an karge Nährstoffvorkommen und niedrige Temperaturen angepasst. Cannabis indica ist robuster als der Gewöhnliche Hanf (Cannabis sativa).
[Bearbeiten] Beschreibung
Indischer Hanf wächst meist nur bis zu einer Höhe von 1,2 Meter (maximal zwei Meter) und ist stark verzweigt. Durch eine größere Anzahl an Blütenständen und Seitentrieben bildet diese Art bei weitem die größte Menge an weiblichen Blüten aus, was sie für die Gewinnung von psychoaktiven Produkten besonders interessant macht. Reinrassige Indica-Hanfpflanzen haben je nach Altersstadium maximal neun Blattfinger. Die Blätter sind breiter und nicht so lang gestreckt wie bei den anderen Arten. Diese Hanfart ist leicht zu verwechseln (z.B. mit Scheinhanf oder anderen Hanfarten). Die männliche Pflanze ist etwas schlanker und wächst höher als die weibliche Pflanze. Die Samen von Cannabis indica sind relativ dunkel und kleiner als bei Cannabis sativa.
[Bearbeiten] Droge und Inhaltsstoffe
Berauschende Cannabis-Produkte wie Marihuana, Haschisch und seltener Haschöl werden von den getrockneten, ausgereiften Blütenständen der Hanfpflanze gewonnen. Hauptwirkstoff ist das THC. Daneben enthält Cannabis etwa 50 weitere, zum Teil schwach psychoaktive Cannabinoide, sowie Harze, Flavonoide und ätherische Öle.
[Bearbeiten] Verwendung
Hauptartikel: Nutzhanf, Cannabis als Arzneimittel und Cannabis als Rauschmittel
[Bearbeiten] In der Medizin
Durch den höheren Cannabidiol-Gehalt (CBD) von Cannabis indica wird es bevorzugt bei Erkrankungen eingesetzt, bei denen die entzündungshemmende, krampflösende Wirkung dieses Wirkstoffes erwünscht ist.
[Bearbeiten] Als Rauschmittel
Cannabis indica hat eine stärkere sedative bis einschläfernde Wirkung als Cannabis sativa, welches eine mehr psychedelische und anregende Wirkung hat.
Neben der Wildform wurden diverse Zuchtformen entwickelt. Heute werden auf der gesamten Welt Indica-Sorten gezüchtet, das Zentrum sind die Niederlande sowie Kanada und die USA. Bei der gewerbsmäßigen Produktion werden Pflanzen bevorzugt, die stark THC-haltiges Harz haben und oft weibliche Nachfolger hervorbringen.
[Bearbeiten] Quellen
[Bearbeiten] Literatur
- Christian Rätsch: Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen. AT Verlag, 2007, 8. Auflage, ISBN 978-3-03-800352-6
- Karl Hiller, Matthias F. Melzig: Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen, 2 Bände, Genehmigte Sonderausgabe für den area verlag, 2006, ISBN 3-89996-682-1
